Beobachtetes Signal · 13. März 2026 · Research Report · Quelle: https://martech.org/feed/ · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Neutral
Verbraucher nutzen zunehmend KI, doch das volle Vertrauen fehlt
Eine weltweite Klaviyo-Studie unter fast 8.000 Konsumenten zeigt eine breite Nutzung von KI bei gleichzeitig geringem vollem Vertrauen – ein Spannungsfeld, das Marketer adressieren müssen. Während 60 % der Befragten KI-Tools mindestens wöchentlich nutzen, vertrauen nur 13 % der Technologie uneingeschränkt. Dennoch gaben 41 % an, in den letzten sechs Monaten ein durch KI empfohlenes Produkt gekauft zu haben; 27 % wurden durch KI auf ein Produkt aufmerksam, das sie anschließend recherchierten. Klaviyo unterteilt Konsumenten in vier KI-Personas, wobei „Enthusiasts“ (ca. 26 %) und „Evaluators“ zusammen fast 70 % der Verbraucher ausmachen. Intensive KI-Nutzer erkennen minderwertiges, KI-generiertes Marketing schneller. Zudem wandelt sich das Suchverhalten hin zu längeren, kontextuellen Prompts. Dies verdeutlicht, dass KI zu einer zentralen Discovery-Ebene avanciert, auch wenn das Vertrauen der tatsächlichen Adoption noch hinterherhinkt.
Die Etablierung von KI als Discovery-Ebene bei gleichzeitigem Vertrauensdefizit zwingt Marken dazu, Customer Journeys, Qualitätsstandards für Content sowie verifizierbare KI-gestützte Produktempfehlungen strategisch neu auszurichten.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Klaviyo befragte im Rahmen der „Klaviyo AI Persona Research“-Studie fast 8.000 Konsumenten weltweit.
- 60 % der Verbraucher nutzen KI-Tools mindestens wöchentlich; lediglich 13 % vertrauen KI vollständig.
- 41 % kauften in den letzten sechs Monaten ein KI-empfohlenes Produkt; 27 % recherchierten ein durch KI entdecktes Produkt weiter.
- Klaviyo identifiziert vier KI-Personas: „AI Enthusiasts“ (~26 %) und „Evaluators“ stellen zusammen fast 70 % der Konsumenten dar.
- Unter den „AI Enthusiasts“ nutzten 89 % KI beim Shopping in den letzten sechs Monaten; 43 % kauften mehrere via KI entdeckte Produkte.
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Marketer vor der Vertrauenskrise in der KI-gestützten Suche
KI-gestützte Suche beeinflusst zunehmend Kaufentscheidungen, leidet jedoch unter einem massiven Vertrauensdefizit. Laut Yelp nutzten 65 % der US-Verbraucher in den letzten sechs Monaten KI-Suche, aber nur 15 % vertrauen ihr stark. Im B2B-Bereich berichten 53 % der Einkäufer laut G2 von höherer Produktivität bei der Software-Recherche, was Anbieter-Discovery und Abschlüsse beschleunigt. Criteo-Präsidentin Sherry Smith warnt davor, dass KI-Referrals Konsumenten oft direkt auf Produktdetailseiten leiten – laut Criteo-Daten rund 70 % der Nutzer –, was klassische Touchpoints und Discovery Journeys verkürzt. Zudem zeigt eine Quad/Graphics-Studie, dass 75 % der Amerikaner das Vertrauen verlieren würden, wenn KI-Shopping-Ergebnisse gesponsert wären. Für Marken entsteht hierbei die doppelte Herausforderung, Sichtbarkeit in schrumpfenden Funnels zu sichern und gleichzeitig glaubwürdige, transparente KI-Erlebnisse zu etablieren.
KI-Shopping wächst: Fehlendes Vertrauen bremst autonome Transaktionen aus
Neue Daten von Exploding Topics belegen eine breite Akzeptanz von KI beim Shopping: 77,6 % der Konsumenten nutzten in den letzten sechs Monaten KI-Tools beim Einkaufen, über 43 % sogar wöchentlich. Dennoch existiert eine klare Vertrauensgrenze beim eigentlichen Checkout. Zwar gaben 68,64 % der Befragten an, dass KI sie zu Käufen inspirierte, die sie sonst nicht getätigt hätten, doch mehr als die Hälfte lehnt das Speichern von Zahlungsdaten durch KI ab. Die Mehrheit würde KI ein autonomes Budget von exakt 0 US-Dollar einräumen; selbst Intensivnutzer deckeln autonome Ausgaben meist bei maximal 50 US-Dollar. Für Marketer bedeutet dies: KI etabliert sich fest als Decision-Layer für Research und Consideration, während die finale Transaktion strikt menschlich bleibt. Dies erhöht die strategische Relevanz von Generative Engine Optimization (GEO) und der Präsenz in KI-gestützten Empfehlungen massiv.
Kantar-Studie: Marketer investieren in KI, Konsumenten skeptisch
Eine neue Kantar-Studie 'Media Reactions 2026' zeigt eine erhebliche Kluft zwischen den KI-Investitionen von Vermarktern und dem Vertrauen der Verbraucher. Während 75 % der Marketingverantwortlichen planen, ihre Werbeausgaben für KI-Assistenten im Jahr 2027 zu erhöhen, vertrauen nur 23 % der Verbraucher den Produktempfehlungen von KI. Zudem erwarten 62 % der Vermarkter, dass generative KI künftig eine zentrale Rolle bei Markenempfehlungen spielt, doch nur 32 % der Verbraucher nutzen KI-Assistenten zur Recherche von Marken und Produkten. Die Studie zeigt auch eine wachsende Unsicherheit unter Vermarktern: Nur noch 57 % glauben, dass ihr Unternehmen den richtigen Media-Mix hat, gegenüber 64 % im Vorjahr. Kantars neues Ad-Equity-Ranking zeigt, dass Google, Amazon und YouTube bei Verbrauchern führen, während Vermarkter YouTube, Instagram und Google bevorzugen. Zudem zeichnet sich ein Strategiewechsel im Creator-Marketing ab: 66 % bzw. 61 % der Vermarkter planen, verstärkt in Micro- und Nano-Creator zu investieren.
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