Beobachtetes Signal · 20. Sept. 2024 · Regulation · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Negativ
FTC kritisiert scharf Datenerfassungs- und Datenschutzpraktiken großer Plattformen
Die US-Wettbewerbsbehörde FTC hat einen Bericht veröffentlicht, der die Daten- und Datenschutzpraktiken großer Social-Media- und Streaming-Plattformen wie Meta, ByteDance, Amazon, YouTube, X, Snap, Discord, Reddit und WhatsApp scharf kritisiert. Dem Dokument zufolge betreiben diese Unternehmen umfassende Überwachung, aggregieren Daten über Werbe-Tracking-Technologien, Advertiser, Datenbroker, Datenanalysen sowie KI und speichern sie selbst nach Löschungsanträgen langfristig. Zudem werden unzureichende Schutzmaßnahmen für Kinder und Jugendliche sowie die Erfassung von Daten von Nicht-Nutzern moniert. FTC-Chair Lina M. Khan betonte die realen Schäden in einer Zeit, in der Gesetzgeber neue Regulierungen erwägen. Als teilweise Reaktion wurde unter anderem Instagrams Einführung von Teenie-Accounts genannt. Die FTC empfiehlt, Datenspeicherung und -weitergabe zu begrenzen, Targeted Advertising einzuschränken und den Jugendschutz zu stärken, wobei die Durchsetzbarkeit und die potenziellen Auswirkungen auf die Werbeumsätze ungewiss bleiben.
Regulatorischer Bericht, der grundlegende Datenschutzbedenken und Risiken bei großen AdTech- und MarTech-Plattformen aufdeckt.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Die FTC kritisierte in einem Bericht die Datenerfassung und Datenschutzpraktiken von Meta, ByteDance, Amazon, YouTube, X, Snap, Discord, Reddit und WhatsApp.
- Laut Bericht werden Daten über Werbe-Tracking, Datenbroker, Advertiser, Datenanalysen und KI gesammelt und auch nach Löschungsanträgen langfristig gespeichert.
- Es wurden auch Daten von Nicht-Nutzern erfasst und die Schutzvorkehrungen als unzureichend eingestuft.
- Instagram kündigte die Einführung spezieller Teenie-Accounts als potenzielle Maßnahme zur Behebung von Jugendschutzbedenken an.
- Die FTC fordert striktere Grenzen bei Datenspeicherung und -weitergabe, Einschränkungen beim Targeted Advertising sowie einen besseren Jugendschutz.
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AWNY & Jupiter Fest: Agentic Ads und Open Web im Fokus
Die Advertising Week New York und das erste Jupiter Festival Miami zeigten die Branchenentwicklung hin zu agentischer Werbung und die Besorgnis über die Zukunft des Open Web. Zu den wichtigsten Ankündigungen gehörten Tiktoks Off-Platform-Werbeexpansion und ein neuer KI-Einkaufsagent, Metas Test eines KI-Kampagnenassistenten und die Einführung visueller Anzeigen durch OpenAI. Die Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount im Wert von 110 Milliarden Dollar wurde abgeschlossen und bildet nun Skydance. Zentrale Themen waren die Bedrohung des Publisher-Traffics durch KI, der Aufstieg von KI-Sichtbarkeitstools, das frühe Stadium des agentischen Medienkaufens, ungelöste Cross-Platform-Messung und der boomende Sport- und Retail-Media-Sektor. Zu den Deals gehörten PubXs Übernahme von Compliant und eine 5-Millionen-Dollar-Series-A sowie OpenAIs gemeldete 30-Milliarden-Dollar-Runde mit BlackRock und Investoren aus den VAE.
ICANN erhält 1.615 Anträge für neue Top-Level-Domains
Die Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) hat erstmals seit 2012 wieder Anträge für neue generische Top-Level-Domains (gTLDs) angenommen. Insgesamt wurden 1.615 Anträge von 481 Antragstellern eingereicht, mit einem starken Fokus auf KI-bezogene Domains. Zehn Unternehmen, darunter Meta und OpenAI, bewarben sich um .agent, sieben um .agi und sechs um .asi. Meta reichte 21 Anträge ein, darunter .instagram und .threads, während OpenAI 15 Anträge stellte, darunter .chatgpt und .codex. Auch deutsche Unternehmen wie Adidas, Biontech und Allianz bewarben sich um markenbezogene Domains. Die Antragsgebühr kann bis zu 227.000 US-Dollar pro Domain betragen. Der Artikel hebt auch den finanziellen Erfolg von Ländercode-Domains wie .ai hervor, die Anguilla bis November 2025 rund 59 Millionen Euro einbrachte.
Alexa-Plus-Bug: Lautsprecher singen minutenlang
Mehrere Nutzer berichten, dass Amazons KI-Sprachassistent Alexa Plus spontan beginnt, die Silbe 'la' minutenlang zu wiederholen, was an unheimlichen Gesang erinnert. Das Problem tritt während oder nach Gesprächen auf; einige Nutzer haben Videos davon aufgenommen. Ein Nutzer behauptet, Alexa habe das Singen abgestritten und die Wiedergabe nicht hören können. Amazon hat den Bug eingeräumt und erklärt, dass er eine kleine Anzahl von Alexa-Plus-Nutzern betrifft und ein Fix in Arbeit ist. Als Übergangslösung werden ein Neustart oder ein Downgrade auf die klassische Alexa empfohlen.
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