Beobachtetes Signal · 29. Okt. 2026 · Research Publication · Quelle: Trending Topics (DACH/CEE Innovation & Tech) · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Positiv
Hongkong überholt Schweiz als globaler Wealth-Hub
Eine Studie von Anglo-Suisse Capital zeigt, dass Hongkong nun mehr grenzüberschreitendes Vermögen verwaltet als die Schweiz – 2,95 Billionen Dollar gegenüber 2,94 Billionen Dollar im Jahr 2025. Getrieben wird diese Verschiebung durch Kapitalzuflüsse aus Festlandchina und einen sich erholenden Aktienmarkt. Das Gesamtvermögen vermögender Privatpersonen erreichte mit 98,3 Billionen Dollar einen Rekord, während die Margen der Privatbanken von 76 auf 73 Basispunkte fielen. Die Kundentreue nimmt ab: Nur noch 19 Prozent der vermögenden Kunden nutzten 2025 nur ein einziges Vermögensverwaltungsunternehmen. Die Studie betont auch die wachsende Rolle von KI und Krypto im Private Banking, wobei die meisten Schweizer Banken darin noch wenig Nutzen sehen. Es wird eine Konsolidierung mit weniger, aber größeren Banken erwartet. Die Ergebnisse basieren auf einer Erhebung unter 270 Privatbanken in neun Buchungszentren.
Die Studie bietet Einblicke in globale Vermögensverschiebungen und Trends im Private Banking, steht aber nicht in direktem Zusammenhang mit Werbetechnologie, MarTech oder digitalen Medien. Die Auswirkungen auf die Ad-Tech-Branche sind bestenfalls indirekt.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Hongkongs grenzüberschreitendes Vermögen erreichte 2025 2,95 Billionen Dollar und übertraf damit die Schweiz mit 2,94 Billionen Dollar.
- Das weltweite Vermögen vermögender Privatpersonen erreichte 2025 mit 98,3 Billionen Dollar einen Rekord.
- Die Ertragsmarge europäischer Privatbanken fiel von 76 auf 73 Basispunkte.
- Nur 19 Prozent der vermögenden Kunden nutzten 2025 nur ein einziges Vermögensverwaltungsunternehmen, gegenüber 39 Prozent im Jahr 2019.
- Anglo-Suisse erwartet bis Ende 2027 weniger als 75 Schweizer Privatbanken, gegenüber 156 im Jahr 2010.
Verknüpfte Unternehmen
4 verknüpfte Unternehmen“Der Global Wealth Report 2026 von BCG wird für die Zahlen zum Wachstum der Offshore-Vermögen und Prognosen zitiert.”
“Julius Baer meldete einen Rekordgewinn von 673 Millionen Schweizer Franken im ersten Halbjahr 2026.”
“Das Fintech Revolut möchte Privatanlegern Zugang zu privaten Start-ups ermöglichen und damit in das Private-Banking-Segment eindringen.”
“Ripple erhielt kürzlich eine US-Lizenz für eine nationale Treuhandbank, was die Konvergenz von Krypto und Banken zeigt.”
Verwandte Marktsignale & Trends
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McKinsey: Global verwaltetes Vermögen erreicht 165 Billionen US-Dollar
Laut einer McKinsey-Studie erreichte das weltweit verwaltete Vermögen im ersten Halbjahr 2026 mit 165 Billionen US-Dollar einen neuen Höchststand, nachdem es Ende 2025 noch bei 151 Billionen US-Dollar gelegen hatte. Die Nettomittelzuflüsse entsprechen hochgerechnet einem organischen Wachstum von rund fünf Prozent, dem höchsten Wert innerhalb eines Jahrzehnts. Europäische ETFs verzeichneten starke Zuflüsse: Allein im ersten Halbjahr sammelten sie rund 255 Milliarden US-Dollar ein, fast so viel wie im gesamten Vorjahr. Allerdings nimmt die Marktkonzentration zu: In den USA vereinen die fünf größten Anbieter passiver ETFs 94 Prozent der Nettomittelzuflüsse auf sich, die zehn größten Private-Credit-Fonds gewinnen 72 Prozent des neuen Kapitals. Die Technologieausgaben der Vermögensverwalter stiegen 2025 um 13 Prozent auf 41 Milliarden US-Dollar, insbesondere für IT-Modernisierung und KI-Anwendungen. Diese Investitionen belasten zunächst die Margen, bevor sie Effizienzgewinne bringen. McKinsey betont, dass Wachstum nicht automatisch zu höherer Profitabilität führt.
Morgan Stanley: Chinesische Aktien erhalten starken AI-Schub
Morgan Stanley Analysten prognostizieren, dass die bevorstehende Aufnahme von zwei chinesischen AI-Unternehmen – Knowledge Atlas Technology (Betreiber von Zhipu AI) und MiniMax – in den Hang Seng Tech Index am 8. Juni erhebliche passive Zuflüsse in Höhe von geschätzten 10,9 bis 15,3 Milliarden HKD (ca. 1,25 bis 1,75 Milliarden US-Dollar) auslösen wird. Die Bank hob die Kursziele für beide Titel an und erklärte, dass führende chinesische AI-Modellunternehmen im Jahr 2026 jeweils einen Umsatz von mindestens 1 Milliarde US-Dollar erzielen und diesen im Folgejahr mehr als verdoppeln könnten. Zudem wies Morgan Stanley auf steigende Kosten für den Zugriff auf chinesische AI-Modelle hin (auf rund 17 % der US-Modellpreise im Vergleich zu rund 5 % im Vorjahr) und argumentierte, dass AI angesichts starker regulatorischer und IPO-Aktivitäten im Tech-Sektor zu einem nachhaltigen, liquiditätstreibenden Faktor für die Aktienmärkte in Hongkong wird.
Zhang Yiming dank KI-Boom wieder reichster Mann Chinas
Der Hurun-Report 2026 zeigt bei den reichsten Chinesen ein zweigeteiltes Bild: Unternehmer aus KI, Halbleitern und Robotik legten kräftig zu, während Vermögen in Konsumgüter, Immobilien und traditioneller Fertigung schrumpften. TikTok-Gründer Zhang Yiming eroberte mit geschätzten 99,7 Milliarden US-Dollar (plus 43 Prozent) den Spitzenplatz zurück. Neu in den Top Ten: Liang Wenfeng, Gründer des KI-Unternehmens DeepSeek, mit 41,7 Milliarden US-Dollar (Platz 7) und Wang Xingxing, Gründer des Roboterherstellers Unitree, mit 10,3 Milliarden US-Dollar. Chen Tianshi vom KI-Chipentwickler Cambricon erreichte Platz 10 mit 30,5 Milliarden US-Dollar. Die vom Forschungsinstitut Hurun in Shanghai seit 1999 veröffentlichte Liste umfasst 1.529 Personen mit einem Vermögen von über 5 Milliarden Yuan.
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