Beobachtetes Signal · 11. Juni 2021 · Regulation · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Neutral
Bundestag beschließt strengere Regeln für Influencer und Plattform-Transparenz
Der Deutsche Bundestag hat zwei neue Gesetze zur Stärkung des Verbraucherschutzes im Wettbewerbs- und Handelsrecht gebilligt, die im Juni 2021 beschlossen wurden. Die Vorschriften verschärfen die Offenlegungspflichten auf Online-Marktplätzen wie Amazon, Idealo, Airbnb und eBay und fordern mehr Transparenz bei Produkt-Rankings, bevorzugten Diensten und digitalem Content. Plattformen müssen zudem die Hauptparameter ihrer Algorithmen samt relativer Gewichtung offenlegen und Provisionsdaten veröffentlichen. Ziel ist es, grenzüberschreitende Verstöße besser zu ahnden, den Rechtsschutz für Verbraucher zu verbessern und die Transparenz im E-Commerce zu erhöhen. Die Regelungen zum Influencer-Marketing verpflichten Creator und Blogger dazu, bezahlte Kooperationen als Werbung zu kennzeichnen, wobei der Hashtag #Werbung bei fehlender kommerzieller Beziehung entfallen kann. Bei Verstößen drohen empfindliche Strafen. Insgesamt signalisieren die Reformen eine stärkere Regulierung von Plattformaktivitäten und bezahlten Partnerschaften im digitalen Markt.
Regulatorische Änderungen betreffen das Influencer-Marketing sowie die Plattformtransparenz und haben moderate Auswirkungen auf das AdTech-Ökosystem.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Der Bundestag hat zwei neue Gesetze zur Stärkung des Verbraucherschutzes im Wettbewerbs- und Handelsrecht gebilligt (Inkrafttreten am 11. Juni 2021).
- Online-Marktplätze wie Amazon, Idealo, Airbnb und eBay stehen vor verschärften Offenlegungspflichten bezüglich Produkt-Rankings, bevorzugter Dienste und digitaler Inhalte.
- Plattformen müssen über die Hauptparameter von Algorithmen und deren relative Gewichtung informieren; Provisionen sind öffentlich auszuweisen.
- Die Änderungen zielen darauf ab, grenzüberschreitende Verstöße besser zu bekämpfen sowie den Verbraucherschutz und die Transparenz im Online-Handel zu verbessern.
- Influencer und Blogger müssen bezahlte Kooperationen als Werbung kennzeichnen; bei fehlender kommerzieller Beziehung ist der Hashtag #Werbung eventuell nicht erforderlich.
- Bei Verstößen gegen die neuen Vorschriften drohen potenziell empfindliche Strafen.
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Gerichtsurteil verpflichtet Amazon zu mehr Transparenz bei Produktempfehlungen
Ein deutsches Gericht hat entschieden, dass Amazon die Transparenz seiner Produktempfehlungen signifikant erhöhen muss. Das Urteil stützt sich auf den Digital Services Act (DSA) der Europäischen Union, der Online-Plattformen dazu verpflichtet, den Einsatz von algorithmischen Ranking- und Empfehlungssystemen offenzulegen und für Nutzer verständlich zu kennzeichnen. Diese richterliche Entscheidung stellt einen wegweisenden Schritt bei der Durchsetzung der DSA-Transparenzpflichten für Very Large Online Platforms (VLOPs) dar. Amazon wird seine bestehenden Praktiken und Benutzeroberflächen anpassen müssen, um den rechtlichen Vorgaben für algorithmische Empfehlungslogiken im E-Commerce-Umfeld vollumfänglich zu entsprechen. Das Verfahren verdeutlicht die zunehmende regulatorische Kontrolle über Plattform-Algorithmen im europäischen Binnenmarkt.
Ehemaliger Straftäter gründet KI-Jobplattform für Ex-Häftlinge
Richard Bronson, ehemaliger Partner bei Stratton Oakmont, der wegen Wertpapierbetrugs im Gefängnis saß, hat Commissary Club gegründet, eine beschäftigungsorientierte Social-Media-Plattform für Ex-Häftlinge. Die Plattform nutzt KI, um Nutzern bei der Suche nach Arbeit und Wohnraum, dem Zugang zu Sozialleistungen und dem Aufbau einer Gemeinschaft zu helfen. Bronsons Erfahrung, nach der Entlassung für Arbeitgeber 'radioaktiv' zu sein, inspirierte das Unternehmen. Die Website bietet zunächst kostenlose Bewerbungen an und verlangt danach eine Gebühr. Commissary Club wurde für die Startup Battlefield 200 von TechCrunch beim Disrupt 2026 ausgewählt. Das Startup besteht aus zwei Personen, mit Co-Gründer Roman Kissin, ehemaliger CTO von LexisNexis.
US sperrt Microsoft, Adobe und IT-Giganten von Green-Card-Programm aus
Die Trump-Administration hat Microsoft, Adobe und sechs weitere große Technologieunternehmen von einem US-Programm ausgesetzt, das qualifizierten ausländischen Arbeitskräften die dauerhafte Aufenthaltserlaubnis (Green Card) erleichtert, und wirft den Unternehmen Betrug vor. Vizepräsident JD Vance kündigte die Sperre an, die auch Capgemini, Cognizant, HCL, Infosys, Tata und Wipro betrifft. Das Arbeitsministerium wird keine neuen oder laufenden Anträge auf dauerhafte Arbeitszertifizierung dieser Unternehmen mehr annehmen. Die Unternehmen gehören zu den größten Nutzern von H-1B-Visa, die für hochqualifizierte Positionen gedacht sind, die von US-Arbeitern möglicherweise nicht besetzt werden können. Microsoft reagierte mit der Aussage, dass die meisten seiner US-Mitarbeiter Amerikaner seien und seine H-1B-Anträge größtenteils für bestehende Mitarbeiter und nicht für Neueinstellungen gelten. Die Regierung will außerdem neun Universitäten, darunter Harvard, Yale und Stanford, wegen mutmaßlichen Missbrauchs von Studentenvisumprogrammen untersuchen.
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