Beobachtetes Signal · 5. Aug. 2026 · Policy Update · Quelle: persoenlich.com News · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Neutral

Bakom-Studie: SRG soll im Online-Bereich mehr Freiheiten erhalten

Zusammenfassung des Signals

Das Schweizer Bundesamt für Kommunikation (Bakom) hat einen Ländervergleich zu öffentlich-rechtlichen Online-Mandaten veröffentlicht, der für erweiterte digitale Spielräume der SRG plädiert. Die von Sabrina Heiland und Manuel Puppis (Universität Freiburg) verfasste Studie analysiert die Schweizer Nachbarländer, Großbritannien, Belgien, Irland sowie nordische Staaten. Das Ergebnis: Lediglich Deutschland, Österreich und Belgien schränken Online-Textangebote öffentlich-rechtlicher Sender spürbar ein. Finnland begrenzte reine Textbeiträge bei Yle erst nach einer Verlegerbeschwerde bei der EU-Kommission. Die Autoren empfehlen eine technologieneutrale Definition des Leistungsauftrags, die Verankerung technischer Innovationen in der Konzession sowie den Ausbau der SRG zu einer digitalen Plattform im Sinne eines «Public Open Space». Die öffentliche Vernehmlassung zur neuen SRG-Konzession ist für das Frühjahr 2027 geplant, der finale Beschluss wird für Mitte 2028 erwartet.

Polaris7 AgentStrategische Einordnung
Hohe Konfidenz

Die regulatorischen Empfehlungen zum Online-Auftrag der SRG könnten das Wettbewerbsgefüge zwischen Gebührenfinanzierung und privaten Verlagen neu austarieren sowie die digitale Medieninfrastruktur der Schweiz nachhaltig prägen.

SIGNAL RADAR

Marktsignale zu SRG SSR in Echtzeit verfolgen

Polaris7 erfasst behördliche Registrierungen, Primärquellen, Führungswechsel und Deal-Aktivitäten rund um die Uhr. Erstellen Sie Ihren kostenlosen Explorer-Workspace, um automatisierte Executive Briefings zu erhalten.

Kostenlos im Explorer starten
Kostenloser Explorer-ZugangKeine Kreditkarte nötigSofortiges Watchlist-Setup

Wichtigste Kernpunkte & Evidenz

  • Das Bakom veröffentlichte eine von der Universität Freiburg erstellte Vergleichsstudie zu öffentlich-rechtlichen Online-Aufträgen.
  • Untersucht wurden die vier Schweizer Nachbarländer sowie Großbritannien, Belgien, Irland, Schweden, Dänemark und Norwegen.
  • Deutschland, Österreich und Belgien beschränken Online-Texte; der ORF darf maximal 350 Textbeiträge wöchentlich publizieren und Übersichtsseiten müssen zu 70 % audiovisuell sein.
  • Finnland koppelt reine Textartikel bei Yle seit August 2022 nach einer Verlegerbeschwerde bei der EU-Kommission an Audio- oder Videoinhalte.
  • Die Autoren empfehlen technologieneutrale Auftragsdefinitionen, Innovationsvorgaben in der Konzession und die Entwicklung der SRG zu einem «Public Open Space».
Primäre Quellenbasis & Herkunftsnachweis
Verifizierter Herkunftsnachweis
Primärquelle: persoenlich.com News•Veröffentlicht: 5. Aug. 2026
Ursprünglicher Berichttitel: “Bakom-Studie: SRG soll online mehr Freiheiten erhalten”

Verwandte Marktsignale & Trends

Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.

Media Policy18. Sept. 2026

Fög study: Young Swiss want SRG on social media

A study by the University of Zurich's Research Center for Public and Society (Fög) reveals that a majority of the Swiss population supports public service media like SRG, but expectations for its online presence vary significantly by age. Among 18-24 year-olds, 69.9% want SRG to be present on social media, while only 23.8% of those over 55 do. The population generally values SRG's own channels, with 69.6% emphasizing TV presence and 47% mentioning websites/apps. The study is intended to inform the new SRG concession starting in 2029, where the federal government plans to focus online efforts on audio and video. The findings suggest that reducing presence on third-party platforms would particularly affect younger audiences, and the authors argue against blanket regulations for specific online formats.

Signal analysieren
Broadcast Regulation7. Mai 2026

SRG-Trägerschaft fordert weiterhin Vollprogramm in neuer Konzession ab 2029

Die Regionalgesellschaft SRG Bern Freiburg Wallis hat eine Resolution verabschiedet, die Bund und Parlament auffordert, der SRG in der ab dem 1. Januar 2029 gültigen Konzession weiterhin einen umfassenden Service-public-Auftrag zu sichern. Das Gremium lehnt Vorschläge ab, das Mandat auf Information, Kultur und Bildung zu beschränken. Sport und Unterhaltung müssten integraler Bestandteil des verfassungsrechtlichen Leistungsauftrags bleiben, da sie essenziell für Reichweite und nationalen Zusammenhalt seien. Neben einer starken regionalen Verankerung und dem Erhalt der sprachregionalen Vielfalt verlangt die Trägerschaft eine auskömmliche Finanzierung inklusive Teuerungsausgleich ab 2029. Zudem spricht sie sich entschieden gegen neue Kontrollorgane mit erweiterten Sanktionskompetenzen jenseits der bestehenden Ombudsstellen und der Unabhängigen Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen (UBI) aus.

Signal analysieren
Broadcasting regulation and public broadcaster oversight20. Juli 2026

Rechtsbürgerliche Kräfte erhöhen den Druck auf die SRG

Eine Untersuchung des Magazins Republik belegt den wachsenden politischen Druck auf die SRG trotz eines klaren Votums gegen die Halbierungsinitiative. Der neu gegründete Verein SVFAB analysierte angeblich rund 30'000 SRF-Sendungen mittels Künstlicher Intelligenz auf eine linkslastige Schlagseite hin und übergab die Daten an die neue Bakom-Direktorin Gianna Luzio. Der SVFAB fordert die Schaffung eines unabhängigen Mediengerichts mit Sanktionsbefugnissen und Bussen von bis zu 500'000 CHF. Medienminister Albert Rösti unterstützt die Debatte über eine angeblich unausgewogene Berichterstattung und erwägt, der Unabhängigen Beschwerdeinstanz (UBI) ebenfalls Bussenkompetenzen zu verleihen, was eine Gesetzesänderung erfordern würde. Medienexperten kritisieren die SVFAB-Methodik als intransparent und wissenschaftlich nicht haltbar. Die Diskussion verlagert sich zunehmend auf strukturelle Hebel wie Konzessionsbedingungen, Aufsichtsstrukturen und die künftige Finanzierung.

Signal analysieren

Marktsignale & Strategische Shifts in Echtzeit verfolgen

Erstellen Sie benutzerdefinierte Watchlists, um automatisierte, evidenzbasierte Executive Briefings zu erhalten, sobald wesentliche Signale oder Marktverschiebungen auftreten.