Beobachtetes Signal · 17. Juni 2026 · Forecast · Quelle: CNBC Technology · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Neutral
Amazon-KI-Manager prognostiziert kommerzielle Quantencomputer in fünf bis sieben Jahren
Peter DeSantis, ein führender Amazon-Manager für KI-Modelle, Chips und Quantencomputing, hat in einem Interview erklärt, dass erste kommerziell nutzbare Quantencomputer voraussichtlich in fünf bis sieben Jahren verfügbar sein werden. DeSantis zufolge werden die Quantensysteme anschließend in einer an das Mooresche Gesetz angelehnten Progression skalieren und die Lösung zunehmend komplexer Probleme ermöglichen. Als frühe Anwendungsbereiche nannte er die Chemie und Materialwissenschaft. Amazon arbeite im Rahmen dieser Entwicklung an eigener Hardware wie dem Ocelot-Quantenchip, um zentrale Herausforderungen wie die Fehlerkorrektur zu bewältigen. Mit dieser Einschätzung positioniert sich Amazon im Mittelfeld anderer Branchenprognosen: Während Microsoft die kommerzielle Viabilität bis 2029 erwartet und Google kurzfristige Durchbrüche signalisiert, hatte Nvidia zuvor deutlich längere Zeiträume genannt. Es handelt sich um den ersten öffentlich genannten Zeitplan von Amazon für diese Zukunftstechnologie.
Die Zeitleiste eines Amazon-Topmanagers für das Quantencomputing gibt die strategische Richtung für Hardware- und KI-Infrastrukturen vor, hat jedoch kaum unmittelbare Auswirkungen auf die AdTech- und MarTech-Branche und ist primär für langfristige Compute-Roadmaps von Bedeutung.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Peter DeSantis prognostiziert kommerziell nutzbare Quantencomputer innerhalb von fünf bis sieben Jahren.
- DeSantis leitet eine neue Amazon-Organisation für KI-Modelle, Chips und Quantencomputing.
- Amazon hat den Ocelot-Quantenchip zur Bewältigung von Fehlerkorrekturen vorgestellt.
- Microsoft plant eine kommerziell nutzbare Quantenmaschine bis 2029.
- Die Prognose gibt Einblick in langfristige KI-Infrastrukturtrends, hat jedoch keine unmittelbaren Auswirkungen auf AdTech oder MarTech.
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Quantencomputing treibt Wandel der Rechenzentrums-Infrastruktur voran
Rasante Fortschritte im Quantencomputing veranlassen Hyperscaler und Regierungen zu massiven Investitionen in die Integration von Quantensystemen mit konventionellen Rechenzentren. Microsoft, letztes Jahr Entwickler des Quantenchips Majorana, prognostiziert kommerziell wertvolle Quantenmaschinen bis 2029, während Branchen-Roadmaps den breiteren Einsatz für 2028 bis 2032 anvisieren. Analysten betonen, dass Quantenbeschleuniger Rechenzeiten und Energiekosten für bestimmte Workloads senken und als ergänzende Quanten-Pods fungieren, statt klassische Infrastruktur zu ersetzen. Zu den Herausforderungen zählen maßgeschneiderte Integration, Fachkräftemangel, Rüstzeiten für Energie- und thermische Anforderungen, M&A-getriebene Lieferkettenstrategien sowie kryptografische Risiken, die eine quantensichere Verschlüsselung erfordern. Regierungen, insbesondere China, sowie der Verteidigungssektor erhöhen die öffentlichen Investitionen, während Finanzinstitute und Analysten wie UBS und S&P sowohl kurzfristige Meilensteine als auch langfristige Unsicherheiten hervorheben.
Quantencomputing verstärkt Künstliche Intelligenz und transformiert Zukunfts-Infrastruktur
Der Artikel beleuchtet die rasante Konvergenz von Quantencomputing mit generativer AI, Robotik und Raumfahrttechnologien. Die drei Säulen Quantencomputing, Quantenkommunikation und Quantensensorik prognostizieren ein Umsatzpotenzial von bis zu 97 Milliarden US-Dollar bis 2035 und rund 200 Milliarden US-Dollar bis 2040. Wichtige Meilensteine im Jahr 2025 umfassen Fortschritte bei der Fehlerkorrektur, verbesserte Prozessoren und hybride GPU-Quanten-Verbindungen wie Nvidias NVQLink sowie Cloud-Zugänge über IBM, AWS und Azure. Zudem zeigt sich eine starke Finanzierungsdynamik mit rund 3,77 Milliarden US-Dollar in den ersten neun Monaten des Jahres 2025 sowie anlaufende IPO-Aktivitäten von Quantinuum und Xanadu. Trotz kommerzieller Deployments im Bereich der Quantensensorik bleiben Herausforderungen wie Fachkräftemangel, hoher Energie- und Kühlbedarf sowie lange Zeitpläne bis zu breit einsetzbaren, fehlertoleranten Systemen bestehen.
Amazons KI-Chef sieht Weg zum Aufholen zu OpenAI und Anthropic
Peter DeSantis, Amazons für Halbleiter, KI und Quantentechnologie verantwortlicher Senior Vice President, erklärte gegenüber CNBC, er erwarte, dass Amazon im kommenden Jahr mit führenden Frontier-KI-Laboren wie OpenAI und Anthropic konkurrieren könne. Obwohl Amazons Modelle bei Höchstleistungen bislang nicht an der absoluten Spitze lagen, habe das Unternehmen gezielt Fundamente aus Daten, Architektur und Infrastruktur aufgebaut. Amazon verfolgt einen zweigleisigen Ansatz aus dem Modell-Marktplatz Bedrock und eigenen Nova2-Modellen, die bereits rund 50.000 Kunden zählen. DeSantis hob zudem die Strategie eigener Custom-Chips unter den Marken Trainium und Graviton hervor, verglich diese mit Nvidia und ließ die Option offen, künftig auch komplette Racks an Dritte zu vertreiben. Als zentraler Cloud- und Hardware-Anbieter könnte Amazon mit diesem ganzheitlichen Ansatz den Wettbewerb bei Modellen, Cloud-Compute und KI-Infrastruktur nachhaltig beeinflussen.
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