Beobachtetes Signal · 15. Juni 2026 · Research Report · Quelle: persoenlich.com News · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Negativ

Digital News Report 2026: Schweiz behauptet sich über dem globalen Durchschnitt

Zusammenfassung des Signals

Der vom fög der Universität Zürich analysierte Reuters Institute Digital News Report 2026 zeigt weltweit ein Rekordtief beim Journalismusvertrauen von 37 Prozent. Global haben Plattformen Nachrichtenseiten als wichtigste Zugangswege abgelöst. Die Schweiz steht verhältnismässig besser da: Das allgemeine Medienvertrauen liegt bei 42 Prozent, wobei Nachrichtenseiten weiterhin die primäre Quelle bilden und 20minuten.ch als Top-Online-Marke führt. Rund 10 Prozent der Schweizer nutzen KI-Chatbots wie ChatGPT oder Perplexity für Nachrichten, wobei das Vertrauen hier am geringsten ist. Etwa 19 Prozent zahlten im vergangenen Jahr für Online-News, wobei jüngere Kohorten eine höhere Zahlungsbereitschaft zeigen. Sinkendes Nachrichteninteresse und wachsende Plattformabhängigkeit bleiben zentrale strukturelle Risiken für Medienhäuser.

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Hohe Konfidenz

Die Länderauswertung des Digital News Reports verdeutlicht sinkendes Vertrauen und eine stärkere Plattformabhängigkeit – Trends mit direkten Auswirkungen auf die Reichweite, Monetarisierungs- und Abonnementstrategien von Verlagen.

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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz

  • Das globale Vertrauen in den Journalismus sank laut Reuters Institute Digital News Report 2026 auf 37 Prozent.
  • Plattformen haben Nachrichtenseiten weltweit als meistgenutzten Zugang zu News abgelöst; die Schweiz bildet hierbei eine Ausnahme zugunsten klassischer Nachrichtenseiten.
  • Etwa 10 Prozent der Menschen in der Schweiz nutzen KI-Chatbots für Nachrichten; das Vertrauen in diese Kanäle ist am niedrigsten.
  • In der Schweiz liegt das generelle Medienvertrauen bei 42 Prozent; SRG-Marken erzielen die höchsten Werte (SRF 7,2; RTS 7,1 auf einer Skala von 0–10).
  • 19 Prozent der Schweizer Befragten zahlten im letzten Jahr für Online-News, wobei Jüngere nun eher zu Zahlungen bereit sind als Ältere.
Primäre Quellenbasis & Herkunftsnachweis
Verifizierter Herkunftsnachweis
Primärquelle: persoenlich.com News•Veröffentlicht: 15. Juni 2026
Ursprünglicher Berichttitel: “Digital News Report: Die Schweiz liegt noch über dem Durchschnitt”

Verwandte Marktsignale & Trends

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Social & Digital Platforms / Market Research20. Mai 2026

Xeit-Studie: Social-Media-Nutzung in der Schweiz erstmals rückläufig

Die Zürcher Digitalagentur Xeit hat ihre Social Media Study 2026 mit über 1.000 Befragten veröffentlicht und verzeichnet erstmals einen Rückgang der täglichen Nutzungsdauer auf Plattformen wie Instagram in der Schweiz. Während YouTube seine starke Position behauptet, verlangsamt sich das Wachstum von TikTok und X verliert weiter an Relevanz. Facebook und LinkedIn bleiben stabil, und WhatsApp dominiert als Messenger. Zudem zeigt die Untersuchung, dass generative KI-Tools wie ChatGPT zunehmend für die Informationssuche genutzt werden und klassische Suchmaschinen unter Druck setzen. Social Media gewinnt dadurch – besonders bei jüngeren Zielgruppen – stark an Bedeutung als Such- und Inspirationskanal. Weitere Ergebnisse: Millennials schränken ihre Social-Media-Nutzung ein, Nutzer stehen KI-generierter Werbung skeptisch gegenüber, und Social Commerce konnte sich im Schweizer Markt bislang nicht flächendeckend durchsetzen.

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Social & Digital Platforms28. Aug. 2026

Widerspruch bei der Social-Media-Nutzung Jugendlicher für Nachrichten

Eine auf der Medientagung „Assises presse et démocratie“ in Genf vorgestellte MIS-Trend-Studie unter 782 Personen im Alter von 15 bis 40 Jahren in der Romandie zeigt, dass Jugendliche und junge Erwachsene beachtliche Mengen an Nachrichten auf Social Media konsumieren, obwohl das Vertrauen in diese Kanäle gering ist. Die Befragten gaben einen durchschnittlichen täglichen Nachrichtenkonsum von 48 Minuten an; 45 Prozent nutzen soziale Netzwerke täglich oder fast täglich zur Information. Die Podiumsteilnehmer Ladina Heimgartner (Ringier Medien Schweiz) und Pascal Crittin (RTS) kritisierten die Abhängigkeit der Verlage von Social Platforms. Sie verwiesen auf hohe Reichweiten bei gleichzeitig begrenzter Monetarisierung und kündigten an, dass die SRG den kostenlosen Zugriff auf Inhalten auf Drittplattformen künftig einschränken will.

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Media Channel17. Juni 2026

Reuters-Report: Lineares Fernsehen bleibt vertrauenswürdige Nachrichtenquelle

Der Reuters Institute Digital News Report 2026 zeigt, dass etablierte Medienmarken, insbesondere das lineare Fernsehen, in Deutschland weiterhin wichtige und hoch angesehene Nachrichtenquellen sind. Die Tagesschau führt das Vertrauensranking an, gefolgt von regionalen Tageszeitungen und ZDF heute. Das allgemeine Nachrichtenvertrauen liegt stabil bei 46 Prozent, während 59 Prozent der erwachsenen Onlinenutzer mindestens einmal pro Woche lineare TV-Nachrichten sehen. Ältere Zuschauer (55+) nutzen das lineare Fernsehen am intensivsten (77 Prozent regelmäßige Nutzung; 60 Prozent nennen es als Hauptquelle). Jüngere Zielgruppen konsumieren zwar Nachrichteninhalte von Influencern (rund 30 Prozent der 18- bis 24-Jährigen wöchentlich), bewerten deren Glaubwürdigkeit jedoch geringer. Generative KI spielt für Nachrichten eine untergeordnete Rolle (5 Prozent wöchentliche Nutzung von KI-Chatbots). Zudem verdeutlicht der Report eine starke Nachfrage der Nutzer (64 Prozent) nach objektiven, meinungsneutralen Informationsquellen.

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