Beobachtetes Signal · 14. Okt. 2026 · Interview · Quelle: PocketGamer.biz · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Positiv
Wooga-Designer über UX, Spielerforschung und KI bei June's Journey
Holger Wurst, Leiter der UI/UX-Abteilung für Woogas June's Journey, teilt Einblicke vor der PGC Nordics. Er betont die Bedeutung des Dialogs mit Spielern und verweist auf eine ältere Spielerin, die die Spielökonomie besser verstand als die Designer. Er diskutiert IP-Kooperationen mit Wicked und Agatha Christie und merkt an, dass Spieler darauf bestanden, dass June im Mittelpunkt bleibt. Er warnt davor, das 'Mapping' zu brechen—das Umbenennen oder Verschieben von Elementen verwirrt Spieler. Er plädiert für zuverlässige, konsistente UI statt Neuheit und vergleicht Redesigns mit Betriebssystem-Updates. Zu KI berichtet Wurst, dass Prototypen mit KI-Tools etwa 70% schneller entstehen, aber er lehnt synthetische Spieler ab, da sie menschliche Empathie im Design entfernen. Er rät Designern, Gamer zu bleiben und kontinuierlich zu lernen.
Bietet Einblicke in Spiel-UX und KI-Nutzung im Game Design, relevant für Mobile Gaming und Ad-Monetarisierung.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Holger Wurst trat 2015 Wooga bei und leitet UI/UX für June's Journey.
- June's Journey überschritt 2023 die 1-Milliarde-Dollar-Umsatzmarke und ist seit fast einem Jahrzehnt live.
- Wooga kooperierte mit Universal's Wicked und Agatha Christies Hercule Poirot für In-Game-Events.
- KI-Tools beschleunigen die Prototypenerstellung um etwa 70%.
- Wurst bezeichnet synthetische Spieler als 'gefährlich' und ersetzt keine Nutzerforschung.
Ontologie & Marktkonzepte
Verwandte Marktsignale & Trends
Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.
Wooga-Leitdesigner Holger Wurst spricht auf PGC Nordics
Holger Wurst, Lead UX Designer bei Wooga, wird als Speaker auf der Pocket Gamer Connects (PGC) Nordics auftreten, die vom 20. bis 21. Oktober in Helsinki stattfindet. Wurst, der seit über einem Jahrzehnt für das Studio tätig ist und maßgeblich an dem Flaggschiff-Titel ‚June's Journey‘ mitgewirkt hat, nimmt an einem Panel des ‚Practical AI‘-Tracks mit dem Titel ‚How AI Agents Are Reshaping The Way We Make Games‘ teil. Die Diskussionsrunde beleuchtet die Integration von KI-Agenten in Entwicklungspipelines – von der Prototypenentwicklung bis zur Update-Optimierung – und adressiert dabei Herausforderungen wie Zuverlässigkeit, kreative Kontrolle, Urheberrechtsfragen und Team-Workflows. Bereits auf der PGC Helsinki 2025 hielt Wurst einen Vortrag über den Umgang mit Legacy-UX-Strukturen.
Zyngas Javi Digiorgio über die Produktivität von Kreativteams
Javi Digiorgio, Associate Creative Director bei Zynga, sprach auf der Pocket Gamer Connects Barcelona über die Leistungsfähigkeit von Kreativteams bei hohem UA-Volumen und starkem Branchenwettbewerb. Sein Ansatz basiert auf dem Prinzip „etwas Altes, etwas Neues, etwas Geliehenes“: bestehende Talente weiterbilden, neue Chancen kritisch filtern und von Branchenkollegen lernen. Digiorgio betont, dass Daten und nicht persönlicher Geschmack die kreative Richtung bestimmen sollten. Er hob die wachsende Bedeutung von Playable Ads sowie hoher Iterationsraten hervor. Zudem beschrieb er, wie der frhe Einsatz von AI durch Early Adopter Ängste abbaut und zu teamgetriebenen Innovationen wie einem Gemini-basierten Social-Scouting-Tool führt.
Wie KI das Produktdesign transformiert und strategische UX reaktiviert
Laut Alessandro Molinaro automatisiert KI zunehmend UI- und Prototyping-Aufgaben. Dies eröffnet Designern die Chance, sich wieder auf systemische Service-Architekturen und echte Nutzerempathie zu fokussieren. Molinaro warnt vor einer übermäßigen Abhängigkeit von rein synthetischen Nutzern und schlägt stattdessen einen „Design Twin“ vor: ein dynamisches, auf kontinuierlicher qualitativer Forschung basierendes Modell. Zu den zentralen Risiken zählen „Static Decay“ – das Veralten synthetischer Daten gegenüber dem echten Nutzerverhalten – sowie „Infinite Feedback Loops“, in denen KI-Systeme sich gegenseitig validieren. Um dem entgegenzuwirken, empfiehlt der Autor Continuous Discovery und parallele Research-Streams. Direkte menschliche Forschung bleibt essenziell, um synthetische Modelle valide zu halten, während KI-gestütztes Rapid Prototyping die Testzyklen beschleunigt. Als Praxisbeispiele dienen Italiens CIE-Identifikationsprozess sowie das Redesign pädiatrischer MRTs von Philips.
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