Beobachtetes Signal · 23. Jan. 2019 · Policy Update · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Neutral
Facebook und Google erreichen Rekordsummen bei US-Lobbying-Ausgaben
Laut Kongressberichten haben Google und Facebook ihre US-Lobbying-Ausgaben im Jahr 2018 deutlich gesteigert. Wie Reuters unter Berufung auf offizielle Berichte meldet, investierte Google rund 21,2 Millionen US-Dollar und übertraf damit seinen bisherigen Höchstwert aus dem Jahr 2012 von 18,22 Millionen US-Dollar deutlich. Auch Facebook verzeichnete mit 12,62 Millionen US-Dollar einen neuen Rekord, verglichen mit 11,51 Millionen im Vorjahr. Apple und Microsoft investierten ebenfalls erhebliche Summen von 6,62 Millionen beziehungsweise 9,52 Millionen US-Dollar, blieben jedoch unter ihren historischen Höchstwerten. Insgesamt wendeten die vier Tech-Giganten im Jahr 2018 über 33 Millionen US-Dollar für Lobbyarbeit in den USA auf. Die Mittel zielten darauf ab, regulatorische Eingriffe in die Marktmacht zu beeinflussen und restriktiven Maßnahmen vorzubeugen. Dies unterstreicht den massiven Regulierungsdruck auf Big Tech und verdeutlicht, wie stark politische Einflussnahme als strategisches Instrument im AdTech- und Tech-Ökosystem eingesetzt wird.
Erhebliche regulatorische und politische Implikationen für das AdTech- und Tech-Ökosystem, verdeutlicht durch historische Rekordinvestitionen von Google und Facebook in die US-Lobbyarbeit.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Google gab 2018 mit 21,2 Millionen US-Dollar eine neue Rekordsumme für US-Lobbying aus (bisheriger Höchstwert 2012 bei 18,22 Millionen US-Dollar).
- Facebook steigerte die Lobbying-Ausgaben 2018 auf 12,62 Millionen US-Dollar nach 11,51 Millionen US-Dollar im Jahr 2017.
- Apple investierte 6,62 Millionen und Microsoft 9,52 Millionen US-Dollar in Lobbyarbeit, ohne jedoch eigene historische Rekorde zu erreichen.
- Die kombinierten Lobbying-Budgets von Google, Facebook, Apple und Microsoft überstiegen 2018 die Marke von 33 Millionen US-Dollar.
- Reuters stützte sich bei den veröffentlichten Finanzzahlen auf offizielle Kongressberichte.
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OpenAI und Anthropic erhöhen Lobbying-Ausgaben angesichts sinkender Verteidigungsausgaben
OpenAI und Anthropic haben ihre Bundeszuschüsse für Lobbyarbeit im zweiten Quartal 2026 auf Rekordwerte gesteigert und zusammen 3,17 Millionen US-Dollar ausgegeben – ein Anstieg von 23 Prozent gegenüber dem ersten Quartal. Die KI-Branche verstärkt damit ihr Engagement in Washington im Vorfeld der Zwischenwahlen und geplanter IPOs. Anthropic investierte 1,97 Millionen US-Dollar (plus 26 Prozent im Quartalsvergleich), während OpenAI 1,2 Millionen US-Dollar (fast 18 Prozent mehr) aufwendete. Zu den Themenschwerpunkten gehörten Cybersecurity, Urheberrecht, Cloud Computing und die Beschaffung im Verteidigungssektor. Die Lobbying-Budgets großer etablierter Tech-Konzerne blieben im Quartalsvergleich weitgehend konstant, während acht große US-Verteidigungskontraktoren ihre Ausgaben um rund 3,3 Prozent kürzten. Der Bericht beleuchtet detaillierte Quartalszahlen für Tech-Größen wie Meta, Amazon, Google, Microsoft, Apple, Nvidia und Tesla sowie für Top-Rüstungskonzerne wie Lockheed Martin, RTX und General Dynamics.
Microsoft Xbox gründet neue Sparte für Filme, Serien und Freizeitparks
Die Gaming-Sparte Xbox von Microsoft hat die Gründung einer neuen Geschäftseinheit für Filme, Serien und Themenpark-Attraktionen angekündigt. Dieser Schritt signalisiert eine Expansion in den Unterhaltungs- und Erlebnisbereich über Videospiele hinaus und nutzt das geistige Eigentum von Xbox. Diese strategische Diversifizierung ist Teil von Microsofts breiteren Ambitionen, seine Medien- und Unterhaltungsaktivitäten auszubauen, einem Branchentrend folgend. Die neue Sparte wird sich auf die Entwicklung und Produktion von Inhalten auf Basis von Xbox-Franchises konzentrieren und potenziell neue Einnahmequellen für das Unternehmen erschließen. Finanzielle Details oder ein Zeitplan für den Betrieb der Sparte wurden nicht bekannt gegeben.
US-Regierung schließt Microsoft von Visa-Programm aus
Die US-Regierung hat Microsoft von der Beantragung dauerhafter Aufenthaltsgenehmigungen für ausländische Fachkräfte mit H-1B-Visa ausgeschlossen und wirft dem Unternehmen Missbrauch des Programms vor. Vizepräsident JD Vance erklärte, Microsoft habe im vergangenen Jahr 6.000 amerikanische Mitarbeiter entlassen, aber von 6.300 H-1B-Visainhabern profitiert. Das Arbeitsministerium unter Keith Sonderling wird keine neuen Anträge von Microsoft, mehreren Beratungsunternehmen und Adobe annehmen. Dieser Schritt erfolgt wenige Wochen vor den Parlamentswahlen und spiegelt die Kritik der Trump-Regierung am H-1B-Programm wider, das angeblich amerikanische Arbeiter benachteiligt. Microsoft hat noch nicht reagiert. Der Schritt könnte die Fähigkeit der Tech-Branche beeinträchtigen, qualifizierte ausländische Talente zu halten.
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