Beobachtetes Signal · 11. Juli 2019 · Policy Update · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Negativ
Mensch versus Maschine: Signifikante Defizite bei betrieblicher Weiterbildung
Die Digitalisierung transformiert die Arbeitswelt grundlegend. Laut Weltwirtschaftsforum übernehmen Maschinen bereits einen signifikanten Anteil der Aufgaben, wobei dieses Potenzial bis 2025 auf die Hälfte der Arbeitsstunden steigen könnte. Dennoch offenbart sich ein gravierendes Defizit bei der Weiterbildung: Vor allem ältere Arbeitnehmer erhalten kaum Qualifizierungsmaßnahmen, was die Wettbewerbsfähigkeit gefährdet. Die Bundesvereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) fordert verstärkte Anstrengungen, während eine Accenture-Studie unter 100 deutschen Unternehmen zeigt, dass lediglich vier Prozent bereit sind, ihre Investitionen in Upskilling substanziell zu erhöhen. LinkedIn-Daten belegen zudem, dass weniger als die Hälfte der Industrieangestellten über ausreichende digitale Kompetenzen verfügt. Um diese Lücke zu schließen, hat die Politik eine interaktive Lernplattform im Rahmen der Nationalen Weiterbildungsstrategie gestartet. Der Wandel erfordert konsequentes Handeln von Arbeitgebern und Arbeitnehmern gleichermaßen und macht kontinuierliche Weiterbildung zu einem zentralen Erfolgsfaktor in der digitalisierten Wirtschaft.
Nationale Debatte über strukturelle Defizite beim Upskilling im Zuge der Digitalisierung, flankiert durch politische Initiativen wie die Nationale Weiterbildungsstrategie.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Das Weltwirtschaftsforum prognostiziert, dass der Anteil von Maschinen an den Arbeitsstunden bis 2025 auf 50 Prozent steigen könnte.
- Die Bundesvereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) fordert drastisch erhöhte Investitionen in die Weiterbildung.
- Eine Accenture-Studie unter 100 deutschen Unternehmen zeigt, dass nur 4 Prozent bereit sind, Weiterbildungsmaßnahmen signifikant auszubauen.
- LinkedIn-Daten belegen, dass weniger als die Hälfte der gelisteten Industrieangestellten über digitale Kompetenzen verfügt.
- Die Bundesregierung hat mit der Weiterbildungsstrategie eine interaktive Lernplattform zur Schließung der Qualifizierungslücke eingeführt.
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3 verknüpfte UnternehmenVerwandte Marktsignale & Trends
Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.
Workers Return to Training as AI Raises Job Risks
A t3n article reports growing interest in continuing education among workers in Germany and the US amid AI-driven changes to the labor market. Surveys cited (Eastern Washington University; FOM Hochschule) show a majority of adults see upskilling as a route to long-term job security, with sizable shares planning or considering further training. Labor consultancy Challenger, Gray & Christmas reports significant tech-sector job cuts and attributes a rising share of recent layoffs to AI. EY's Global Chief Innovation Officer Joe Depa frames adaptability and continuous learning as the "new job security." Common barriers to training include course fees, work obligations and caregiving, while many respondents say employer support would increase participation.
Céline Flores Willers: B2B-Marketer sollen wie B2C denken
Auf der DMEXCO 2026 argumentierte Céline Flores Willers, Gründerin von The People Branding Company, dass B2B-Marketing oft veraltet wirkt, weil Marketer Angst vor Innovation haben (FOMU). Sie zeigte kreative Taktiken wie den Einsatz des Roboter-Sidekicks 'Robi' und personalisierte T-Shirts, um Aufmerksamkeit und Branding zu steigern. Sie betonte LinkedIn als zentrale Plattform für B2B und verwies auf einen SAP-Taulia-Fall, bei dem Employee-Generated Content, beworben über Thought Leader Ads, eine 2,3-mal höhere Engagement-Rate und 70 Prozent höhere Klickraten bei kleinem Budget erzielte. Willers nannte auch Beispiele wie die Kampagne von Legora mit Jude Law und die 25-teilige Merger-Dokumentation von Merz Lifecare als erfolgreiche 'Building-in-Public'-Strategien. Sie schloss mit dem Appell an B2B-Marketer, kreativer zu sein und vom B2C-Marketing zu lernen.
LinkedIn: Leads nicht als Endziel im B2B-Marketing sehen
Beim B2Believe-Event von LinkedIn im neuen Space im Empire State Building forderten Führungskräfte und Praktiker eine Abkehr von leitorientiertem B2B-Marketing hin zu einem 'Full-Journey'-Ansatz, der Signale, Targeting, Creatives, die gesamte Customer Journey und Messung verbindet. Jae Oh, Senior Director of Product Management, zeigte, dass weniger als 10% der Upper-Funnel-Zielgruppen in Bottom-Funnel-Kampagnen gelangen, und forderte Marketer auf, Markenaufbau mit Demand Capture zu verbinden. Eine Studie des B2B Institute von LinkedIn mit eMarketer ergab, dass 77% der Marketer sagen, sie zielen nicht mehr auf Einzelpersonen, aber nur 31% haben einen Playbook für die Aktivierung von Zielgruppen im unteren Funnel. Praktiker von Canva, SAP, Mastercard und anderen zeigten, wie Marketing und Vertrieb gemeinsame Signale nutzen. LinkedIn skizzierte zudem eine Produkt-Roadmap mit Fokus auf Cost-per-Opportunity-Ziele, Multi-Format-Kampagnen, agentische Workflows und Inkrementalitäts-Prognosen.
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