Beobachtetes Signal · 1. Juni 2026 · Deprecation · Quelle: t3n · Relevanz: 4/5 · Sentiment: Neutral
Deutsche Mobilfunker planen Abschaltung des 2G-Netzes im Jahr 2028
O2 Telefónica hat in München angekündigt, das klassische 2G-Mobilfunknetz (GSM) in Deutschland in der zweiten Jahreshälfte 2028 abzuschalten. Auch Vodafone und die Deutsche Telekom haben entsprechende Pläne für 2028 bestätigt, wobei Vodafone Teile des 2G-Spektrums für bestimmte industrielle IoT-Anwendungen bis 2030 bereithalten will. Durch die Freigabe der Frequenzen soll die Netzkapazität für datenintensive 4G- und 5G-Anwendungen wie Streaming und mobiles Arbeiten gesteigert werden. Nach der bereits 2021 erfolgten 3G-Abschaltung zeigen Daten der Bundesnetzagentur eine nahezu flächendeckende Versorgung bei 2G (99,78 Prozent durch mindestens einen Betreiber), 4G (97,79 Prozent) und 5G (95,29 Prozent). Verbraucher mit älteren Endgeräten sowie Unternehmen mit entsprechenden IoT-Geräten müssen rechtzeitig auf moderne Technologien migrieren, um Ausfälle zu vermeiden.
Die Abschaltung eines fundamentalen Mobilfunkstandards durch die großen Netzbetreiber schafft dringend benötigte Kapazitäten für LTE und 5G, erfordert jedoch eine zeitnahe Migration von IoT-Geräten und Legacy-Endgeräten.
Marktsignale zu Vodafone in Echtzeit verfolgen
Polaris7 erfasst behördliche Registrierungen, Primärquellen, Führungswechsel und Deal-Aktivitäten rund um die Uhr. Erstellen Sie Ihren kostenlosen Explorer-Workspace, um automatisierte Executive Briefings zu erhalten.
Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- O2 Telefónica hat die Abschaltung des 2G-Netzes in Deutschland für die zweite Jahreshälfte 2028 angekündigt.
- Vodafone und die Deutsche Telekom planen ebenfalls das Ende von 2G im Jahr 2028; Vodafone hält Teile des Spektrums für industrielles IoT bis 2030 vor.
- Daten der Bundesnetzagentur zur Abdeckung: 2G erreicht 99,78 Prozent, 4G liegt bei 97,79 Prozent und 5G bei 95,29 Prozent der Landesfläche.
- Nach der 3G-Abschaltung (2021) soll die Rücknahme des 2G-Spektrums die LTE- und 5G-Kapazitäten für moderne Netze erhöhen.
- Mobilfunker fordern Unternehmen und Nutzer veralteter Geräte sowie IoT-Sensoren zur rechtzeitigen Migration auf, um Nutzungsausfälle zu verhindern.
Verknüpfte Unternehmen
3 verknüpfte UnternehmenVerwandte Marktsignale & Trends
Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.
Deutsche Mobilfunkanbieter stellen MMS-Dienst zum 30. Juni 2026 ein
Deutsche Mobilfunknetzbetreiber werden den Multimedia Messaging Service (MMS) am 30. Juni 2026 endgültig abschalten. Während Vodafone den Dienst bereits im Januar 2023 beendete, folgen Telekom, O2 und 1&1 zum Stichtag Mitte 2026. Als Gründe nennen die Betreiber drastisch sinkende Nutzungszahlen, hohe Betriebskosten sowie die Verdrängung durch internetbasierte Messenger und moderne Standards. Als Nachfolger für native Netzwerknachrichten mit Bildern, Videos und Gruppenchats über Datentarife positioniert sich Rich Communication Services (RCS), dessen Universal Profile 4.0 von der GSMA im März 2026 finalisiert wurde. Der Artikel verweist auf langfristige Einbrüche bei SMS und MMS – das SMS-Volumen in Deutschland fiel von knapp 60 Milliarden im Jahr 2012 auf rund 2,9 Milliarden im Vorjahr. Nutzer werden aufgefordert, wichtige Altdaten rechtzeitig zu sichern.
O2 Telefónica plant Streichung von über 1.000 Stellen in Deutschland
Die deutsche Tochter von O2 Telefónica plant im Rahmen einer umfassenden Transformation den Abbau von mehr als 1.000 Arbeitsplätzen, um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Damit entfällt etwa jede sechste bis siebte Position des im Januar verzeichneten Personalbestands von 6.820 Mitarbeitern. Auslöser sind unter anderem der Verlust des Großkunden 1&1, der sein Netzgeschäft 2024 zu Vodafone verlagert und rund zwölf Millionen Kunden bis Ende 2025 migriert hat. Für das Geschäftsjahr 2025 meldete O2 schwache Zahlen: Der Umsatz sank um 3,8 Prozent auf 8,2 Milliarden Euro, das bereinigte EBITDA ging um 8,8 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro zurück. Laut Bundesnetzagentur lag die Flächenabdeckung von O2 im Dezember bei 88,6 Prozent (4G) beziehungsweise 76,2 Prozent (5G). Flankiert wird die Restrukturierung durch personelle Veränderungen im Management und weitere Kostensenkungsmaßnahmen.
MMS-Dienst wird in Deutschland zum 30. Juni vollständig eingestellt
Die deutschen Mobilfunknetzbetreiber schalten den MMS-Dienst zum 30. Juni 2026 endgültig ab. Während Vodafone diesen Schritt bereits im Januar 2023 vollzog, folgen nun Telekom, O2 und 1&1. Die in den frühen 2000er-Jahren für den Multimediaversand eingeführte Technologie erlangte nie eine breite Massenakzeptanz und verlor durch den Aufstieg von Smartphones und Internet-Messengern massiv an Bedeutung. Vodafone-Daten verzeichnen einen historischen Höchststand im Dezember 2012 mit 13 Millionen MMS im Vergleich zu 1,5 Milliarden SMS. Die gesamten SMS-Volumina in Deutschland sanken von rund 60 Milliarden im Jahr 2012 auf 2,9 Milliarden im zuletzt gemeldeten Jahr. Als moderner Nachfolger für reichhaltigere Carrier-Messaging-Dienste wird Rich Communication Services (RCS) positioniert, dessen Universal Profile 4.0 im März 2026 von der GSMA finalisiert wurde.
Marktsignale & Strategische Shifts in Echtzeit verfolgen
Erstellen Sie benutzerdefinierte Watchlists, um automatisierte, evidenzbasierte Executive Briefings zu erhalten, sobald wesentliche Signale oder Marktverschiebungen auftreten.
