Beobachtetes Signal · 14. Dez. 2022 · Market Research / Survey · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Neutral
Rolle rückwärts beim flexiblen Arbeiten: Trendwende auf dem deutschen Arbeitsmarkt
Der LinkedIn Arbeitsmarktradar für Deutschland signalisiert eine spürbare Abkehr vom flexiblen Arbeiten, da zahlreiche Arbeitgeber ihre Regelungen verschärfen. Die Zahl der Remote-Stellenausschreibungen sank von 14 Prozent im Juli auf 10 Prozent im September, während auf diese Positionen im September rund 22 Prozent aller Bewerbungen entfielen. Diese Entwicklung steht im Kontrast zur pandemiebedingten Flexibilität und fällt in eine Phase intensiver Debatten um die Gewinnung von Fachkräften im Zuge des anhaltenden Arbeitskräftemangels. Internationale Vergleiche verdeutlichen derweil unterschiedliche Dynamiken in anderen Märkten, wobei in den USA beispielsweise 15 Prozent der Inserate remote waren und 51 Prozent der Bewerbungen anzogen. Demgegenüber zeigen erste Ergebnisse der Studie von Four-Day Week Global, dass die Vier-Tage-Woche bei teilnehmenden Unternehmen zu Umsatzsteigerungen und sinkenden Krankheitsfällen führen kann. Insgesamt beleuchtet der Beitrag das Spannungsfeld zwischen Arbeitgeberpräferenzen und dem Wunsch der Belegschaft nach Flexibilität mit potenziellen Effekten auf Produktivität und Talentbindung in der AdTech- und MarTech-Branche.
Mittlerer Einfluss auf die Rekrutierung von Talenten und die Flexibilität der Arbeitsmodelle in der AdTech- und MarTech-Branche.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Der LinkedIn Arbeitsmarktradar zeigt, dass Arbeitgeber flexible Arbeitsmodelle zunehmend einschränken.
- Der Anteil von Remote-Stellenausschreibungen in Deutschland sank von 14 % im Juli auf 10 % im September.
- Auf Remote-Jobs entfielen im September rund 22 % aller Bewerbungen.
- Ergebnisse von Four-Day Week Global: Teilnehmende Unternehmen verzeichneten während der Pilotphase ein Umsatzwachstum von ca. 8 % sowie weniger Krankheitstage.
- In den USA waren 15 % der Stelleninserate remote und zogen 51 % aller Bewerbungen an.
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Céline Flores Willers: B2B-Marketer sollen wie B2C denken
Auf der DMEXCO 2026 argumentierte Céline Flores Willers, Gründerin von The People Branding Company, dass B2B-Marketing oft veraltet wirkt, weil Marketer Angst vor Innovation haben (FOMU). Sie zeigte kreative Taktiken wie den Einsatz des Roboter-Sidekicks 'Robi' und personalisierte T-Shirts, um Aufmerksamkeit und Branding zu steigern. Sie betonte LinkedIn als zentrale Plattform für B2B und verwies auf einen SAP-Taulia-Fall, bei dem Employee-Generated Content, beworben über Thought Leader Ads, eine 2,3-mal höhere Engagement-Rate und 70 Prozent höhere Klickraten bei kleinem Budget erzielte. Willers nannte auch Beispiele wie die Kampagne von Legora mit Jude Law und die 25-teilige Merger-Dokumentation von Merz Lifecare als erfolgreiche 'Building-in-Public'-Strategien. Sie schloss mit dem Appell an B2B-Marketer, kreativer zu sein und vom B2C-Marketing zu lernen.
LinkedIn: Leads nicht als Endziel im B2B-Marketing sehen
Beim B2Believe-Event von LinkedIn im neuen Space im Empire State Building forderten Führungskräfte und Praktiker eine Abkehr von leitorientiertem B2B-Marketing hin zu einem 'Full-Journey'-Ansatz, der Signale, Targeting, Creatives, die gesamte Customer Journey und Messung verbindet. Jae Oh, Senior Director of Product Management, zeigte, dass weniger als 10% der Upper-Funnel-Zielgruppen in Bottom-Funnel-Kampagnen gelangen, und forderte Marketer auf, Markenaufbau mit Demand Capture zu verbinden. Eine Studie des B2B Institute von LinkedIn mit eMarketer ergab, dass 77% der Marketer sagen, sie zielen nicht mehr auf Einzelpersonen, aber nur 31% haben einen Playbook für die Aktivierung von Zielgruppen im unteren Funnel. Praktiker von Canva, SAP, Mastercard und anderen zeigten, wie Marketing und Vertrieb gemeinsame Signale nutzen. LinkedIn skizzierte zudem eine Produkt-Roadmap mit Fokus auf Cost-per-Opportunity-Ziele, Multi-Format-Kampagnen, agentische Workflows und Inkrementalitäts-Prognosen.
Nadella und die KI-Transformation: Kann er Microsoft erneut neu erfinden?
Dieser Artikel untersucht die Bemühungen von CEO Satya Nadella, Microsoft für das KI-Zeitalter zu transformieren. Trotz einer Marktkapitalisierung von fast 4 Billionen Dollar und einer frühen Investition in OpenAI hinkt Microsoft in zentralen KI-Bereichen hinter Konkurrenten wie Nvidia, Anthropic und Meta hinterher. Das Unternehmen stellt von abonnementbasierten auf verbrauchsabhängige Preismodelle (UBB) um, beginnend mit Copilot Cowork. GitHub Copilot verzeichnete ein Wachstum auf 50 Millionen Nutzer, aber Microsoft verlor seine exklusive Cloud-Partnerschaft mit OpenAI. Nadella propagiert den Aufbau eines "Frontier-Ökosystems" statt eines einzelnen Spitzenmodells und integriert diverses KI-Modelle in Copilot. Zu den Herausforderungen gehören die schleppende Einführung von Copilot, der Wettbewerb durch KI-native Startups und die Unsicherheit von Unternehmenskunden über nutzungsabhängige Kosten.
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