Beobachtetes Signal · 23. Juni 2026 · Product Launch · Quelle: Digiday · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Positiv
Forbes testet creator-getriebenes Off-Platform-Netzwerk für mehr Reichweite
Forbes pilotiert eine neue Audience-Strategie unter dem Namen „Forbes Creator“, um die Off-Platform-Reichweite insbesondere über TikTok, Instagram und Live-Events auszubauen. Der Publisher arbeitet hierfür mit sechs Content Creators zusammen – darunter der TikTok-Star und Investor Griffin Johnson – und setzt auf maßgeschneiderte Vereinbarungen aus Talent Fees und Revenue Share, während die IP-Inhaberschaft projektbezogen geregelt wird. Bereits im Februar hat Forbes seine Off-Platform-Aktivitäten in einem dedizierten Creator-Team gebündelt. Die Strategie sieht vor, dass Creators sowohl auf den Kanälen von Forbes als auch auf ihren eigenen Feeds publizieren, um gegenseitige Audience Swaps zu ermöglichen. Laut Unternehmensangaben zielt der Ansatz darauf ab, jüngere, Social-First-Zielgruppen zu erreichen, die über klassische Brand-Handles und Suchmaschinen nicht mehr verlässlich erreicht werden, und gleichzeitig neue Werbeprodukte für Advertisers zu schaffen. Marktbeobachter werten diesen Schritt als Teil einer breiteren Normalisierung von creator-getriebener Distribution in der Medienbranche.
Diese Publisher-Initiative spiegelt einen branchenweiten Wandel hin zu creator-getriebener Distribution und neuen Monetarisierungsmodellen wider, die bestehende Off-Platform-Strategien und kommerzielle Vermarktungsangebote nachhaltig beeinflussen.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Forbes hat den Piloten „Forbes Creator“ gestartet, um das Off-Platform-Wachstum auf TikTok, Instagram und bei Events voranzutreiben.
- Forbes arbeitet mit sechs Creators an individuellen Deals zusammen, die Talent Fees mit Revenue Share kombinieren; die IP-Rechte werden projektbezogen verhandelt.
- Im Februar hat Forbes ein dediziertes Creator-Team gebildet, um alle Off-Platform-Content-Aktivitäten zentral zu steuern.
- Der TikTok-Account von Forbes zählt 593.000, der Instagram-Account 8 Millionen Follower; der beteiligte Creator Griffin Johnson hat 9,5 Millionen Follower.
- Zu den namentlich genannten Creators im Roster gehören Griffin Johnson, Erin McGoff, Joe Fenti, Shira Lazar und Sho Dewan.
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Publisher werben um Content-Creator mit Monetarisierungs- und Reichweiten-Modellen
Der Digiday Future of TV Briefing untersuchte, warum Publisher zunehmend Partnerschaften mit unabhängigen Creatoren eingehen: Sie bieten erweiterte Reichweiten sowie neue Einnahmequellen, während Publisher ihre Inhalte und Werbeinventare ausbauen. Führungskräfte von Caliber, Future (Future Creative) und The Washington Post beschrieben Modelle wie Publisher-verpackte Brand Deals inklusive zusätzlichem Werbeinventar, Paid Amplification mittels First-Party-Data sowie Creator-Netzwerke, bei denen Creator ihre IP behalten. Caliber launcht eine Video-Plattform namens SaySo, um News-Creator abseits von TikTok und YouTube zu unterstützen; dabei wird eine Nutzungsgebühr erhoben und rund 90 Prozent der Umsätze werden an die Creator ausgezahlt. Zudem erheben Publisher Margen auf Brand Deals und verknüpfen diese oft mit Paid-Amplification- oder Co-Publishing-Vereinbarungen.
Marken setzen auf News-Creator als neue Earned-Media-Triebfeder
Marken erweitern ihre Earned-Media-Strategien um nachrichten-affine Creator auf Social-Media-Plattformen – darunter TikTok-Erklärer, Creator-geführte Podcasts und Nischen-Hosts –, da Zielgruppen Nachrichten zunehmend in sozialen Medien konsumieren und LLMs die Entdeckung verändern. Marketer wie Tropicana Naked Smoothie, NASCAR und Amazon experimentieren mit Creator-gesteuerten Interviews, geseedeten Inhalten und 'Editorial Exchange'-Events, um Verbraucher jenseits der klassischen Presse zu erreichen. Branchenkreise betonen, dass Creator Engagement und Awareness treiben, während etablierte Medien Glaubwürdigkeit stiften; Messung und Attribution bleiben jedoch unzureichend, weshalb Marketer neue Metriken wie Fandom, Engagement-Wert und Earned Media Value testen. Agenturen erforschen zudem Creator-Taktiken zur Beeinflussung von LLM-Suchergebnissen durch überarbeitete FAQ-Seiten und Briefings.
Creator ersetzen Upfronts durch eigene Branchen-Events und Direktvermarktung
Der Wandel im Media Buying beschleunigt sich massiv, da traditionelle TV-Upfronts und NewFronts zunehmend durch creatorgetriebene Showcases – sogenannte CreatorFronts – abgelöst werden. Top-Creator agieren heute als eigenständige Publisher und treten direkt an Brands heran, wie Nate Challen, CMO von Brandistry, erläutert. Prominente YouTube-Größen wie MrBeast oder Dude Perfect präsentieren sich auf eigenen Medien-Events, statt unter dem Dach klassischer Networks zu agieren. Unternehmen wie Spotter positionieren sich dabei als strategisches Bindeglied für Produktion, Vermarktung und Amplification zwischen Talenten und Werbetreibenden. Große Marken wie Unilever verlagern bereits 50 Prozent ihrer Marketingbudgets in Social- und Influencer-Kanäle. Zudem umgehen viele Werbetreibende und Inhouse-Teams klassische Agenturen, um direkte Partnerschaften mit Creatoren einzugehen. Zwar behalten traditionelle Upfronts eine gewisse Effizienz, doch das gesamte Media Buying verlagert sich zusehends auf direkte, creatorzentrierte Modelle.
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