Beobachtetes Signal · 10. Juli 2026 · Regulation · Quelle: CNBC Technology · Relevanz: 5/5 · Sentiment: Negativ
EU: Meta verstößt laut DSA gegen Regeln für süchtig machende Designs
Der vorläufige Bericht der Europäischen Kommission kommt zu dem Schluss, dass Meta gegen den EU Digital Services Act verstoßen hat. Grund dafür sind mangelnde Risikobewertungen und -minderungen bei 'süchtig machenden' Designfunktionen auf Facebook und Instagram wie Infinite Scroll, Autoplay von Kurzvideos, Push-Nachrichten und personalisierten Empfehlungs-Algorithmen, die Minderjährige und gefährdete Erwachsene schädigen. Die Kommission stufte bestehende Schutzmaßnahmen als wirkungslos ein und forderte Meta auf, bestimmte Funktionen standardmäßig zu deaktivieren sowie effektive Bildschirmpausen und Einschränkungen für engagement-fokussierte Empfehlungen einzuführen. Meta weist die Vorwürfe zurück und verweist auf Teenie-Konten, nächtliche Sperren und ein tägliches 15-Minuten-Limit. Dem Unternehmen drohen bei Bestätigung der Verstöße EU-Bußgelder von bis zu 6 Prozent des weltweiten Umsatzes – rund 12 Milliarden US-Dollar basierend auf den Umsätzen von 2025 –, während parallel US-Bundesstaaten klagen.
Eine führende Plattform wurde von der EU vorläufig wegen DSA-Verstößen bei 'süchtig machendem' UX-Design belangt, was zu Bußgeldern von bis zu 6 Prozent des Umsatzes, erzwungenen Produktänderungen und Präzedenzfällen für die Werbe- und Empfehlungs-Technologie führen kann.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Die Kommission stellte vorläufig fest, dass Meta gegen den Digital Services Act verstößt, da süchtig machende Designfunktionen auf Facebook und Instagram nicht ausreichend adressiert wurden.
- Regulierungsbehörden forderten Maßnahmen wie die standardmäßige Deaktivierung bestimmter Funktionen, effektive Bildschirmpausen und Einschränkungen bei engagement-fokussierten Empfehlungs-Algorithmen.
- Meta bestreitet die Bewertung, verweist auf Jugendschutzmaßnahmen wie Teenie-Konten mit Nachtsperren und Standard-Zeitlimits und will sich mit der Kommission austauschen.
- Meta sieht sich parallel einer US-Klage von 29 Bundesstaaten ausgesetzt, wobei vier Staaten Schadensersatz in Höhe von 1,4 Billionen US-Dollar fordern.
- Bei einer Bestätigung der DSA-Verstöße drohen EU-Bußgelder von bis zu 6 Prozent des globalen Jahresumsatzes, was rund 12 Milliarden US-Dollar entspricht.
Verknüpfte Unternehmen
4 verknüpfte Unternehmen“Instagram and Facebook’s “addictive” designs have put Meta in breach of the European Union’s digital laws, the EU concluded Friday in a prel...”
“A worker stands inside the Meta Lab in Los Angeles, California, U.S., May 20, 2026. Daniel Cole | Reuters...”
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EU: Meta verstößt laut vorläufiger Prüfung gegen Jugendschutzgesetze
Eine vorläufige Untersuchung der Europäischen Kommission hat ergeben, dass Meta auf Instagram und Facebook Minderjährigen unter 13 Jahren trotz Altersgrenzen den Zugang ermöglicht. Grund dafür seien unzureichende Altersverifikationen, einfache Umgehungsmöglichkeiten bei der Registrierung und eine mangelhafte Durchsetzung. Die Kommission stützt sich auf interne Daten und schätzt, dass rund 10 bis 12 Prozent der Unter-13-Jährigen in der EU die Plattformen nutzen. Henna Virkkunen, Exekutiv-Vizepräsidentin der Kommission, betonte, dass Plattformbedingungen im Rahmen des Digital Services Act in konkrete Schutzmaßnahmen münden müssen. Sollten die Verstöße bestätigt werden, drohen Geldstrafen von bis zu sechs Prozent des globalen Jahresumsatzes sowie Zwangsgelder. Das Verfahren könnte einen Präzedenzfall schaffen und fordert strengere Risikobewertungen, optimierte Löschverfahren und möglicherweise eine EU-weite Altersverifikations-App, was auch die Werbe- und Targeting-Praktiken beeinflussen dürfte.
EU-Kommission: Instagram und Facebook bergen erhebliche Suchtrisiken für Minderjährige
Nach zweijähriger Untersuchung hat die Europäische Kommission vorläufige Ergebnisse veröffentlicht, wonach Instagram und Facebook erhebliche Suchtrisiken für Kinder und Jugendliche bergen. Als zentrale Risikofaktoren identifiziert der Bericht hochgradig personalisierte Empfehlungen, Autoplay-Videos, Infinite Scrolling und permanente Push-Benachrichtigungen. Zudem werden Metas Alters- und Zeitmanagement-Tools als unzureichend kritisiert, da sie leicht umgangen werden können und technisches Vorwissen der Eltern erfordern. Die Kommission hat ein formelles Durchsetzungsverfahren eingeleitet, das Geldbußen von bis zu 6 % des weltweiten Jahresumsatzes – potenziell über 12 Milliarden Euro – sowie verbindliche Produktanpassungen nach sich ziehen könnte. Ähnliche Feststellungen wurden bereits für TikTok getroffen. Während Meta den Ausbau KI-gestützter Altersverifikationen ankündigt, signalisiert das vorläufige Prüfungsergebnis den Beginn weitreichender regulatorischer Eingriffe der EU in das Plattformdesign.
EU: TikToks süssmachendes Design verstösst gegen den Digital Services Act
Die Europäische Kommission hat in einer vorläufigen Einschätzung festgestellt, dass TikToks Kurzvideoplattform gegen Bestimmungen des EU-Gesetzes über digitale Dienste (Digital Services Act) zum süssmachenden Design verstösst. Nach einer im Jahr 2024 eingeleiteten Untersuchung bemängelte die Behörde Funktionen wie Infinite Scroll, Autoplay, Push-Benachrichtigungen und ein hochgradig personalisiertes Empfehlungssystem als potenziell schädlich, insbesondere für Minderjährige. TikTok habe es versäumt, Risiken adäquat zu mindern, was sich in häufigen App-Öffnungen und nächtlicher Nutzung zeige. Die Kommission empfiehlt Massnahmen wie das schrittweise Abschalten des Infinite Scroll, Pausenerinnerungen und Anpassungen des Empfehlungsalgorithmus. TikTok bestreitet die Vorwürfe. Bestätigt sich das Urteil, drohen Geldstrafen von bis zu 6 Prozent des globalen Jahresumsatzes.
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