Beobachtetes Signal · 8. Sept. 2026 · Policy Update · Quelle: CNBC Technology · Relevanz: 4/5 · Sentiment: Negativ
Australien plant Gesetz zur Deaktivierung algorithmischer Social-Media-Feeds
Die australische Labour-Regierung unter Premierminister Anthony Albanese hat einen Gesetzentwurf vorgelegt, der Social-Media-Plattformen wie Meta, TikTok und Google verpflichtet, Nutzern über 16 Jahren eine Opt-out-Option für algorithmische Empfehlungsfeeds anzubieten. Die von Kommunikationsministerin Anika Wells initiierte Regelung „My Feed, My Way“ ermöglicht stattdessen einen rein chronologischen, follower-basierten Feed. Bei Verstößen drohen Bußgelder von bis zu 109,2 Millionen AUD (79 Millionen USD), die von der eSafety-Regulierungsbehörde durchgesetzt werden. Zudem soll die Behörde erweiterte Befugnisse erhalten, um schädliche Inhalte schnell entfernen zu lassen. Der Entwurf umfasst auch den Schutz Minderjähriger vor manipulativem und süchtig machendem Design in KI-Chatbots und Online-Spielen. Das Gesetz folgt auf das kürzlich beschlossene australische Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige und reiht sich in globale Regulierungsinitiativen ein. Derzeit berät die Regierung über die genaue Ausgestaltung der Opt-in- und Opt-out-Mechanismen, bevor das Gesetz noch in diesem Jahr ins Parlament eingebracht wird.
Ein wegweisender regulatorischer Vorstoß einer großen Volkswirtschaft gegen algorithmische Feeds, der das Ad-Targeting und die User-Engagement-Strategien von Social-Media-Plattformen nachhaltig beeinflussen könnte.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Australien schlägt mit der Initiative „My Feed, My Way“ vor, dass Nutzer über 16 algorithmische Feeds deaktivieren können.
- Bei Verstößen drohen Plattformen Bußgelder von bis zu 109,2 Millionen AUD, überwacht durch die eSafety-Regulierungsbehörde.
- Der Gesetzentwurf enthält strenge Schutzmaßnahmen für Minderjährige gegen süchtig machendes Design in KI-Chatbots und Online-Spielen.
- Die Maßnahme ergänzt das australische Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige und weitere globale Jugendschutzinitiativen.
- Die Regierung prüft derzeit im Konsultationsverfahren, ob algorithmische Kuration standardmäßig per Opt-in oder Opt-out geregelt wird.
Verknüpfte Unternehmen
8 verknüpfte Unternehmen“Meta settled for $18 billion in a landmark social media trial in August, brought by a coalition of U.S. states....”
“TikTok, for example, has a Friends tab that shows friends' posts alongside its primarily recommendation-driven feed....”
“Instagram provides Following and Favorites feeds....”
“YouTube has a Subscriptions feed....”
“Snapchat separates friends' Stories from public discovery content....”
Ontologie & Marktkonzepte
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Australien plant Gesetz zur Deaktivierung von Social-Media-Algorithmen
Australien arbeitet an einem Gesetzesentwurf namens „Digital Duty of Care“, der Social-Media-Plattformen wie Instagram und TikTok dazu verpflichten soll, Nutzern Feeds ohne algorithmische Kuration anzubieten. Die Initiative unter Kommunikationsministerin Anika Wells zielt darauf ab, User vor schädlichen Inhalten und Echokammern zu schützen. Technische Details und Umsetzungsrichtlinien werden derzeit noch finalisiert. Bei Verstößen drohen den Anbietern empfindliche Strafen. Während Plattformen wie Bluesky bereits selektive Opt-out-Optionen für Publisher anbieten, fordert Australien eine umfassende Deaktivierungsmöglichkeit auf Rezipientenseite. Die Opposition äußert Bedenken hinsichtlich potenzieller Zensur. Gleichzeitig schließt die australische Regierung nicht aus, dass sich globale Plattformen aufgrund der strengen Regulierung vollständig aus dem Markt zurückziehen könnten.
Australiens 'My Feed, My Way' könnte Social-Werbung neu gestalten
Australien plant ein Gesetz namens 'My Feed, My Way', das soziale Plattformen dazu verpflichten soll, Nutzer ab 16 Jahren zu fragen, ob ihr Standard-Feed algorithmisch empfohlene Inhalte enthalten soll. Befürworter argumentieren, dass dies süchtig machendes Engagement reduzieren und Marken dazu zwingen könnte, Inhalte zu erstellen, die es wert sind, gefolgt zu werden. Instagram-Chef Adam Mosseri erklärte, dass ohne Empfehlungen das Engagement um bis zu 50 % sinkt, aber der Artikel argumentiert, dass dieser Rückgang das Ziel der Gesetzgebung ist, nicht ein Nachteil. Der Meinungsbeitrag suggeriert, dass ein reiner Follow-Feed Marken zwingen würde, bedeutungsvollere Inhalte zu schaffen. Er nennt Beispiele wie Fferns Kurzfilm, Manors Golfgeschichte und Surreal, die bereits erfolgreich diesen Ansatz verfolgen.
Instagram-Chef Mosseri verteidigt Ranking-Algorithmus gegen Australiens Opt-out-Pläne
Australien plant ein Gesetz zur digitalen Sorgfaltspflicht („Digital Duty of Care“), das Nutzern ein Opt-out aus algorithmischen Feeds auf Social-Media-Plattformen ermöglichen soll. Als Reaktion darauf verteidigte Instagram-CEO Adam Mosseri die Notwendigkeit von Ranking-Algorithmen. Ohne diese Mechanismen würden Feeds von Accounts mit der höchsten Posting-Frequenz dominiert – primär Brands und Publisher –, was das Nutzererlebnis weg von Freunden und Creators verschieben würde. Mosseri legte dar, wie Instagram historisches Nutzerverhalten analysiert, um Relevanz-Scores zu erstellen und Chronologie mit algorithmischer Kuration auszubalancieren. Zudem verwies er auf bestehende Kontrollfunktionen wie den „Following Feed“. Der australische Gesetzentwurf befindet sich noch in einer frühen Phase, konkrete Umsetzungsdetails stehen noch aus.
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