Beobachtetes Signal · 16. Aug. 2026 · Policy Update · Quelle: persoenlich.com News · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Neutral
Bakom-Direktorin könnte wegen SRG-Konzession in den Ausstand treten
Gianna Luzio, Direktorin des Bundesamtes für Kommunikation (Bakom), steht wegen möglicher Interessenkonflikte bei der Ausarbeitung der künftigen SRG-Konzession unter Beobachtung. Ihre Schwester Elena Luzio wurde zur Präsidentin von SRG SSR Svizra Rumantscha (SRG.R) gewählt, was ab dem 1. Januar 2027 automatisch einen Sitz im SRG-Verwaltungsrat beinhaltet. Das Bakom bestätigte, dass die üblichen Ausstandsregeln gelten und die Situation besondere Sensibilität erfordert. Ein Rechtsexperte hält einen teilweisen Ausstand für denkbar, der sich auf Belange beschränkt, die Radiotelevisiun Svizra Rumantscha (RTR) direkt betreffen. Medienminister Albert Rösti plant derweil, das SRG-Mandat stärker auf Information, Kultur und Bildung zu fokussieren, mit strengeren Auflagen für Sport, Unterhaltung und Online-Textlängen. Ein Entwurf für die Konzession wird noch in diesem Jahr erwartet, gefolgt von einer Vernehmlassung im Frühjahr 2027 und dem Bundesratsbeschluss für ein Inkrafttreten im Jahr 2029.
Regulatorische Änderungen am Mandat eines öffentlich-rechtlichen Hauptsenders infolge möglicher Interessenkonflikte sind für Medienmärkte relevant, haben jedoch nur begrenzte direkte Auswirkungen auf das globale AdTech- und MarTech-Ökosystem.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Gianna Luzio leitet seit April das Bakom und verantwortet den Entwurf für die künftige SRG-Konzession.
- Elena Luzio wurde zur Präsidentin von SRG.R gewählt; das Amt ist ab 1. Januar 2027 mit einem SRG-Verwaltungsratssitz verbunden.
- Das Bakom betonte, dass bei Interessenkonflikten strenge Ausstandsregeln greifen und Fingerspitzengefühl gefragt ist.
- Laut einem Rechtsexperten kommt ein teilweiser Ausstand bei RTR-spezifischen Themen in Betracht.
- Medienminister Albert Rösti plant eine Einschränkung des SRG-Mandats; der Entwurf für die Konzession wird für 2026, die Vernehmlassung für Frühjahr 2027 und das Inkrafttreten für 2029 anvisiert.
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2 verknüpfte Unternehmen“Elena Luzio was elected this spring as the new president of SRG SSR Svizra Rumantscha (SRG.R), the body of the Romansh SRG section; the pres...”
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Ontologie & Marktkonzepte
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SRG: Umzug ins Provisorium nach 64 Jahren am Standort Bern
Die Generaldirektion der SRG hat ihren langjährigen Hauptsitz an der Giacomettistrasse in Bern verlassen. Aufgrund von Verzögerungen bei der Sanierung des neuen Standorts an der Schwarztorstrasse arbeiten die rund 240 Mitarbeiter derzeit in temporären Büros. Der Umzug war ursprünglich für Ende 2026 geplant, doch da die Bauarbeiten noch nicht begonnen haben, wird ein neuer Einzugstermin im Frühjahr 2027 erwartet. Grund für die Verzögerung ist der Denkmalschutz des Gebäudes, der eine komplexe Abstimmung zwischen den Denkmalpflege- und Energiebehörden erfordert. Durch die Konsolidierung von bisher drei auf künftig zwei Standorte in Bern rechnet die SRG weiterhin damit, ihre strukturellen Kosten jährlich im einstelligen Millionenenbereich zu senken.
SRF zeigt ganze Fußballspiele auf TikTok und YouTube
Der Schweizer Rundfunk SRF sendet nun ganze Fußballspiele parallel auf TikTok und YouTube, darunter das Nations-League-Spiel Schweiz gegen Nordmazedonien und ausgewählte Super-League-Partien. Damit geht der Sender über kurze Clips hinaus und bietet komplette Live-Übertragungen auf diesen Plattformen an, zeitgleich zum linearen TV. Die SRG verfügt über umfassende Social-Media- und Online-Rechte, die diese Ausstrahlung abdecken, allerdings ist der Stream auf die Schweiz beschränkt. SRF veröffentlicht keine konkreten Zuschauerzahlen, betont aber, mit den Übertragungen junge Zielgruppen erreicht zu haben. Kommerziell bringt die zusätzliche Reichweite keine direkten Einnahmen, obwohl die Werbeblöcke aus dem TV-Programm in den Streams gezeigt werden dürfen. Diese Nutzung fließt nicht in die offizielle TV-Messung von Mediapulse und damit nicht in die Preisbildung von Admeira ein. SRF sieht TikTok als strategisch wichtig, um junge Zielgruppen zu erreichen; seit Juli läuft auch die Hauptausgabe der Tagesschau live auf YouTube.
RTS-Newsredaktion schlägt Alarm wegen Überlastung
Mehr als 200 Mitarbeitende von Radio Télévision Suisse (RTS), darunter Journalisten, Techniker und externe Mitarbeiter, haben einen offenen Brief an die RTS-Direktion und die SRG unterzeichnet, in dem sie vor Erschöpfung, technischen Pannen und Burnout seit dem Umzug der Newsredaktion nach Ecublens warnen. Der Brief verweist auf einen kürzlichen Vorfall bei La Première, bei dem ein Nachrichtenblock durch Musik und Stille unterbrochen wurde, den sie als Endpunkt einer dreijährigen Verschlechterung bezeichnen. Sie fordern ein Moratorium für die geplante Zusammenlegung der Radio- und TV-Redaktionen sowie für neue digitale Formate, bis auch die TV-Teams in Ecublens angekommen sind, und eine Überprüfung der übertragenen technischen Aufgaben. Der RTS-Sprecher betont, man nehme die Situation ernst und habe eine Taskforce eingesetzt; Gespräche mit der Journalistenvereinigung laufen.
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