Beobachtetes Signal · 9. Okt. 2025 · Policy Update · Quelle: ExchangeWire · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Positiv
Werbe-Standards im Wandel: Kalifornien reguliert laute Streaming-Ads
Der Branchenüberblick beleuchtet drei marktrelevante Entwicklungen für 2025: Die IAB Europe hat eine öffentliche Konsultation zu Version 2 der Commerce Media Measurement Standards sowie zu neuen Flexible Ad Size Guidelines für Retail Media Networks gestartet. Die Aktualisierungen erweitern den Anwendungsbereich auf den Bereich Quick Commerce und definieren Kennzahlen für Brutto- und Nettoumsätze neu, um die Transparenz in Omnichannel-Kampagnen zu erhöhen. In Melbourne präsentierte Ooh Media unterdessen fast 200 neue Werbeinstallationen in fünf Stationen des Metro Tunnels, darunter High-End-Formate wie eine dreiseitige LED-Bespielung und ein anamorphes 3D-Display. Zudem unterzeichnete Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom den Gesetzentwurf SB 576. Dieser verbietet ab dem 1. Juli 2026, dass die Audiolautstärke von Werbung auf Streaming-Plattformen die des eigentlichen Programminhalts übersteigt, um aggressive Werbelautstärke einzudämmen.
Der Bericht deckt wichtige Standardisierungen im Retail Media Sektor sowie eine neue, wegweisende Regulierung für Streaming-Werbung ab.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- IAB Europe startete am 9. Oktober 2025 die Konsultation zu Version 2 der Commerce Media Measurement Standards und neuen Retail Media Leitlinien.
- Die revidierten Standards integrieren Quick Commerce, neue Funnel-Metriken sowie präzisierte Definitionen für Brutto- und Nettoumsätze.
- Ooh Media installierte knapp 200 Werbeflächen in fünf Stationen des neuen Melbourne Metro Tunnels, inklusive 3D-Anamorph-Displays.
- Gouverneur Gavin Newsom unterzeichnete den Senatsgesetzentwurf SB 576, der ab Juli 2026 zu laute Streaming-Ads in Kalifornien untersagt.
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Kalifornien verbietet zu laute Streaming-Werbung im CTV-Bereich
Gouverneur Gavin Newsom hat das Gesetz SB-576 unterzeichnet, das Streaming-Dienste verpflichtet, die Werbelautstärke an das Programmaudio anzugleichen. Die Regelung tritt am 1. Juli 2026 in Kraft und modernisiert den bundesweiten CALM Act von 2010, indem sie die bisher nur für Broadcast und Kabel geltenden Audio-Vorgaben auf Connected TV und OTT ausweitet. Auslöser für die Initiative waren Beschwerden über plötzliche Lautstärkesprünge bei werbefinanzierten Angeboten von Plattformen wie Disney+, Netflix und Max. Nach anfänglichen technischen Bedenken der Motion Picture Association wurde der Widerstand aufgegeben und das Gesetz einstimmig verabschiedet. Marktbeobachter erwarten, dass diese bundesstaatliche Vorgabe technische Anpassungen im gesamten Streaming-Ökosystem erzwingen und möglicherweise als De-facto-Standard für den US-Markt dienen wird.
Kalifornisches Werbelautstärke-Gesetz treibt Wandel bei Streaming-Barrierefreiheit voran
Kaliforniens neues Gesetz zur Werbelautstärke veranlasst die Streaming-Branche dazu, leisere, barrierefreundliche Werbespots sowohl als Compliance-Anforderung als auch als Geschäftschance zu begreifen. Danielle Benson, eine erfahrene Programmmanagement-Expertin mit über 15 Jahren bei Branchengrößen wie Sony, NBCUniversal und Warner Bros. Discovery, argumentiert, dass barrierefreies Werbedesign die Reichweite vergrößert, den Sehkomfort – unter anderem für Kleinkinder und menschen mit Hörempfindlichkeiten – verbessert und den Abverkauf ankurbeln kann. Benson zufolge verlagern Lautstärkebegrenzungen die Anreize für Werbetreibende weg von Aufmerksamkeit durch pure Lautstärke hin zu kreativer Arbeit, die Aufmerksamkeit organisch generiert. Sie rechnet damit, dass das kalifornische Gesetz einen Präzedenzfall schafft, dem andere US-Bundesstaaten folgen könnten, wodurch Barrierefreiheit in den Bereichen Connected TV und Streaming-Werbung weiter an Bedeutung gewinnt.
Kalifornisches Verbot für zu laute Streaming-Ads tritt in Kraft
Ein neues kalifornisches Gesetz verbietet Streaming-Diensten ab dem 1. Juli 2026, Werbung lauter als den eigentlichen Video-Content auszuspielen. Damit werden bestehende Lautstärkebeschränkungen für das klassische Broadcast- und Kabelfernsehen auf das Internet-Streaming ausgeweitet. Branchenverbände wie die Motion Picture Association of America und die Streaming Innovation Alliance kritisierten das Gesetz mit dem Argument, die Anbieter würden das Problem bereits adressieren und die Gerätevielfalt erschwere die Durchsetzung. Streaming-Unternehmen haben bislang nicht öffentlich dargelegt, wie sie die Vorgaben technologisch umsetzen wollen. Berichten zufolge soll im kommenden Jahr ein ähnliches Gesetz in Illinois in Kraft treten, was auf eine breitere Regulierungswelle hindeutet, die über die Grenzen Kaliforniens hinaus weitreichende Auswirkungen auf die Werbeausspielung und die technischen Standards der Plattformen haben könnte.
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