Beobachtetes Signal · 10. Juni 2026 · Policy Update · Quelle: onlinemarketing.de · Relevanz: 5/5 · Sentiment: Positiv
EU verpflichtet Meta zur Öffnung von WhatsApp für KI-Assistenten
Die Europäische Kommission hat Meta per einstweiliger Anordnung verpflichtet, Drittanbietern von KI-Assistenten wieder kostenlosen Zugriff auf WhatsApp innerhalb der EU zu gewähren. Die Änderung muss innerhalb von fünf Werktagen umgesetzt werden. Die Kommission begründet den Schritt mit der Befürchtung eines schwerwiegenden und irreversiblen Schadens für den Wettbewerb auf dem Markt für universelle KI-Assistenten und führt ein bereits im Dezember 2025 eingeleitetes Kartellverfahren fort. Meta hatte im Oktober 2025 den Drittzugriff auf WhatsApp-Schnittstellen blockiert, diesen im März zwar wiederhergestellt, jedoch gebührenpflichtig gemacht, was Brüssel als de facto-Fortführung der Blockade wertet. Die Entscheidung fordert die Rückkehr zu den Bedingungen vor dem 15. Oktober 2025. Bei Verstößen drohen Bußgelder von bis zu 10 Prozent des globalen Umsatzes sowie Zwangsgelder. Unabhängig davon fordert die EU strengere Jugendschutzmaßnahmen für Facebook und Instagram, darunter die Durchsetzung eines Mindestalters von 13 Jahren.
Die kartellrechtlichen Interim-Maßnahmen der EU gegen Meta betreffen die Distribution von KI-Chatbots auf einem wichtigen Messaging-Kanal, setzen einen Präzedenzfall für die Regulierung von Gatekeepern und bergen das Risiko empfindlicher Milliardenstrafen.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Die Europäische Kommission ordnete an, dass Meta Drittanbietern von KI-Assistenten in der EU wieder kostenlosen Zugriff auf WhatsApp gewähren muss; die Umsetzung hat innerhalb von fünf Werktagen zu erfolgen.
- Die Kommission untersucht Meta seit Dezember 2025, nachdem das Unternehmen im Oktober 2025 den Zugriff Dritter auf WhatsApp-Schnittstellen blockiert hatte.
- Meta hatte den Zugriff im März zwar geöffnet, aber eine Gebühr eingeführt, was die Kommission als faktische Fortführung der Restriktion wertet; die Anordnung verlangt die Wiederherstellung der Bedingungen vor dem 15. Oktober 2025.
- Bei Nichteinhaltung drohen Geldstrafen von bis zu 10 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes sowie tägliche Zwangsgelder.
- Zudem drängt die EU auf die strikte Durchsetzung einer Altersgrenze von 13 Jahren auf Facebook und Instagram, bei drohenden Bußgeldern von bis zu 6 Prozent des Umsatzes.
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EU zwingt Meta zur Öffnung von WhatsApp für ChatGPT
Die Europäische Kommission hat im Juni 2026 einstweilige Kartellmaßnahmen verhängt, die Meta verpflichten, WhatsApp wieder für KI-Chatbots von Drittanbietern zu öffnen. Damit macht Meta die am 15. Januar 2026 vorgenommene Änderung der WhatsApp Business-Schnittstelle rückgängig, die externe Bots zugunsten von Metas eigener KI ausgeschlossen hatte. Dies stellt den Zugang für OpenAI's ChatGPT auf WhatsApp wieder her. Laut OpenAI ist ChatGPT über den US-Kontakt +1-800-242-8478 erreichbar, unterstützt Text, Bild sowie Sprache und wurde bereits von rund 50 Millionen Nutzern verwendet; die Verknüpfung mit einem bestehenden ChatGPT-Konto erhöht die Nutzungslimits. OpenAI weist darauf hin, dass Konversationen gespeichert, mit Telefonnummern verknüpft und temporär überprüft werden können. Die Maßnahmen gelten bis zum Abschluss des Kartellverfahrens. Meta plant Berufung einzulegen; bei Zuwiderhandlung drohen Bußgelder von bis zu 10 Prozent des globalen Jahresumsatzes.
EU verpflichtet Meta zur Wiederherstellung von WhatsApp-KI-Assistenten-Zugängen
Die Europäische Kommission hat am 9. Juni 2026 einstweilige Maßnahmen erlassen, die Meta verpflichten, den Zugang für konkurrierende General-Purpose-KI-Assistenten über die WhatsApp Business API zu den Konditionen vor dem 15. Oktober 2025 wiederherzustellen. Diese befristete Anordnung gilt für den europäischen Markt im Rahmen eines laufenden Kartellverfahrens. Meta hatte im Oktober 2025 Beschränkungen eingeführt und nach einer EU-Untersuchung im März 2026 zwar Drittanbieter-Assistenten wieder zugelassen, jedoch eine Gebühr erhoben, die die Kommission als gleichwertige Behinderung wertete. Die nun angeordneten Maßnahmen verlangen die kostenfreie Wiederherstellung innerhalb von fünf Werktagen. Trotz dieser Anordnung sind nicht automatisch alle Konten sofort verfügbar, weshalb betroffene Entwicklungsteams eine technische Validierung durchführen sollten. Eine endgültige kartellrechtliche Entscheidung steht noch aus.
Meta erlaubt rivalisierende KI-Chatbots auf WhatsApp in Europa
Meta hat angekündigt, Anbietern von Allzweck-KI-Chatbots für die kommenden zwölf Monate die Nutzung der WhatsApp Business API in Europa zu gestatten. Dieser Schritt erfolgt als Reaktion auf ein laufendes EU-Kartellverfahren. Meta wird Drittanbietern von KI Gebühren pro Nachricht berechnen, die keine Vorlage nutzt; diese liegen je nach Land zwischen 0,0490 Euro und 0,1323 Euro. Die Änderung, die seit dem 15. Januar in Kraft ist, soll der Europäischen Kommission Zeit geben, ihre Untersuchung zu der Frage abzuschließen, ob Metas vorherige Praxis – das Aussperren von Drittanbieter-Chatbots bei gleichzeitiger Förderung des eigenen Meta AI auf WhatsApp – wettbewerbswidrig war. Ausgenommen von dieser Regelung sind geschäftliche KI-Anwendungen, die vorlagenbasierte Nachrichten versenden. Regulierungsbehörden in der EU, Italien und Brasilien hatten Bedenken geäußert, nachdem Meta die Einschränkung im vergangenen Oktober eingeführt hatte. Ähnliche Zugeständnisse hatte Meta zuvor bereits im Januar für Entwickler in Italien gemacht.
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