Beobachtetes Signal · 16. Juni 2026 · M&A · Quelle: DWDL · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Neutral

Jochen Schweizer prüft Rückkauf des Erlebnisgeschäfts von ProSiebenSat.1

Zusammenfassung des Signals

Jochen Schweizer hat Interesse bekundet, das Erlebnis- und Gutscheingeschäft (Jochen Schweizer / mydays) eventuell von ProSiebenSat.1 zurückzukaufen. Schweizer, der das Unternehmen 2017 an den Medienkonzern veräußert und seine verbleibenden Anteile von rund zehn Prozent im vergangenen Jahr komplett abgegeben hatte, erklärte gegenüber Reuters, er sei interessiert, jedoch „nicht um jeden Preis“. Zunächst müsse er prüfen, wie sich der Unternehmenswert seit dem Verkauf 2017 entwickelt hat. ProSiebenSat.1-CEO Marco Giordani hatte zuvor angedeutet, dass das Geschäft „ein besseres Zuhause“ finden könnte. Diese Haltung wurde verstärkt, nachdem Media for Europe (MFE) die Mehrheit übernommen hat und der Sender nun Nicht-Kerngeschäfte abstößt. Zudem wird in dem Bericht an eine regulatorische Geldstrafe in Höhe von 3,9 Millionen Euro erinnert, die dem Gutscheingeschäft Ende 2024 auferlegt wurde.

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Die Desinvestition durch den Medienkonzern und ein möglicher Rückkauf beeinflussen das Asset-Portfolio und die Markenhoheit des Broadcasters, haben jedoch nur begrenzte direkte Auswirkungen auf das breitere AdTech- und MarTech-Ökosystem.

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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz

  • Jochen Schweizer äußerte Interesse an einem potenziellen Rückkauf des Erlebnis- und Gutscheingeschäfts (Jochen Schweizer / mydays) von ProSiebenSat.1.
  • Schweizer verkaufte das Unternehmen 2017 an ProSiebenSat.1 und gab im vergangenen Jahr auch seine letzten verbleibenden Anteile von rund zehn Prozent ab.
  • ProSiebenSat.1-CEO Marco Giordani erklärte, das Geschäft könne „ein besseres Zuhause“ finden, da sich die Gruppe nach der MFE-Mehrheitsübernahme von Nicht-Kerngeschäften trennt.
  • Gegenüber Reuters betonte Schweizer, er sei „interessiert, aber nicht zu jedem Preis“ und wolle die Wertentwicklung seit 2017 analysieren.
  • Das Gutscheingeschäft von Jochen Schweizer / mydays geriet regulatorisch unter Druck und wurde Ende 2024 mit einer Geldstrafe von 3,9 Millionen Euro belegt.
Primäre Quellenbasis & Herkunftsnachweis
Verifizierter Herkunftsnachweis
Primärquelle: DWDL•Veröffentlicht: 16. Juni 2026
Ursprünglicher Berichttitel: “Schweizer erwägt Rückkauf des Erlebnisgeschäfts von P7S1 - DWDL.de”

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ProSiebenSat.1 plant keine Akquisitionen im deutschsprachigen Markt

In einem am 18. Mai 2026 veröffentlichten Handelsblatt-Interview erklärte ProSiebenSat.1-CEO Marco Giordani, dass das Unternehmen keine Übernahmen im DACH-Raum plane, da die inländischen Synergiepotenziale begrenzt seien. Giordani, der Ende 2025 von Media for Europe (MFE) wechselte, betonte, dass der Fokus auf der Reichweitenausweitung und Content-Distribution auf Plattformen wie YouTube und TikTok liege, statt das Subscription-Geschäft im Wettbewerb mit RTL und Sky auszubauen. Er bestätigte das Ziel, im Entertainment-Bereich 2026 rund 130 Millionen Euro einzusparen, bekräftigte den Verkaufsstatus der meisten Non-Core-Assets – wobei der Parfümerie-Onlinehändler Flaconi nicht dringlich abgestoßen werde – und bezeichnete den Streaming-Dienst Joyn als wichtigen Distributionskanal, der jedoch kein eigenständiges, gewinnkritisches Geschäft darstelle.

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CTV & Addressable TV7. Okt. 2026

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