Beobachtetes Signal · 18. Okt. 2018 · Regulation · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Negativ
eBay verklagt Amazon wegen systematischer Abwerbung von Marketplace-Verkäufern
eBay hat in Kalifornien Klage gegen Amazon eingereicht und wirft dem Konkurrenten eine jahrelange Kampagne zur Abwerbung von Händlern vor. Laut Gerichtsdokumenten sollen Amazon-Mitarbeiter seit 2015 gezielt das interne Nachrichtensystem (M2M) von eBay infiltriert haben, um hochvalide Verkäufer zu identifizieren und abzuwerben. Dutzende Vertriebsmitarbeiter im In- und Ausland sollen hierfür spezielle Mitgliedskonten erstellt haben, um Händler zum Wechsel auf die eigene Plattform zu bewegen. Die Klageschrift beschreibt eine koordinierte, globale Rekrutierungsstrategie, die möglicherweise bis in Führungsetagen von Amazon reicht. eBay fordert neben einer gerichtlichen Unterlassung auch Schadensersatz. Dieser hochkarätige Rechtsstreit verdeutlicht den intensiven Wettbewerb im E-Commerce und könnte weitreichende Folgen für die Marktplatzpraxis haben.
Hochkarätiger Rechtsstreit zwischen führenden Marktplätzen mit potenziellen Präzedenzwirkungen für die wettbewerbsrechtliche Praxis im E-Commerce.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- eBay reicht Klage in Kalifornien gegen Amazon wegen systematischer Verkäuferabwerbung ein.
- Amazon-Mitarbeiter sollen das interne M2M-E-Mail-System von eBay zur Händlerrekrutierung infiltriert haben.
- Dutzende Vertriebsmitarbeiter erstellten angeblich eBay-Konten, um gezielt hunderte Verkäufer abzuwerben.
- Die Klage beschreibt eine koordinierte, weltweite Kampagne auf Basis globaler Rekrutierungsmaßnahmen.
- eBay fordert eine gerichtliche Unterlassung der Praktiken sowie Schadensersatz für erlittene Verluste.
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FTC verklagt Amazon wegen angeblicher Manipulation von Ad-Auktionen
Die US-Wettbewerbsbehörde FTC und 22 Bundesstaaten haben Amazon verklagt, weil das E-Commerce-Unternehmen über seine Sponsored Products heimliche Mindestpreise eingesetzt haben soll, um Werbekosten künstlich in die Höhe zu treiben. Laut Klage wurden dadurch faktisch Zweitpreis- in Erstpreis-Auktionen umgewandelt. Die Behörde wirft Amazon vor, über 1,2 Millionen Advertiser überlastet und aus dem 68 Milliarden schweren Werbegeschäft über 20 Milliarden US-Dollar an überschüssigen Einnahmen generiert zu haben. Bis 2024 zahlten demnach 80 Prozent der gewinnenden Werbetreibenden Beträge nahe ihrer Maximalgebote. Amazon weist die Vorwürfe zurück und betont, dass versteckte Mindestpreise branchenüblich seien, die Auktionen weiterhin als Zweitpreis-Modell funktionieren und Advertiser Milliarden gespart hätten. Der Fall betrifft exklusiv Sponsored Products in der Amazon Ad Console, nicht aber die Amazon DSP. Branchenexperten sehen potenzielle Risse im Vertrauen der Advertiser, während Wettbewerber Transparenz als Differenzierungsmerkmal nutzen könnten.
Kalifornische Justiz: Amazon soll Marken zu höheren Konkurrenzpreisen gedrängt haben
Der kalifornische Generalstaatsanwalt Rob Bonta gibt an, dass neu entsiegelte Dokumente aus einer Kartellklage von 2022 belegen, dass Amazon Händler wie Levi Strauss & Co. und Hanes unter Druck setzte, ihre Preise auf konkurrierenden Marktplätzen künstlich zu erhöhen. Die Akten enthalten Kommunikationen, in denen Amazon auf günstigere Angebote bei Target und Walmart hinwies. In einigen Fällen kontaktierten Anbieter wie Hanes diese Plattformen direkt zur Preisanpassung, während Allergan berichtete, Amazon habe Produktlistings so lange unterdrückt, bis die Konkurrenzpreisestiegen. Bontas Behörde fordert nun eine gerichtliche Unterlassungsverfügung sowie einen unabhängigen Überwacher; der Prozess ist für 2027 angesetzt. Amazon bestreitet die Vorwürfe und kündigte eine Entgegnung vor Gericht an. Die Vorfälle reihen sich in eine Serie früherer kartellrechtlicher Untersuchungen gegen die Marktplatzpraktiken von Amazon ein.
AWS Announces Golden Age of Science Accelerator, Commits Up to $50 Million in Cloud Credits to Support White House Expansion of Genesis Mission
AWS announces a new accelerator committing up to $50 million in cloud credits to support the White House expansion of the Genesis Mission. Other new press releases include Kodiak AI choosing AWS for autonomous trucking, Nasdaq Calypso launching agentic capabilities, and more.
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