Beobachtetes Signal · 31. Jan. 2020 · Policy Update · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Negativ

Avast schließt Datentochter Jumpshot nach Datenskandal mit sofortiger Wirkung

Zusammenfassung des Signals

Der Antiviren-Anbieter Avast hat die sofortige Einstellung seiner Marketing-Analytics-Tochtergesellschaft Jumpshot angekündigt, nachdem Berichte über den fragwürdigen Verkauf von Nutzerdaten öffentlich wurden. Avast-CEO Ondrej Vlcek entschuldigte sich für den Vorfall und betonte, dass der Schutz der Privatsphäre an erster Stelle stehe. Jumpshot hatte Daten von Millionen Avast-Nutzern an Unternehmen wie Google, Yelp, Microsoft, Pepsi und McKinsey weitergegeben. Darunter befanden sich Suchanfragen, GPS-Koordinaten, besuchte LinkedIn-Seiten sowie YouTube-Verläufe. Obwohl die Datensätze anonymisiert sein sollten, machten Bewegungsprofile und persistente IDs eine Re-Identifizierung von Personen möglich. Infolgedessen hatten Mozilla, Opera und Google Avast-Browser-Erweiterungen blockiert. Von dem Vorfall waren potenziell über 435 Millionen aktive Avast-Nutzer betroffen. CEO Vlcek und der Vorstand beschlossen daraufhin die sofortige Einstellung der Datenerhebung, um den Fokus wieder auf Vertrauen und Datenschutz zu richten.

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Hohe Konfidenz

Ein schwerwiegender Datenschutzvorfall, der Bedenken hinsichtlich der Datenweitergabe aufdeckte und zur schnellen Schließung einer Tochtergesellschaft führte; dies hat erhebliche Implikationen für den Umgang mit Nutzerdaten in der AdTech-Branche.

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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz

  • Avast beendet die Datenerhebung von Jumpshot und schließt die Tochtergesellschaft mit sofortiger Wirkung.
  • Jumpshot verkaufte Berichten zufolge Nutzerdaten an Unternehmen wie Google, Yelp, Microsoft, Pepsi und McKinsey.
  • Die Daten umfassten Suchanfragen, GPS-Koordinaten, besuchte LinkedIn-Seiten, YouTube-Verläufe und Inhalte von Porno-Websites.
  • Obwohl die Datensätze anonymisiert waren, konnten Bewegungsprofile und persistente IDs die Identifizierung von Einzelpersonen ermöglichen.
  • Mozilla, Opera und Google blockierten Avast-Erweiterungen in ihren Browsern.
  • Potenziell waren mehr als 435 Millionen aktive Avast-Nutzer von dem Datenvorfall betroffen.
  • CEO Ondrej Vlcek entschuldigte sich öffentlich und betonte, dass Vertrauen für Avast von fundamentaler Bedeutung ist.
Primäre Quellenbasis & Herkunftsnachweis
Verifizierter Herkunftsnachweis
Primärquelle: OnlineMarketing.de•Veröffentlicht: 31. Jan. 2020
Ursprünglicher Berichttitel: “Nach Verkauf von Millionen Nutzerdaten: Avast schließt Jumpshot mit sofortiger Wirkung - | OnlineMarketing.de”

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