Beobachtetes Signal · 30. Apr. 2026 · Interview · Quelle: AdExchanger · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Positiv
KI könnte Agentursilos aufbrechen, so Horizon Media
Auf der Konferenz POSSIBLE 2026 in Miami erläuterte Domenic Venuto, Chief Product & Data Officer bei Horizon Media, den Einsatz von KI zur Zentralisierung von Media-Buying-Prozessen. Die Technologie verbindet Audience Planning, Targeting, Measurement sowie Strategie und beschleunigt die Zusammenarbeit zwischen Agenturteams und Kunden. Venuto, der Ende 2024 von Razorfish und Publicis Groupe zu Horizon wechselte, betonte, dass KI interne Reaktionszeiten verkürzt und Agenturen in ihrer Rolle als strategische Partner stärkt. Gleichzeitig warnte er vor einer zunehmenden Fragmentierung von Kanälen und Ad-Produkten, die trotz Effizienzgewinnen neue Komplexitäten für Marketer mit sich bringt. Das Interview wurde am 30.04.2026 von AdExchanger veröffentlicht und verdeutlicht den anhaltenden Wandel durch datengetriebene Automatisierung.
Das Interview verdeutlicht, wie KI zur Zentralisierung von Agentur-Workflows und der Kundenkollaboration genutzt wird. Dies ist hochrelevant für Agenturstrategien und den Einsatz von AI Tooling, stellt jedoch eher eine Brichendiskussion als ein technisches Release oder regulatorisches Update dar.
Marktsignale zu Horizon Media in Echtzeit verfolgen
Polaris7 erfasst behördliche Registrierungen, Primärquellen, Führungswechsel und Deal-Aktivitäten rund um die Uhr. Erstellen Sie Ihren kostenlosen Explorer-Workspace, um automatisierte Executive Briefings zu erhalten.
Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Domenic Venuto ist Chief Product & Data Officer bei Horizon Media.
- Der Artikel wurde am 30.04.2026 von AdExchanger veröffentlicht.
- Horizon Media setzt KI ein, um Media-Buying-Aktivitäten von der Mediaplanung bis zur Strategie zu zentralisieren.
- Venuto kam Ende 2024 zu Horizon und war zuvor bei Razorfish sowie der Publicis Groupe tätig.
- Laut Venuto reduziert KI interne Verzögerungen und stärkt die strategische Partnerschaft, erhöht jedoch gleichzeitig die Fragmentierung von Kanälen und Ad-Produkten.
Verknüpfte Unternehmen
5 verknüpfte UnternehmenOntologie & Marktkonzepte
Verwandte Marktsignale & Trends
Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.
POSSIBLE 2026: Branchenexperten diskutieren über generative KI und Markttrends
Auf der Branchenkonferenz POSSIBLE 2026 in Miami befragte Digiday führende Führungskräfte von Agenturen und Marken zu den praktischen Auswirkungen von generativer KI auf das Marketing. Im Mittelpunkt stand die Balance zwischen technologischer Effizienz und menschlicher Kreativität. Die von Christian Muche geleitete und zur Hyve Group gehörende Konferenz adressierte zentrale Themen wie den pragmatischen Einsatz von KI für Measurement, Recruiting-Trends, anhaltende wirtschaftliche Unsicherheiten und den Erhalt emotionaler Markenbindungen. Zu den befragten Executives gehören Katie Klumper (Geico), die den Einsatz von KI bei der Talentakquise hervorhob, sowie Kerel Cooper (CMO, Marketcast), der KI zur Beschleunigung von Datenanalysen nutzt, ohne den menschlichen Kontext zu verlieren. Weitere Stimmen wie Maybelline New Yorks Yasmin Dastmalchi betonten authentisches Zielgruppen-Engagement. Ein zweiter Teil der Interviewreihe mit Christian Muche und Hyve-CEO Mark Shashoua folgt.
Agentur-Blackbox bricht auf: Bob Lord von Horizon Media fordert Wandel
Bob Lord, President von Horizon Media, argumentiert, dass viele Agenturen sich zu stark auf reine Kostensenkungen durch KI konzentrieren, statt echtes Werbewachstum zu fördern. Laut Lord bestehen Intransparenzen in der Supply-Chain, isolierte Tech-Stacks und versteckte Programmatic-Kosten weiterhin fort. Mehr Transparenz, Open-Source-Ansätze und erfolgsbasierte Vergütungsmodelle sollen Agenturen zu echten Wachstumspartnern machen. Bei Horizon stellt das Management das Vergütungsmodell zunehmend auf direkte Geschäftsergebnisse der Kunden um und setzt auf transparente Verträge, die Publisher-Rabatte direkt weitergeben. Zudem fordert Lord Systeme, die Kunden den Self-Service-Zugriff auf Kampagnen-Insights ermöglichen, sowie eine engere Verzahnung von Kreation und Media, um messbare Geschäftserfolge zu erzielen. Diese Entwicklung deutet auf einen nachhaltigen Wandel in der Branche hin, der traditionelle Agenturmodelle und programmatische Praktiken grundlegend verändern könnte.
Horizon-Präsident Bob Lord fordert Agenturtransparenz und KI-Neuaufstellung
Bob Lord, President von Horizon Media Holdings, kritisierte auf der Konferenz der Advertising Research Foundation traditionelle Agenturmodelle als veraltet und intransparent. Er forderte eine Ausrichtung auf Performance, Offenlegung von Plattform- und Datengebühren sowie mehr Explainability bei KI-Modellen. Horizon selbst weist Technologiegebühren transparent aus und berechnet eine Blu-Gebühr für seine eigene KI-Plattform. Jay Pattisall von Forrester warnte indessen, dass agentisches Media Buying die Intransparenz erhöhen könnte, selbst wenn es Zwischenschritte reduziert. Laut einer Studie von Keen Decision Systems planen 44 % der Werbetreibenden, mehr Media Planning ins Haus zu holen, während Marken Werbung in generativen KI-Schnittstellen testen. Zudem kündigte Dentsu einen Global Media Planner in Zusammenarbeit mit Lumen an, und die neue KI-native Agentur Multiply sammelte 9,5 Millionen US-Dollar an Funding ein. Diese Entwicklungen verdeutlichen den Druck auf klassische Geschäftsmodelle im programmatischen Ökosystem.
Marktsignale & Strategische Shifts in Echtzeit verfolgen
Erstellen Sie benutzerdefinierte Watchlists, um automatisierte, evidenzbasierte Executive Briefings zu erhalten, sobald wesentliche Signale oder Marktverschiebungen auftreten.
