Beobachtetes Signal · 29. Feb. 2024 · Regulation · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Negativ
Urheberrechtsklagen setzen OpenAI und Microsoft unter Druck
Die Medienhäuser The Intercept, Raw Story und AlterNet haben am Southern District of New York separate Urheberrechtsklagen gegen OpenAI und Microsoft eingereicht. Sie werfen den Unternehmen vor, urheberrechtlich geschützte journalistische Inhalte für das KI-Training verwendet und dabei Metadaten wie Autor und Titel entfernt zu haben. Laut den Klagen müsste ChatGPT bei entsprechender Datenbasis Urheberrechtsinformationen in seinen Antworten ausgeben, was dessen Popularität und Umsatz beeinträchtigen könnte. Als Beleg für das Bewusstsein bezüglich potenzieller Rechtsverletzungen wird das Opt-out-System von OpenAI für Web-Crawler angeführt. Die Klagen unterstreichen die wachsende Sorge von Verlagen im Kontext von KI-Generated Content und verweisen auf Präzedenzfälle wie die Partnerschaft von Axel Springer mit OpenAI sowie Branchenverfahren wie Getty Images gegen Stability AI und Universal Music Group gegen Anthropic.
Klagen prominenter Medienhäuser verdeutlichen die erheblichen IP-Risiken beim KI-Training und besitzen weitreichende Implikationen für die gesamte Medien- und AdTech-Branche.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- The Intercept, Raw Story und AlterNet reichen separate Urheberrechtsklagen am SDNY gegen OpenAI und Microsoft ein.
- Kläger werfen den Unternehmen vor, Urheberrechtsinformationen wie Autor und Titel aus journalistischen Werken beim Training entfernt zu haben.
- Die Klagen argumentieren, dass ChatGPT bei Nutzung solcher Trainingsdaten Urheberrechtsinfos in Antworten ausgeben müsste, was Popularität und Umsatz beeinflussen könnte.
- OpenAIs Opt-out-System für Web-Crawler wird als Beleg für das Bewusstsein bezüglich Urheberrechtsproblemen angeführt.
- Der Fall reiht sich in branchenweite Konflikte ein, darunter die Partnerschaft von Axel Springer mit OpenAI sowie Klagen wie Getty Images gegen Stability AI und UMG gegen Anthropic.
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Über 400 US-Lokalzeitungen verklagen OpenAI und Microsoft wegen Urheberrechtsverletzungen
Knapp 50 US-Medienhäuser mit rund 400 Lokalzeitungen haben eine gemeinsame Klage gegen OpenAI und Microsoft eingereicht. Sie werfen den Tech-Konzernen vor, Verlagsinhalte – darunter auch kostenpflichtige Paywall-Inhalte – systematisch und ohne Erlaubnis zum Training ihrer KI-Modelle kopiert, Autorenangaben entfernt und wortgetreue Artikel-Wiedergaben ermöglicht zu haben. Die Kläger fordern Schadensersatz und ein Ende dieser Praktiken und warnen vor einem potenziellen Todesstoß für den lokalen Journalismus. OpenAI weist die Vorwürfe zurück und beruft sich auf öffentlich zugängliche Daten sowie die US-Fair-Use-Doktrin, während CEO Sam Altman zuvor eingeräumt hatte, dass das Training ohne urheberrechtlich geschütztes Material nicht möglich sei. Der Rechtsstreit ist Teil von rund 120 anhängigen Urheberrechtsklagen gegen KI-Anbieter an US-Gerichten.
NYT-Klage: Entsiegelte Dokumente schwächen Fair-Use-Verteidigung von OpenAI und Microsoft
Neu entsiegelte Dokumente in der Klage der New York Times gegen OpenAI und Microsoft offenbaren interne Eingeständnisse, wonach KI-Produkte Verlagsinhalte weitgehend substituieren und eine existenzielle Bedrohung für Publisher darstellen. Rechtsexperten betonen, dass diese Enthüllungen die Fair-Use-Verteidigungslinie der KI-Entwickler massiv untergraben – insbesondere angesichts von Belegen für das Umgehen von Paywalls, was einen Verstoß gegen den Digital Millennium Copyright Act (DMCA) darstellen könnte. Die Unterlagen zeigen, dass Führungskräfte beider Tech-Konzerne den kommerziellen Wert journalistischer Inhalte intern anerkannten, diese jedoch ohne Lizenz für das LLM-Training nutzten. Das Verfahren unter Richter Sidney Stein könnte einen weitreichenden Präzedenzfall für urheberrechtlich geschützte Trainingsdaten schaffen und die gesamte KI-Branche in verpflichtende, kostenpflichtige Content-Licensing-Modelle zwingen.
Seattle Times und Newsday verklagen OpenAI und Microsoft wegen KI-Training
Die Seattle Times und Newsday haben Klage gegen OpenAI und Microsoft eingereicht und werfen den Unternehmen vor, urheberrechtlich geschützte journalistische Inhalte ohne Genehmigung zum Training von KI-Modellen verwendet zu haben. Die Verleger behaupten, dass Artikel systematisch unter Umgehung von Paywalls kopiert wurden, um ihre Systeme zu füttern, wodurch Traffic und digitale Werbeeinnahmen umgeleitet werden. Die Klage wirft zudem Bedenken hinsichtlich KI-generierter Halluzinationen auf, die fälschlicherweise den Zeitungen zugeschrieben werden, sowie bezüglich der Entfernung von Copyright-Management-Informationen. Dies folgt auf eine ähnliche Klage der New York Times aus dem Jahr 2023 und verschärft die juristischen Auseinandersetzungen zwischen Medienkonzernen und KI-Anbietern. Bemerkenswert ist, dass Microsoft und OpenAI zuvor bereits Journalismusprojekte bei der Seattle Times finanziert hatten. Microsoft zeigte sich überrascht, aber kompromissbereit. Die Klage wurde am 7. September 2026 eingereicht.
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