Beobachtetes Signal · 25. Juni 2026 · Policy Proposal · Quelle: Meedia · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Positiv
DLM-Chef Schmiege fordert digitalen Schutzschirm für den Lokaljournalismus
Thorsten Schmiege, Präsident der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien und amtierender DLM-Vorsitzender, hat auf den Lokalmedientagen in Nürnberg eine verstärkte Unterstützung für lokale Medien gefordert. Angesichts sinkender Werbeumsätze, veränderter Mediennutzung und steigender Produktionskosten plädierte er für einen an das digitale Zeitalter angepassten Schutzschirm. Schmiege nannte dabei die Handlungsfelder Auffindbarkeit, Kooperation, Innovation und neue Finanzierungsmodelle. Zudem betonte er die Rolle künstlicher Intelligenz als potenziellen Beschleuniger für die Produktion, Distribution und wirtschaftliche Nachhaltigkeit des Lokaljournalismus, während er gleichzeitig unternehmerisches Risiko von Medienhäusern einforderte.
Die Forderung eines hochrangigen Medienregulators nach politischer und regulatorischer Unterstützung für Lokaljournalismus könnte Finanzierungsströme, Regulierungsprioritäten und den Technologieeinsatz (einschließlich KI) lokaler Publisher beeinflussen. Dies hat direkte Auswirkungen auf lokale Werbeinventare und Marktdynamiken für Advertiser und Media-Buyer in Deutschland.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Thorsten Schmiege ist BLM-Präsident und Vorsitzender der Direktorinnenkonferenz der Landesmedienanstalten (DLM).
- Schmiege eröffnete am 25. Juni 2026 die Lokalmedientage in Nürnberg und forderte einen Schutzschirm für lokalen Journalismus.
- Der Schutzschirm soll gemeinschaftlich von Politik, Industrie und Regulierern getragen und an das digitale Umfeld angepasst werden.
- Er identifizierte vier Prioritäten: Auffindbarkeit, Kooperation, Innovation und neue Finanzierungsmodelle.
- Schmiege plädierte für den Einsatz von künstlicher Intelligenz zur Unterstützung bei Produktion, Distribution und wirtschaftlicher Tragfähigkeit.
Verknüpfte Unternehmen
5 verknüpfte Unternehmen“The article notes that Schmiege took on the additional coordination role at DLM level earlier this year, "as MEEDIA reported"....”
“The article supplies a photograph credited as: "Photo: Imago/epd."...”
“Thorsten Schmiege, president of the Bavarian State Center for New Media (BLM), said "Local journalism is not a nice-to-have but democratic i...”
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Deutscher Medienregulator spricht sich gegen generelles Social-Media-Verbot aus
Thorsten Schmiege, Präsident der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien und Vorsitzender von DLM und ZAK, hat sich in einem Interview gegen ein pauschales Verbot von Social Media für Jugendliche ausgesprochen. Er forderte stattdessen wirksame Schutzmaßnahmen für Minderheiten und warnte vor kategorischen Verboten, um die digitale Teilhabe nicht zu gefährden. Zudem äußerte er sich zur Lage bei ProSiebenSat.1 nach der MFE-Mehrheitsübernahme: Trotz programmatischer Kontinuität gebe es einen spürbaren Sparkurs infolge sinkender Werbeumsätze im klassischen Fernsehen. Das Abfließen von mehr als Hälfte der Werbebudgets an Big-Tech-Plattformen bezeichnete er als massives strukturelles Problem, das den Druck auf Broadcaster zur Kostensenkung und gleichzeitigen Zukunftsinvestitionen drastisch erhöht.
MVFP-Chef fordert Null-Prozent-Mehrwertsteuer für periodische Presseprodukte
Auf dem bayerischen MVFP-Sommerfest in München hat der neue Vorstandsvorsitzende des Medienverbands der freien Presse (MVFP), Lars Joachim Rose, politische Maßnahmen zur Stärkung der Verlagsökonomie gefordert. Vor rund 150 Gästen erneuerte Rose die Kernforderung nach einer Absenkung der Mehrwertsteuer auf periodische Presseerzeugnisse auf null Prozent. Zudem kritisierte er die Wettbewerbsbedingungen für Verlage im digitalen Raum und äußerte deutliche Bedenken hinsichtlich KI-Plattformen, die journalistische Inhalte benachteiligen und deren Sichtbarkeit gefährden könnten. Rose forderte konkrete Nachbesserungen an der geplanten 12. GWB-Novelle sowie am Digitalen Medienstaatsvertrag. Bayerns Medienminister Florian Herrmann betonte die Relevanz eines unabhängigen Qualitätsjournalismus und sprach sich für eine zügige Anpassung des Urheber- und Leistungsschutzrechts an die Anforderungen des KI-Zeitalters aus.
Landesmedienanstalten sollen KI-Aufsicht in Medien und Werbung übernehmen
Thorsten Schmiege, Vorsitzender der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten (DLM), hat in einem Interview mit HORIZONT erklärt, dass die Bundesregierung plant, die Aufsicht über KI-Systeme im journalistischen und werblichen Umfeld den Landesmedienanstalten zu übertragen. Schmiege erläuterte dabei die konkreten Anforderungen an Kontrolle und Monitoring von KI-gestützten Systemen im Medien- und Werbesektor. Der Bericht beleuchtet die künftigen regulatorischen Zuständigkeiten der DLM im Rahmen der fortschreitenden KI-Regulierung. Für Publisher, Agenturen und AdTech-Anbieter bedeutet dies, dass künftige Compliance-Vorgaben für automatisierte Inhalte und algorithmische Ausspielung direkt durch die etablierte Medienaufsicht kontrolliert und durchgesetzt werden dürften.
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