Beobachtetes Signal · 9. Sept. 2026 · Regulation · Quelle: Retail-News · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Negativ
Augenscreening bei dm: Urteil des LG Karlsruhe Ende November erwartet
Das Landgericht Karlsruhe verhandelt über die wettbewerbsrechtliche Zulässigkeit eines KI-gestützten Augenscreenings, das in ausgewählten dm-Drogeriemärkten angeboten wird. Die Urteilsverkündung ist für den 26. November 2026 angesetzt. Der Service, der in Kooperation mit Skleo Health für 14,95 Euro Sehtests und Netzhautfotografien samt KI-Auswertung und medizinischer Validierung per E-Mail anbietet, steht im Fokus der Wettbewerbszentrale. Kritisiert werden unter anderem die Personalqualifikation nach dem Heilpraktikergesetz, der korrekte Umgang mit Medizinprodukten, die Einordnung des Ergebnisberichts als ärztliche Leistung sowie potenzielle Irreführungen bezüglich der Früherkennung von Krankheiten. Das Urteil könnte wegweisende Bedeutung für zukünftige Gesundheitsdienstleistungen im stationären Handel erlangen.
Nachricht über ein Gerichtsverfahren zu einer Gesundheitsdienstleistung im Einzelhandel ohne direkten Bezug zur AdTech-, MarTech- oder KI-Werbeindustrie. Obwohl künstliche Intelligenz eingesetzt wird, liegt der Fokus auf der Regulierung von Healthcare-Angeboten im Handel und nicht auf Werbetechnologie.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Das LG Karlsruhe verkündet sein Urteil am 26. November 2026.
- Das Augenscreening wird in ausgewählten dm-Filialen für 14,95 Euro angeboten.
- Skleo Health fungiert als Partner für den Screening-Service.
- Die Wettbewerbszentrale hat Klage gegen dm und Skleo Health eingereicht.
- Das Screening umfasst eine KI-basierte Netzhautbildanalyse und eine medizinische Validierung.
Ontologie & Marktkonzepte
Verwandte Marktsignale & Trends
Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.
dm startet groß angelegte TV- und CTV-Kampagne für Online-Apotheke dm-med
Die deutsche Drogeriemarktkette dm-drogerie markt hat am 1. September eine groß angelegte TV- und Connected TV-Kampagne für ihre Online-Apotheke dm-med gestartet. Unter dem Claim „Alles zusammen. Einfach bestellt“ zeigt die Kampagne, wie Kundinnen und Kunden Drogerieartikel und apothekenpflichtige Produkte in einer einzigen Bestellung über die dm-App oder dm.de kombinieren können. Die Ausstrahlung erfolgt auf reichweitenstarken Sendern wie Das Erste, Sat.1, RTL, Vox und ProSieben. Laut Marketingchef Sebastian Bayer fiel die Wahl auf TV und Connected TV, um die Bekanntheit von dm-med zu steigern, das im Dezember 2025 gestartet ist und in den stationären Filialen nicht präsent ist. Die Mediaplanung verantwortet die Hamburger Agentur mediaplan, für die kreative Umsetzung zeichnet rayon und für die Spotproduktion WongDoody Stuttgart verantwortlich. Parallel geht die Wettbewerbszentrale juristisch gegen das Apothekengeschäft von dm vor.
dm-Chef Christoph Werner: Strategische Neuausrichtung und mehr Sichtbarkeit
In einem Interview mit der Lebensmittelzeitung vom 27. Juli 2026 zieht dm-CEO Christoph Werner eine erste Zwischenbilanz nach dem Start der Online-Apotheke dm-med Anfang des Jahres. Werner zeigt sich zufrieden mit der Entwicklung, betont jedoch, dass vorerst keine verschreibungspflichtigen Medikamente vertrieben werden. Darüber hinaus beleuchtet das Gespräch den Ausbau des Lebensmittelgeschäfts der Drogeriekette sowie die strategische Absicht, die eigene Marktpräsenz und Sichtbarkeit deutlich zu erhöhen. Das Interview unterstreicht die kontinuierliche Weiterentwicklung des Händlers in angrenzende Sortimentsbereiche und dessen Ambitionen im deutschen Handel.
German Court to Rule on SCHUFA Transparency and AI Impact
The German Federal Court (BGH) is set to decide whether SCHUFA's GDPR data copy must include detailed explanations of how individual credit scores are calculated. Five private plaintiffs argue SCHUFA fails to disclose which data and weightings determine personal scores; the Dresden Higher Regional Court previously found existing disclosures insufficient. SCHUFA recently launched a new, more transparent score system (100–999 scale with 12 criteria) and says it already meets enhanced transparency demands. The outcome could clarify the scope of transparency obligations for automated, data‑driven decisions under the GDPR and affect not only credit bureaus but many future AI‑based scoring systems. A new legal framework for “materially significant scores” will take effect in German law from November 2026.
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