Beobachtetes Signal · 2. Juni 2026 · Report Publication · Quelle: t3n · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Neutral
Greenpeace fordert von Cloud-Anbietern mehr ethische Verantwortung bei Kundenbeziehungen
Greenpeace hat den Bericht „Amazon’s Toxic Web Services“ veröffentlicht, der die Kundenbeziehungen von Amazon Web Services (AWS) analysiert und Cloud-Infrastruktur-Anbieter zu mehr Ethik auffordert. Die Organisation fordert AWS und andere Provider auf, die Bereitstellung von Services für Unternehmen einzustellen, die von NGOs als kontrovers oder umweltschädlich eingestuft werden. Unter Verwendung von Ausschlusslisten des norwegischen Staatsfonds (Norges), Urgewald und PAX untersuchte Greenpeace 263 Kunden und identifizierte mindestens 70 von Norges gelistete Firmen sowie Verbindungen zu über 100 als problematisch eingestuften Unternehmen. Als Beispiele werden Kunden wie Jabil, Palantir und Anduril genannt. Mauricio Vargas, Finanz- und Wirtschaftsexperte bei Greenpeace, betont, dass Cloud-Provider die Verantwortung für die Ermöglichung umstrittener Geschäftspraktiken tragen und ein grundlegender Mind-Shift erforderlich ist.
Der Bericht lenkt den Fokus auf ESG-, Reputations- und Vendor-Risiken bei Hyperscalern wie AWS, was langfristig Beschaffungsprozesse und die Corporate Governance von Unternehmen in der Technologie- und Werbebranche beeinflussen kann.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Greenpeace veröffentlichte den Report „Amazon’s Toxic Web Services“ zur Analyse von AWS-Kundenbeziehungen.
- Abgleich von AWS-Kunden mit Ausschlusslisten von Norges, Urgewald und PAX.
- Von 263 bewerteten Firmen stehen mindestens 70 auf der Norges-Liste und über 100 wurden von Urgewald oder PAX als kontrovers eingestuft.
- Im Bericht werden AWS-Kunden wie Jabil, Palantir und Anduril namentlich genannt.
- Greenpeace fordert Cloud-Infrastruktur-Anbieter auf, Dienstleistungen für als hochriskant klassifizierte Unternehmen zu beenden.
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Greenpeace nimmt Big Tech wegen umstrittener Cloud-Kunden ins Visier
Greenpeace hat einen Bericht mit dem Titel „Amazon’s Toxic Web Services“ veröffentlicht, der die Kundenbeziehungen von Amazon Web Services (AWS) analysiert. Unter Verwendung von Ausschlusslisten des norwegischen Staatsfonds (Norges), von Urgewald und der NGO PAX hat Greenpeace AWS-Kunden mit Listen umstrittener Unternehmen abgeglichen und Überschneidungen identifiziert. Der Bericht zeigt, dass von 263 untersuchten Unternehmen mindestens 70 auf der Norges-Ausschlussliste stehen und Geschäftsbeziehungen zu mindestens 100 Firmen bestehen, die von Urgewald und PAX als umstritten oder von hohem Risiko eingestuft wurden. Greenpeace fordert AWS und andere Cloud-Infrastrukturanbieter auf, die Dienstleistungen für diese Unternehmen einzustellen. Mauricio Vargas, Finanz- und Wirtschaftsexperte bei Greenpeace, erläutert in diesem Zusammenhang die Argumentation der Organisation zur Plattformverantwortung.
Amazon untersucht Ingenieure wegen Kritik an KI-Rechenzentren
Amazon führt interne Untersuchungen gegen drei Ingenieure durch, die bei Anhörungen des Stadtrats von Seattle ein einjähriges Moratorium für neue, groß angelegte KI-Rechenzentren unterstützt hatten. Die Mitarbeiter, die der Initiative Amazon Employees for Climate Justice angehören, kritisierten die rasante Expansion von KI-Infrastruktur und forderten strengere Regulierungen. Seattle verabschiedete das Moratorium am 9. Juni einstimmig. Die Arbeitnehmer reichten daraufhin Beschwerde beim Amt für Bürgerrechte in Seattle ein und gaben an, die darauffolgenden HR-Gespräche hätten sich wie disziplinarische Ermittlungen angefühlt, die bis zur Entschädigung führen könnten. Amazon-Sprecherin Margaret Callahan erklärte, das Unternehmen prüfe, ob die Angestellten als Unternehmensvertreter aufgetreten seien, betonte jedoch gleichzeitig, dass Amazon das Recht der Mitarbeiter auf freie Meinungsäußerung respektiere.
AWS-CEO verteidigt parallele Milliardeninvestitionen in Anthropic und OpenAI
AWS-CEO Matt Garman hat die massiven Investitionen von Amazon in konkurrierende KI-Modellschmieden — eine Beteiligung von bis zu 50 Milliarden US-Dollar an OpenAI nach rund 8 Milliarden US-Dollar bei Anthropic — als handhabbaren Interessenskonflikt bezeichnet. Auf der HumanX-Konferenz in San Francisco erklärte er, AWS sei es gewohnt, partnerschaftlich mit Technologieanbietern zu agieren und gleichzeitig zu konkurrieren, wobei man sich unfairer Wettbewerbsvorteile enthalte. Die Investition in OpenAI diente unter anderem dazu, Kunden den Zugriff auf Modelle zu sichern, die zuvor vor allem über Microsofts Cloud verfügbar waren. Zudem skizzierte Garman eine Zukunft, in der Cloud-Plattformen Modell-Routing-Dienste bereitstellen, damit Unternehmen ihre Aufgaben an das jeweils beste oder kosteneffizienteste KI-Modell übergeben können.
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