Beobachtetes Signal · 23. Juni 2025 · Industry Analysis · Quelle: Marketecture · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Positiv
Wie KI Werbeagenturen beim internen Transformationssprung hilft
Der Artikel analysiert, wie Künstliche Intelligenz als fundamentale Technologie Werbeagenturen umwälzt, da diese zunehmend eigene In-House-KI-Lösungen entwickeln, statt sich nur auf externe Vendor zu verlassen. Vor dem Hintergrund des Cannes-Festivals zeigt sich, dass Agenturen aktiv Code implementieren und KI-gestützte Angebote auf den Markt bringen. Zu den Beispielen zählen IPG mit Adobe-Partnerschaften und einer Snowflake-Kollaboration für datenschutzkonforme Datennutzung; MiQ mit dem Produkt Sigma zur Generierung programmatischer, KI-gesteuerter Personas; sowie ein KI-Mediaplaner von CMI Media für Media-Trader. Zudem demonstrierte WPP KI-Produkte, während PMG das Marketing Operating System Alli vorstellte, das Daten von 25 Vendor integriert. Dies steht im Kontrast zu vielen Ad-Tech-Anbietern, die agentische Konzepte noch diskutieren, womit strategische Kernentscheidungen künftig auf Kern-Daten- und Aktivierungskapazitäten fokussieren.
Unterstreicht eine potenziell branchenverändernde Verlagerung hin zur In-House-KI-Entwicklung durch Agenturen, die sich in einem frühen, aber signifikanten Stadium befindet.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Agenturen entwickeln eigene KI-Lösungen und In-House-Kapazitäten, statt auf externe Produkte zu warten.
- IPG investiert in KI durch Adobe-Partnerschaften und Snowflake-Kooperationen für datenbasierte Intelligenz ohne Datenmigration.
- MiQ hat Sigma gelauncht, um KI-gestützte Personas zu erstellen und programmatisch zu erreichen.
- CMI Media hat einen KI-Mediaplaner entwickelt, der bereits produktiv bei Tradern im Einsatz ist.
- PMG präsentierte Alli als Marketing Operating System inklusive eines Marktplatzes für Daten und Funktionen von 25 Vendor.
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Aktuelle Hotspots und Marktdynamiken bei KI-gestützten AdTech-Start-ups
Eine aktuelle Analyse von Marketecture beleuchtet das Ökosystem der KI-getriebenen Advertising-Start-ups und zeigt, dass sich keine universelle Einheitslösung durchgesetzt hat, sondern vielmehr diverse spezialisierte Ansätze. Im Bereich AI-for-Creatives unterscheidet der Bericht zwischen Designtools wie Flora, universellen Kreationslösungen angeführt von Celtra sowie rein kanalbezogenen Social-Media-Anwendungen. Zudem demonstriert Viant eine KI-gestützte Media-Planning-Funktion, die Mediapläne direkt aus Prompts generiert, wobei Herausforderungen wie Datenzugriff und die Zurückhaltung von Agenturen beim Outsourcing bestehen bleiben. Auf der Buy-Side werden prominente M&A-Aktivitäten hervorgehoben – darunter die Übernahmen von Scibids durch DoubleVerify und Greenbids durch Perion –, während unabhängige Akteure wie Cognitiv, Chalice, Swym und Biddable Assets genannt werden. Cross-Channel-Optimierungen treiben Mint.ai und Fluency voran, letztere nach einer Finanzierungsrunde über 40 Millionen US-Dollar. Auf der Sell-Side gewinnen Initiativen wie AdCP und KI-generierte Kampagnen von PubMatic an Traktion. Insgesamt blickt der Markt den Jahren 2025 bis 2026 für agentische, KI-gestützte Werbetools verhalten optimistisch entgegen.
Agenturen sehen wachsende KI-Kluft gegenüber Werbekunden
Agenturleiter berichteten auf den Cannes Lions, dass Agenturen bei der KI-Adoption deutlich weiter fortgeschritten seien als ihre Markenkunden. Während Agenturen hochentwickelte interne KI-Tools und Plattformen aufbauen, bleiben viele CMOs durch Data Governance, Procurement, rechtliche Freigaben und stagnierende Marketingbudgets eingeschränkt. Ein Agentur-CEO erklärte, eine proprietäre KI-Plattform habe den Umsatz fünf Quartale in Folge dreistellig gesteigert. Werbekunden teilen sich jedoch in vier Lager auf – von aktiven Entwicklern bis hin zu kompletten Verweigerern –, was die Kluft vergrößert. Gleichzeitig fordern Werbungtreibende mehr Transparenz über den genauen KI-Einsatz. Die Berichterstattung unterstreicht wachsende Spannungen zwischen der Leistungsfähigkeit der Agenturen und der Umsetzungsbereitschaft der Kunden sowie die Debatte darüber, ob Agenturen tatsächlich einen Vorsprung haben oder dieses Narrativ nutzen, um Honorare zu rechtfertigen.
Agenturen setzen auf KI-Agenten, während Brands Media-Inhousing vorantreiben
Agenturen präsentieren verstärkt KI-Agenten-Piloten, Partnerschaften und Produkte, um Media-Planning und Media-Buying zu beschleunigen. Gleichzeitig stehen sie im Wettbewerb mit Werbetreibenden, die eigene agentenbasierte Lösungen aufbauen. WPP testet einen Media-Buying- und Planning-Agenten für Premium Video, während Dentsu mit Newton Research kooperiert, um Media-Buying-Agenten und beschleunigte Analytics über Dentsu.connect zu erproben. Auch Independent Agencies und Beratungen wie Butler/Till und Dept setzen auf KI-Tools und Google-Modelle zur Effizienzsteigerung. Werbetreibende wie Hyundai haben zudem mit Partnern eigene Bidding-Agenten entwickelt und in Piloten signifikante Effizienzgewinne erzielt. Studien der WFA belegen eine breite Inhouse-Adoption von KI. Dies stellt für Agenturen sowohl eine strategische Bedrohung als auch eine Chance für neue Geschäftsmodelle dar, da das Inhousing agentenbasierter Workflows den programmatischen Handel grundlegend verändern könnte.
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