Beobachtetes Signal · 22. Jan. 2026 · Technical Release · Quelle: ExchangeWire · Relevanz: 4/5 · Sentiment: Positiv
IAB Europe veröffentlicht Commerce Media Standards V2 und Flexi Ad Sizes
IAB Europe hat zwei neue Initiativen zur Weiterentwicklung von Retail Media in Europa vorgestellt: die Commerce Media Measurement Standards V2 sowie die Flexi Ad Sizes Guidelines für Retail Media Networks. Die Version 2 aktualisiert die Standards vom April 2024 nach einer Konsultationsphase und integriert präzisierte Measurement-Funnels, einheitliche Definitionen für Brutto- und Nettoumsätze, Quick-Commerce-Metriken, formale Inkrementalitäts-Methodologien sowie erweiterte New-to-Brand-Zeitrahmen. Vorgeschrieben wird ein standardmäßiges Reporting-Fenster von 30 Tagen, flankiert von einem Zertifizierungsprogramm mit einer Übergangsfrist bis Ende Juli 2026. Zudem empfehlen die in Zusammenarbeit mit Tesco Media entwickelten Flexi Ad Sizes Guidelines vier flexible Seitenverhältnisse für statische Retail-Display-Ads, um die Fragmentierung bei Werbemitteln zu reduzieren. Zukünftige Standards sollen 2026 auch auf Travel- und Finance-Media-Networks ausgeweitet werden.
Pan-europäische Mess- und Formatstandards reduzieren die Fragmentierung in Retail Media Networks, verbessern die Vergleichbarkeit sowie Skalierbarkeit für Werbetreibende und Agenturen, während das Zertifizierungsprogramm die Adoptionsrate im Markt beschleunigt.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- IAB Europe hat die Commerce Media Measurement Standards V2 und Flexi Ad Sizes Guidelines für Retail Media Networks veröffentlicht.
- Measurement Standards V2 integrieren Branchen-Feedback, standardisierte Definitionen, Quick-Commerce-Metriken sowie eine formale Inkrementalisierungs-Methodologie.
- Ein 30-tägiges Standard-Reporting-Fenster und ein Zertifizierungsprogramm werden eingeführt; eine Übergangsfrist erlaubt V1- oder V2-Compliance bis Ende Juli 2026.
- Die mit Tesco Media entwickelten Flexi Ad Sizes Guidelines empfehlen vier flexible Seitenverhältnisse für statische Display-Ads zur Reduzierung der Formatfragmentierung.
- IAB Europe plant, die Standards im Jahr 2026 auf Travel- und Finance-Media-Networks auszudehnen.
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IAB Europe schlägt neue Standards für In-Store- und Travel-Media-Messung vor
IAB Europe, der europäische Verband für digitale Werbung, hat neue Vorschläge zur Messung von In-Store- und Travel-Media vorgelegt, die sich derzeit in der öffentlichen Konsultation befinden. Ziel der Initiative ist es, die Messmethoden über diese aufstrebenden Medienkanäle hinweg zu standardisieren und sie enger an etablierte Metriken der digitalen Werbung anzugleichen. Die Vorschläge sind Teil der umfassenderen Bemühungen von IAB Europe, Werbetreibenden und Publishern in ganz Europa konsistente und vergleichbare Messrahmen zur Verfügung zu stellen. Die Konsultationsphase gibt Branchenakteuren die Gelegenheit, vor der Verabschiedung der finalen Standards Feedback zu geben. Diese Entwicklung unterstreicht die wachsende Bedeutung von Retail Media, standortbasiertem Marketing sowie dem Reise-Sektor im gesamten Media-Mix. Stakeholder sind aufgerufen, die Entwürfe zu prüfen, um eine branchengerechte und effektive Kampagnenmessung sicherzustellen.
Google-Behördenurteil verschont Ad-Tech-Stack, setzt Trade Desk unter Druck
Ein US-Bundesrichter hat entschieden, dass Google seinen Ad-Exchange und Publisher-Ad-Server für mehr Wettbewerb öffnen muss, jedoch ohne die Zerschlagung des Ad-Tech-Stacks. Zu den Auflagen gehören die Anbindung von AdX und DFP an Prebid, gleiche Bedingungen für AdX-Gebote auf alternativen Servern, die Einschränkung von Selbstbevorzugung und die Weitergabe von Auktionsdaten. Für The Trade Desk, das sich als neutrale Alternative zu Google positioniert, schwächt dieses Ergebnis die zentrale Story: Ein faireres und transparenteres Auktionsverfahren mindert die Dringlichkeit für Publisher, Alternativen wie OpenPath zu suchen. Zudem hat die Entscheidung von Google, Cookies im Chrome zu behalten, die Verbreitung alternativer IDs wie UID2.0 bereits verlangsamt. Analysten sehen die Zukunft von The Trade Desk verstärkt in CTV und agentischer Werbung.
WPP Commerce-Lead: Impressions zählen ist Schaufensterbummel
Jason Wescott, global head of commerce solutions bei WPP Media, argumentiert, dass die Erfolgsmessung von Kampagnen allein über Impressionen so sei, als würde ein Ladenbesitzer die Laufkundschaft feiern, ohne zu wissen, ob jemand etwas gekauft hat. Er plädiert dafür, jede Kampagne an Geschäftsergebnisse wie Ladenbesuche, Abonnements oder Käufe zu koppeln. Wescott kritisiert die Fixierung der Branche auf „billige digitale Eyeballs“ und warnt davor, KI als Allheilmittel zu verkaufen, da ihre Effektivität von der Qualität der Daten abhänge. Er betont die Abkehr vom identitätsbasierten Tracking durch Datenschutzregulierung und Browseränderungen und hebt die Notwendigkeit von datenschutzkonformer Datenkollaboration und kontextuellen Daten hervor. Zudem rät er von Rabattaktionen ab, die langfristig die Markengesundheit schädigen. Wescott ist Juror im Medienbereich beim Drum Awards Festival.
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