Beobachtetes Signal · 17. Apr. 2023 · Regulation · Quelle: Trending Topics · Relevanz: 4/5 · Sentiment: Positiv
EU AI Act: Entwickler müssen urheberrechtlich geschützte Trainingsdaten offenlegen
Die EU finalisiert den AI Act, eine umfassende Regulierung der künstlichen Intelligenz, vor einer entscheidenden Abstimmung im Europäischen Parlament. Laut der Financial Times müssen Entwickler von AI-Diensten wie GPT-4 künftig offenlegen, ob sie urheberrechtlich geschütztes Material zum Training ihrer Modelle verwendet haben. Dieser Schritt folgt auf die Klage von Getty Images gegen Stability AI wegen angeblich kopierter zwölf Millionen Bilder. Die Offenlegungspflicht soll Content-Produzenten in die Lage versetzen, Lizenzgebühren von AI-Anbietern einzufordern. Gesetzgeber sind sich über Hochrisikoklassifizierungen und Verbote wie automatisierte Gesichtserkennung noch uneinig. Microsoft hat bereits vorgeschlagen, Werbeeinnahmen von Bing Chat mit Publishern zu teilen, deren Inhalte in AI-Antworten erscheinen. Die Verantwortung für AI-Missbrauch würde bei den Entwicklern liegen, was den Druck auf Google, Amazon, Microsoft und europäische Anbieter wie Aleph Alpha erhöht.
Der EU AI Act erzwingt die Offenlegung urheberrechtlich geschützter Trainingsdaten und eine Entwicklerhaftung, was die Entwicklung, Lizenzierung und den Einsatz von AI-Modellen in Marketing- und Medientechnologien grundlegend prägen wird.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Der EU AI Act wird seit 2021 verhandelt, eine Abstimmung des Europäischen Parlaments steht bevor.
- AI-Entwickler müssten offenlegen, ob urheberrechtlich geschütztes Material zum Training von Modellen wie GPT-4 genutzt wurde.
- Getty Images verklagte Stability AI wegen der mutmaßlichen Verwendung von zwölf Millionen Bildern für das Training von Stable Diffusion.
- Microsoft schlug vor, Bing-Chat-Werbeeinnahmen mit Publishern zu teilen, deren Content in AI-Antworten verwendet wird.
- Der AI Act würde die Verantwortung für AI-Missbrauch den Entwicklern statt den Nutzern zuweisen.
Verknüpfte Unternehmen
7 verknüpfte Unternehmen“Die neueste Information, die via Financial Times durchgesickert ist...”
“GPT-4, das auch in Microsoft Suchmaschine Bing verbaut ist, sollen offenlegen müssen, wie und ob sie urheberrechtlich geschütztes Material z...”
“Getty Images, eine die größten Bildagenturen der Welt, Stability AI, den Entwickler des Open-Source-KI-Kunstgenerators Stable Diffusion, ver...”
“Stability AI soll rund zwölf Millionen Bilder aus der Getty-Datenbank kopiert haben....”
“In erster Linie Google von den Verlagen zur Kasse gebeten, weil die Suchmaschine voller Inhalte der Publisher war....”
“europäische Anbieter wie Aleph Alpha aus Deutschland...”
“Das erhöht den Druck nicht nur auf Microsoft, Google oder Amazon, sondern natürlich auch auf europäische Anbieter wie Aleph Alpha aus Deutsc...”
Ontologie & Marktkonzepte
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GreenCore Solutions eröffnet Londoner Büro für A2A-Grocery Agentic Commerce
GreenCore Solutions Corp. (GSC) gab die Eröffnung eines Vertriebsbüros in London, UK, unter der neuen Gesellschaft GreenCore Solutions (UK) bekannt, um seinen Agentic-Commerce-Hub A2A-Grocery.co.uk zu unterstützen. Das Unternehmen führte seine 0-100 Agentic Density Scale ein, die zeigt, dass Großbritannien und Europa 84 % der Lebensmittelhersteller ausmachen, während die USA nur 16 % ausmachen. Die KI-Agenten von GSC haben bisher im Jahr 100 Millionen Transaktionen verarbeitet, davon 40 % aus Europa, 20 % aus den USA und 40 % aus dem Rest der Welt. Das Londoner Büro soll europäische Hersteller mit KI-Agenten verbinden, die für Lebensmitteleinzelhändler in 20 Märkten einkaufen. GSC nutzt Microsoft Azure und Google Cloud Enterprise, mit Datenresidenz in jedem Markt.
US-Regierung schließt Microsoft von Visa-Programm aus
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US sperrt Microsoft, Adobe und IT-Giganten von Green-Card-Programm aus
Die Trump-Administration hat Microsoft, Adobe und sechs weitere große Technologieunternehmen von einem US-Programm ausgesetzt, das qualifizierten ausländischen Arbeitskräften die dauerhafte Aufenthaltserlaubnis (Green Card) erleichtert, und wirft den Unternehmen Betrug vor. Vizepräsident JD Vance kündigte die Sperre an, die auch Capgemini, Cognizant, HCL, Infosys, Tata und Wipro betrifft. Das Arbeitsministerium wird keine neuen oder laufenden Anträge auf dauerhafte Arbeitszertifizierung dieser Unternehmen mehr annehmen. Die Unternehmen gehören zu den größten Nutzern von H-1B-Visa, die für hochqualifizierte Positionen gedacht sind, die von US-Arbeitern möglicherweise nicht besetzt werden können. Microsoft reagierte mit der Aussage, dass die meisten seiner US-Mitarbeiter Amerikaner seien und seine H-1B-Anträge größtenteils für bestehende Mitarbeiter und nicht für Neueinstellungen gelten. Die Regierung will außerdem neun Universitäten, darunter Harvard, Yale und Stanford, wegen mutmaßlichen Missbrauchs von Studentenvisumprogrammen untersuchen.
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