Beobachtetes Signal · 24. Aug. 2026 · Market Research Report · Quelle: Retail-News · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Neutral
Kaspersky-Studie: 90 Prozent der europäischen KMU von Cyberangriffen betroffen
Laut einer von Retail-News zitierten Kaspersky-Studie verzeichneten 90 Prozent der befragten kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Europa innerhalb eines Jahres mindestens einen Sicherheitsvorfall. Als Hauptursache gelten menschliche Faktoren wie unzureichendes IT-Sicherheitswissen, mangelnde Sicherheitskultur und organisatorische Defizite, die häufiger für erfolgreiche Angriffe verantwortlich gemacht werden als fehlende Technologien. Phishing betraf 23 Prozent der Unternehmen, KI-gestützte Angriffe 18 Prozent, während Schwachstellen, Business Email Compromise, Supply-Chain-Angriffe und Deepfakes jeweils rund 15 Prozent ausmachten. Als Reaktion haben 74 Prozent der KMU ihre Cybersecurity-Budgets erhöht und primär in Personal, Hybrid- und Cloud-Schutz sowie Schulungen investiert; 65 Prozent planen weitere Ausgaben. Kaspersky empfiehlt eine Kombination aus modernen Sicherheitslösungen, regelmäßigen Mitarbeiter-Trainings, automatisierten Backups, strikten Zugriffskontrollen und umfassendem E-Mail-Schutz.
Die hohe Verwundbarkeit europäischer KMU steigert die operativen und datenschutzrechtlichen Risiken im digitalen Handel massiv und forciert die Nachfrage nach integrierten Cybersecurity-Lösungen.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- 90 Prozent der befragten europäischen KMU erlebten innerhalb eines Jahres mindestens einen IT-Sicherheitsvorfall.
- Häufigste Angriffsvektoren: Phishing (23 %), KI-basierte Angriffe (18 %) sowie Schwachstellen, BEC, Supply-Chain-Attacken und Deepfakes (je ca. 15 %).
- 24 Prozent sehen mangelndes Fachwissen des Personals als größtes Risiko; nur 16 Prozent führen Angriffe auf fehlende Sicherheitssoftware zurück.
- 74 Prozent der Unternehmen haben ihre Cybersecurity-Ausgaben gesteigert; 65 Prozent planen zusätzliche Investitionen.
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Ontologie & Marktkonzepte
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Umfrage: 90 Prozent der europäischen KMU von Cyberangriffen betroffen
Eine Kaspersky-Umfrage zeigt, dass 90 Prozent der europäischen kleinen und mittleren Unternehmen im vergangenen Jahr mindestens einen Sicherheitsvorfall verzeichneten. Zu den schwerwiegendsten Vorfällen zählten umfassende Malware-Angriffe sowie Angriffe über legitime Administrator-Tools mit jeweils 10 Prozent, gefolgt von Phishing und der Ausnutzung von KI-Schwachstellen zu je 8 Prozent. Personenbezogene Kundendaten waren bei 28 Prozent der schweren Vorfälle betroffen, Strategieinformationen bei 26 Prozent und sensible Daten wie Finanzzugänge oder Rechtsdokumente bei 25 Prozent. Viele Firmen reagierten darauf mit neuen Sicherheitslösungen, Systemupdates, Passwortrichtlinien oder Schwachstellen-Scans. Kaspersky empfiehlt restriktive Zugriffsrechte, automatisierte Backups, klare Richtlinien für Softwareinstallationen und regelmäßige Schulungen der Mitarbeiter.
Schweizer KMU unterschätzen Cybergefahren trotz steigender KI-Angriffe massiv
Eine am 20. August 2026 veröffentlichte Deloitte-Studie offenbart eine signifikante Fehleinschätzung von Cyberrisiken bei Schweizer kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). Von den 924 befragten KMU-Mitarbeitenden gaben 49 Prozent an, in den vergangenen drei Monaten einen schwerwiegenden Cybervorfall erlebt zu haben. Dennoch stuften lediglich 22 Prozent das generelle Bedrohungsniveau für ihr Unternehmen als hoch ein. Besonders ausgeprägt ist diese Diskrepanz bei Kleinstunternehmen, von denen 38 Prozent zwar Vorfälle verzeichneten, aber nur 15 Prozent das Risiko als signifikant erichts. Deloitte warnt vor einer zunehmenden Frequenz von Cyberangriffen, bei denen Kriminelle vermehrt Künstliche Intelligenz einsetzen, um ihre Attacken zu automatisieren und zu verfeinern. Dies unterstreicht die dringende Notwendigkeit, Sicherheitsstrukturen im digitalen Ökosystem konsequent anzupassen.
Cybersicherheitsmonitor 2026: Jeder neunte deutsche Internetnutzer wird Opfer von Cyberkriminalität
Eine repräsentative Studie des BSI und der Polizeilichen Kriminalprävention (ProPK) im Rahmen des Cybersicherheitsmonitors 2026 zeigt, dass elf Prozent der Internetnutzer in Deutschland im vergangenen Jahr Opfer von Cyberkriminalität wurden und 27 Prozent bereits einmal betroffen waren. Die im Januar 2026 erhobene Befragung von 3.060 Personen identifiziert Online-Shopping-Betrug (22 Prozent), unautorisierten Kontozugriff (14 Prozent), Online-Banking-Betrug (13 Prozent) und Phishing (12 Prozent) als häufigste Delikte. Rund 88 Prozent der Opfer erlitten negative Folgen, darunter finanzielle Verluste bei 33 Prozent und ein gesunkenes Vertrauen in Online-Dienste. Gleichzeitig bleibt das proaktive Sicherheitsverhalten unzureichend: 55 Prozent schätzen ihr persönliches Risiko als gering ein, nur 14 Prozent informieren sich regelmäßig über Cybersicherheit, und Basisschutzmaßnahmen wie sichere Passwörter (46 Prozent) oder Antivirensoftware (40 Prozent) werden unvollständig genutzt. BSI und ProPK fordern daher nutzerfreundlichere und sicherere Produkte von der Industrie.
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