Beobachtetes Signal · 17. März 2026 · Financial Commentary · Quelle: CNBC Technology · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Negativ
Orlando Bravo: KI rechtfertigt Bewertungsabschläge bei Software-Unternehmen
Orlando Bravo, Mitgründer von Thoma Bravo, erklärte auf dem Investorentreffen der Firma, dass künstliche Intelligenz die Disruption vieler börsennotierter Softwareunternehmen beschleunigen wird und einige jüngste Kursrückgänge gerechtfertigt sind. Gleichzeitig betonte er, dass manche Software-Akteure im Zuge der jüngsten Abverkäufe ungerechtfertigt abgestraft wurden und in der Ära autonomer KI-Agenten als Gewinner hervorgehen könnten. Konkrete Unternehmen nannte Bravo nicht. Er räumte jedoch ein, dass seine Firma das Wachstum von Medallia überschätzt hat, was bei der 6,4-Milliarden-Dollar-Übernahme im Jahr 2021 zu einem zu hohen Kaufpreis führte. Zum Stichtag Dezember verwaltete Thoma Bravo ein Vermögen von über 183 Milliarden US-Dollar verteilt auf 77 Unternehmen.
Die Einschätzung eines führenden Private-Equity-Gründers zur KI-getriebenen Disruption und Software-Bewertungen ist für Investoren und Softwareanbieter von Bedeutung, stellt jedoch eine Markteinschätzung und keine regulatorische oder produktbezogene Änderung dar.
Marktsignale zu Thoma Bravo in Echtzeit verfolgen
Polaris7 erfasst behördliche Registrierungen, Primärquellen, Führungswechsel und Deal-Aktivitäten rund um die Uhr. Erstellen Sie Ihren kostenlosen Explorer-Workspace, um automatisierte Executive Briefings zu erhalten.
Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Thoma-Bravo-Mitgründer Orlando Bravo erklärte, dass KI viele börsennotierte Softwareunternehmen disruptieren wird und einige Bewertungsabschläge gerechtfertigt sind.
- Bravo betonte, dass einige Software-Firmen in jüngsten Abverkäufen zu Unrecht abgestraft wurden und in der Ära autonomer KI-Agenten gewinnen könnten.
- Bravo nannte keine konkreten Namen von Unternehmen, die seiner Ansicht nach Bewertungsabschläge verdienen oder ungerechtfertigt abgestraft wurden.
- Thoma Bravo wurde 2008 gegründet und verwaltete im Dezember ein Vermögen von über 183 Milliarden US-Dollar über 77 Unternehmen hinweg.
- Bravo räumte ein, dass Thoma Bravo das Wachstum von Medallia überschätzt und bei der Übernahme 2021 für 6,4 Milliarden US-Dollar zu viel gezahlt hat.
Verknüpfte Unternehmen
5 verknüpfte UnternehmenOntologie & Marktkonzepte
Verwandte Marktsignale & Trends
Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.
Orlando Bravo: Software-Aktien überverkauft, Profitabilität im Fokus
Thoma-Bravo-Mitgründer Orlando Bravo bezeichnet Software-Aktien als überverkauft und kritisiert, dass zahlreiche börsennotierte Softwareunternehmen nicht über ausreichend Gewinne verfügen und daher als risikoreiche Umsatzmultiplikatoren gehandelt werden. Er betonte, dass künstliche Intelligenz zwar die Code-Erstellung beschleunigt, aber breitere F&E-Funktionen nicht vollständig ersetzen kann, während softwarebasierte Domänenexperten aktuell unterbewertet seien. Thoma Bravo, gegründet 2008, verwaltete per September über 181 Milliarden US-Dollar an Assets under Management und tätigte jüngst bedeutende Übernahmen wie die der Talent-Plattform Dayforce für 12,3 Milliarden US-Dollar sowie der Luftfahrtsoftware Jeppesen ForeFlight für 10,55 Milliarden US-Dollar. Die Einschätzungen verdeutlichen die veränderte Bewertungsperspektive im Technologiesektor und unterstreichen den wachsenden Druck auf Unternehmen, nachhaltige Margen auszuweisen, anstatt rein auf Wachstumsmetriken zu setzen.
Apollo-Manager Sambur: KI verlängert den Software-Abverkauf
David Sambur, Co-Head of Private Equity bei Apollo Global Management, rechnet laut CNBC nicht mit einem baldigen Ende des Abverkaufs von Software-Aktien, der durch Ängste vor KI-Disruption angetrieben wird. Softwareunternehmen seien einem massiven Wettbewerbsdruck durch Akteure wie Anthropic und OpenAI ausgesetzt, was zu Unsicherheiten bei Erlösmodellen, Bruttomargen und Bewertungen führe. Sambur warnte, dass die KI-bedingte Verdrängung schneller ablaufe als jemals zuvor in seiner Laufbahn und Märkte größere Sicherheitsmargen für diese enormen Unwägbarkeiten einpreisen. Zwar haben Firmen wie Intuit, Hubspot und Salesforce Aktienrückkäufe angekündigt, doch laut Rishi Jaluria von RBC Capital werden diese Maßnahmen von KI-Sorgen überschattet, was künftige M&A-Aktivitäten einschränken könnte. Gleichzeitig eröffnen sich durch Deals oder Aktienrückkäufe selektive Kaufgelegenheiten in einem anspruchsvollen Marktumfeld.
KI formt Software-Markt um: „Kriegszeit“ für Tech-Investoren
Auf der TMT-Konferenz von Morgan Stanley beschrieb David Chen, Leiter des globalen Technologie-Investmentbankings, das aktuelle Marktumfeld für Enterprise Software als „Kriegszeit und nicht Friedenszeit“. KI mische Gewinner und Verlierer völlig neu. Investoren fragen nun primär, ob KI das Kerngeschäft eines Unternehmens stärkt oder bedroht, statt sich nur auf Effizienzgewinne zu konzentrieren. Chen differenzierte zwischen deterministischer Software wie Lohnabrechnung und Rechnungsstellung, die ihren Burggraben behält, und Software zur Organisation öffentlicher Daten, die stark gefährdet ist. Cybersecurity hob er als klaren Profiteur hervor und verwies zudem auf Halbleiter und Systeme der nächsten Generation, die Engpässe bei Konnektivität, Rechenleistung und Energie adressieren. Box-CEO Aaron Levie ergänzte, dass autonome Agenten zur primären Kundengruppe für überlebende Software werden könnten, was die strategische Ausrichtung von Anbietern im Enterprise-Segment grundlegend verändert.
Marktsignale & Strategische Shifts in Echtzeit verfolgen
Erstellen Sie benutzerdefinierte Watchlists, um automatisierte, evidenzbasierte Executive Briefings zu erhalten, sobald wesentliche Signale oder Marktverschiebungen auftreten.
