Beobachtetes Signal · 28. Apr. 2026 · Policy Update · Quelle: techcrunch · Relevanz: 4/5 · Sentiment: Negativ
Australien plant 2,25-Prozent-Abgabe für Big Tech bei fehlenden News-Deals
Australien hat am 28. April 2026 den Entwurf des News Bargaining Incentive (NBI) vorgelegt. Die Gesetzgebung verpflichtet Plattformen wie Meta, Google und TikTok zur Zahlung an lokale Medienhäuser oder zur Entrichtung einer Abgabe auf ihre australischen Umsätze. Der Entwurf sieht eine Standardabgabe von 2,25 Prozent vor, die bei ausreichenden kommerziellen Vereinbarungen mit Verlagen auf effektiv 1,5 Prozent sinken kann. Das Instrument könnte dem australischen Journalismus schätzungsweise 200 bis 250 Millionen australische Dollar zuführen. KI-Dienste sind explizit von der Regelung ausgenommen. Die Initiative ersetzt den News Media Bargaining Code von 2021, der es Plattformen durch die Entfernung von Nachrichteninhalten ermöglicht hatte, Zahlungen zu umgehen. Bei einer Verabschiedung müssen die betroffenen Unternehmen die Vorgaben bis Juli 2026 erfüllen.
Staatliche Regulierungsmaßnahmen gegen große Walled Gardens (Google, Meta, TikTok) greifen direkt in die Plattformökonomie und Publisher-Umsatzströme ein und schaffen einen globalen Präzedenzfall für die Werbe- und Medienmonetarisierung.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Die australische Regierung hat am 28.04.2026 den Gesetzentwurf des News Bargaining Incentive (NBI) veröffentlicht.
- Das NBI sieht eine Abgabe von 2,25 Prozent auf australische Umsätze von Meta, Google und TikTok vor, es sei denn, sie schließen kommerzielle News-Deals ab.
- Bei ausreichenden Verlagsvereinbarungen kann die effektive Abgabe auf 1,5 Prozent sinken und dem Journalismus 200 bis 250 Millionen AUD einbringen.
- Laut dem Staatssekretär für das Finanzwesen (Assistant Treasurer) Daniel Mulino sind KI-Dienste ausdrücklich von der Regelung ausgenommen.
- Das NBI ersetzt den News Media Bargaining Code von 2021, der Zahlungsvermeidungen durch Content-Entfernung erlaubte; die Compliance-Frist bei Verabschiedung ist Juli 2026.
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Australia Forces Streamers to Fund Australian Content
Australia has enacted the Communications Legislation Amendment Bill 2025, requiring major streaming services with more than one million subscribers to invest in original Australian programming. Platforms must spend either 10% of their programming budget or 7.5% of local revenue on new Australian commissions, applied to genres such as drama and children's content while excluding reality TV. The Australian Communications and Media Authority (ACMA) can impose penalties for non-compliance of up to ten times a service's annual revenue. The law is part of the government's Revive national cultural policy and cleared prior trade-agreement concerns with the United States before passage. Industry reactions are mixed: local screen producers welcome stable funding, while global platforms warn the mandates and steep fines could reduce flexibility and raise subscription costs. The move follows a broader international trend of tighter regulation of streaming platforms.
US-Regierung schließt Microsoft von Visa-Programm aus
Die US-Regierung hat Microsoft von der Beantragung dauerhafter Aufenthaltsgenehmigungen für ausländische Fachkräfte mit H-1B-Visa ausgeschlossen und wirft dem Unternehmen Missbrauch des Programms vor. Vizepräsident JD Vance erklärte, Microsoft habe im vergangenen Jahr 6.000 amerikanische Mitarbeiter entlassen, aber von 6.300 H-1B-Visainhabern profitiert. Das Arbeitsministerium unter Keith Sonderling wird keine neuen Anträge von Microsoft, mehreren Beratungsunternehmen und Adobe annehmen. Dieser Schritt erfolgt wenige Wochen vor den Parlamentswahlen und spiegelt die Kritik der Trump-Regierung am H-1B-Programm wider, das angeblich amerikanische Arbeiter benachteiligt. Microsoft hat noch nicht reagiert. Der Schritt könnte die Fähigkeit der Tech-Branche beeinträchtigen, qualifizierte ausländische Talente zu halten.
Amazon stellt neue Alexa-Tablets mit KI und Google Play vor
Amazon hat eine neue Tablet-Generation unter der Marke Alexa angekündigt, darunter das Alexa Tablet 12 Pro, das Alexa Tablet 11 und das Alexa Tablet 8. Alle Geräte laufen mit Android, integrieren den KI-Assistenten Alexa+ und bieten erstmals direkten Zugriff auf den vollständigen Google Play Store, sodass Nutzer neben Amazon-Diensten auch Apps wie YouTube, Netflix und Gmail installieren können. Die Tablets bieten verschiedene Bildschirmgrößen, Prozessoren und Akkulaufzeiten, mit Preisen ab 229,99 US-Dollar. Ein spezieller Kindle-Lesemodus und neue Kindermodelle mit elterlicher Kontrolle wurden ebenfalls eingeführt. Der Verkaufsstart in Nordamerika ist am 8. Oktober, die Auslieferung beginnt am 14. Oktober, und die Verfügbarkeit in Europa, einschließlich Deutschland, startet am 19. Oktober.
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