Beobachtetes Signal · 12. Feb. 2020 · Regulation · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Neutral
Zu Unrecht verurteilt? Google wehrt sich vor EU-Gericht gegen Milliardenstrafe
Im Jahr 2017 verhängte die Europäische Kommission eine Geldstrafe in Höhe von 2,4 Milliarden Euro gegen Google wegen des Vorwurfs des Missbrauchs seiner Marktbeherrschung durch die bevorzugte Platzierung von Google Shopping in den Suchergebnissen. Als Reaktion passte Google seine Shopping Ads an und geht nun gerichtlich gegen die Entscheidung vor dem EU-Gericht in Brüssel vor. In einer Erklärung gegenüber der Frankfurter Allgemeine Zeitung argumentierte der Konzern, das Urteil sei in rechtlicher, tatsächlicher und ökonomischer Hinsicht fehlerhaft; Shopping Ads würden Verbrauchern und Händlern gleichermaßen helfen. Die Kommission hält dagegen, dass das Verhalten dem Wettbewerb geschadet habe, da kleinere Preisvergleichsdienste keine echten Rivalen seien, während Amazon und eBay als tatsächliche Wettbewerber genannt wurden. Kritiker sehen in Google einen zentralen Online-Gatekeeper. Das dreitägige Verfahren findet in Luxemburg statt, wobei eine endgültige Entscheidung im kommenden Jahr erwartet wird.
Regulatorisches Verfahren mit potenziellen Auswirkungen auf das AdTech-Ökosystem und den E-Commerce-Markt.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Die Europäische Kommission belegte Google 2017 mit einer Strafe von 2,4 Milliarden Euro wegen der Bevorzugung von Google Shopping.
- Google modifizierte seine Shopping Ads nach dem Entscheid, um auch andere Dienste darzustellen.
- Google ficht das EU-Urteil an und bezeichnet die Entscheidung als rechtlich, faktisch und ökonomisch fehlerhaft.
- Eine dreitägige Anhörung in Luxemburg läuft, das endgültige Urteil wird im nächsten Jahr erwartet.
- Die Kommission argumentiert, dass kleinere Preisvergleichsportale keine echten Konkurrenten darstellen, während Amazon und eBay als Wettbewerber gelten.
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Hyundai startet Ioniq 3 mit Multi-Channel-Kampagne
Hyundai bringt den Ioniq 3 mit einer umfassenden Kommunikationskampagne unter dem Claim 'Mehr als Freiheit' auf den Markt. Die Kampagne umfasst nationale TV-, Radio-, Connected-TV-, Social-Media-, Print- und Out-of-Home-Werbung, mit Sonderplatzierungen an stark frequentierten Standorten wie dem Flughafen Frankfurt, dem Kurfürstendamm in Berlin, dem Stachus in München und 'The Whale' in Hamburg. Ein zentrales Element ist das 'Hyundai Power Brunch' Händler-Event am 17. Oktober, dem Tag des Marktstarts, zu dem Händler bundesweit einladen. Das Fahrzeug ist außerdem in das UEFA-Champions-League-Sponsoring integriert, mit einem 30-sekündigen Werbespot auf Amazon Prime während der Spielübertragungen. Der Ioniq 3 zielt auf das wachsende B-Segment und wird als vollelektrisches Modell für verschiedene Lebenssituationen positioniert, mit Fokus auf individuelle Mobilität und Freiheit.
GreenCore Solutions eröffnet Londoner Büro für A2A-Grocery Agentic Commerce
GreenCore Solutions Corp. (GSC) gab die Eröffnung eines Vertriebsbüros in London, UK, unter der neuen Gesellschaft GreenCore Solutions (UK) bekannt, um seinen Agentic-Commerce-Hub A2A-Grocery.co.uk zu unterstützen. Das Unternehmen führte seine 0-100 Agentic Density Scale ein, die zeigt, dass Großbritannien und Europa 84 % der Lebensmittelhersteller ausmachen, während die USA nur 16 % ausmachen. Die KI-Agenten von GSC haben bisher im Jahr 100 Millionen Transaktionen verarbeitet, davon 40 % aus Europa, 20 % aus den USA und 40 % aus dem Rest der Welt. Das Londoner Büro soll europäische Hersteller mit KI-Agenten verbinden, die für Lebensmitteleinzelhändler in 20 Märkten einkaufen. GSC nutzt Microsoft Azure und Google Cloud Enterprise, mit Datenresidenz in jedem Markt.
BBC-Chef kündigt Silicon-Valley-Umbau an
BBC-Intendant Matt Brittin, ehemals bei Google, hat einen umfassenden kulturellen und strategischen Umbau der britischen Rundfunkanstalt angekündigt. In einer Town-Hall-Rede forderte er die Mitarbeiter auf, schnellere Entscheidungen zu treffen, digitale Dienste als Flaggschiffprodukte zu behandeln und kontrollierte Experimente zu wagen. In der Rede, die keine Bestätigung von TV-Sender-Schließungen enthielt, stellte Brittin einen Prototyp für den Streamingdienst iPlayer vor, darunter einen KI-Agenten für Empfehlungen und mehrsprachige Unterstützung, personalisierte Startseiten und eine Zufallsauswahl-Funktion. Die Publikumstests sollen in Kürze beginnen. Während einige Mitarbeiter die neue Richtung begrüßten, äußerten andere Skepsis angesichts der Risiken für einen öffentlich-rechtlichen Sender. Brittin betonte die Notwendigkeit greifbarer Ergebnisse und deutete einen künftigen Übergang weg von der analogen Verbreitung an.
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