Beobachtetes Signal · 29. Juli 2026 · Technical Release · Quelle: https://martech.org/feed/ · Relevanz: 4/5 · Sentiment: Positiv
Google testet Browser-E-Mail-Verifizierung zur Vereinfachung von Registrierungen
Google testet im Chrome-Browser ein neues Email Verification Protocol (EVP), das es dem Browser ermöglicht, die Kontrolle über eine E-Mail-Adresse kryptografisch zu verifizieren, ohne Einmalpasswörter oder Magic Links zu versenden. Das über ein Chrome Origin Trial verfügbare Protokoll übermittelt kryptografische Nachweise direkt vom E-Mail-Anbieter an Websites. Dadurch bleibt der Verifizierungsprozess im Browser, während bei nicht kompatiblen Anbietern auf traditionelle Methoden zurückgegriffen wird. Angesichts von Chromes Marktanteil und Googles starker Position im E-Mail-Bereich könnte diese Unterstützung die Akzeptanz massiv beschleunigen. Marketer könnten von höheren Registrierungsraten und einer verbesserten Qualität von First-Party-Data profitieren. EVP ist Teil eines größeren Branchentrends hin zu browsergestütztem Identity Management, zu dem auch Passkeys und Federated Credential Management (FedCM) gehören.
Ein technisches Release von Google, das die E-Mail-Verifizierung und das browsergestützte Identity Management verändern sowie Registrierungs-Conversions und First-Party-Data-Strategien für Marketer beeinflussen kann.
Marktsignale zu Google in Echtzeit verfolgen
Polaris7 erfasst behördliche Registrierungen, Primärquellen, Führungswechsel und Deal-Aktivitäten rund um die Uhr. Erstellen Sie Ihren kostenlosen Explorer-Workspace, um automatisierte Executive Briefings zu erhalten.
Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Google testet ein Email Verification Protocol (EVP) in Chrome im Rahmen des Origin Trial Programms.
- EVP ermöglicht Chrome die Verifizierung der E-Mail-Inhaberschaft mittels kryptografischer Nachweise vom E-Mail-Anbieter ohne OTPs oder Magic Links.
- Unterstützt ein E-Mail-Anbieter EVP nicht, greifen Websites auf bestehende Verifizierungsmethoden zurück.
- EVP zielt darauf ab, Registrierungshürden abzubauen und die Qualität von First-Party-Kundendaten zu verbessern.
Verknüpfte Unternehmen
2 verknüpfte Unternehmen“Google is testing a new Chrome feature that could remove one of the biggest sources of friction in customer acquisition: email verification....”
“MarTech is owned by Semrush Inc.; the page’s content was written by either an employee or a paid contractor of Semrush Inc....”
Ontologie & Marktkonzepte
Verwandte Marktsignale & Trends
Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.
Chrome modernisiert Web-Authentifizierung mit Passkeys und EVP
Auf der Google I/O 2026 hat das Chrome-Team Leitlinien und Plattform-Updates zur Modernisierung der Web-Authentifizierung vorgestellt, mit Fokus auf Passkeys, federated Sign-up und browsergestützte verifizierte Attribute. Zu den wichtigsten technischen Features gehören die FedCM API für Identity Federation, das experimentelle Email Verification Protocol (EVP) für nahtlose verifizierte E-Mail-Claims, die Digital Credentials API zur selektiven Offenlegung aus Wallets sowie der Immediate UI Mode (ab Chrome 149) und Passkey-Autofill für reibungslose Registrierungen. Ergänzend binden Device Bound Session Credentials (DBSC) Sitzungen an die Hardware, um Session Hijacking zu verhindern. Der Beitrag erläutert zudem Muster wie 'federate-then-upgrade', geräteübergreifende Credential-Sharing-Verfahren und Wiederherstellungsstrategien. Fallstudien von pixiv und adidas belegen verbesserte Login-Raten und eine höhere Passkey-Adoption.
Google erlaubt verifizierten politischen E-Mails das Umgehen von Spam-Filtern
Google startet am 8. September ein Gmail Verified Sender Program, mit dem qualifizierte politische Organisationen ihre richtlinienkonformen Massen-E-Mails zunächst an den standardmäßigen Spam-Filtern von Gmail vorbeileiten können. Berechtigte Teilnehmer wie Kandidaten, Parteien, PACs und andere bei Wahlbehörden registrierte politische Einheiten müssen ihre Identität verifizieren und Hintergrundprüfungen via Campaign Verify durchlaufen. Pro Kampagnen-Domain darf dabei nur eine E-Mail-Adresse verifiziert werden. Teilnehmer müssen eine Spam-Beschwerderate von unter 0,3 Prozent über einen Zeitraum von 14 Tagen einhalten, andernfalls drohen Richtlinienverstöße. Ungeachtet der bevorzugten Erstbehandlung behalten Gmail-Nutzer die Kontrolle, um Nachrichten als Spam zu markieren, Absender zu blockieren oder sich abzumelden. Diese Änderung verknüpft eine bevorzugte Postfach-Zustellung mit verifizierten Absenderidentitäten, während das Feedback der Empfänger als Verhaltenskontrolle dient.
Chrome 148 integriert Immediate UI Mode für optimierte Passkey-Anmeldung
Chrome 148 führt den sogenannten Immediate UI Mode ein, eine neue WebAuthn-Funktion, die den Anmeldeprozess durch einen proaktiven Login-Dialog für gespeicherte Passkeys und verwaltete Passwörter deutlich vereinfacht. Websites können dadurch ein Inline-Prompt direkt über Buttons wie 'Anmelden' oder 'Checkout' aufrufen, um Zugangsdaten ohne Umwege über separate Login-Seiten oder Formulare abzufragen. Sollten keine Credentials verfügbar sein, lehnt die API die Anfrage im Hintergrund ab, sodass Plattformen nahtlos auf bestehende Authentifizierungsmethoden ausweichen können. Das Feature ersetzt das bisherige Origin-Trial-Verhalten: Entwickler müssen nun uiMode: 'immediate' in navigator.credentials.get() definieren; die bisherige Spezifikation mediation: 'immediate' reicht nicht mehr aus. Diese technische Änderung beeinflusst maßgeblich die UX bei der Authentifizierung, die breitere Passkey-Adoption und die Art und Weise, wie Websites First-Party-Identitätssignale erfassen.
Marktsignale & Strategische Shifts in Echtzeit verfolgen
Erstellen Sie benutzerdefinierte Watchlists, um automatisierte, evidenzbasierte Executive Briefings zu erhalten, sobald wesentliche Signale oder Marktverschiebungen auftreten.
