EU macht Social-Media-Plattformen für Ceuta-Krise mitverantwortlich
EU-Digital-Kommissarin Henna Virkkunen sieht soziale Netzwerke aufgrund der Verbreitung von Desinformationen in einer Mitverantwortung für die jüngsten Massenübertritte von Migranten in die spanische Exklave Ceuta. Spanischen Behörden zufolge gelangten rund 72.000 Menschen aus Marokko in das Gebiet, wobei etwa 80 Todesopfer gemeldet wurden; Menschenrechtsorganisationen befürchten höhere Zahlen. Virkkunen kritisierte Plattformen wie TikTok, Facebook und Instagram (ByteDance und Meta) und forderte strengeres Monitoring, raschere Kriseninterventionen sowie eine engere Kooperation mit Fact-Checkern. Die EU-Mitgliedstaaten diskutierten flankierende Maßnahmen, darunter die intensivierte Überwachung reichweitenstarker Social-Media-Plattformen und die Implementierung eines Frühwarnsystems zur operativen Lagebeurteilung.
- •Spanische Behörden meldeten den Übertritt von rund 72.000 Menschen aus Marokko nach Ceuta innerhalb einer Woche.
- •Offizielle Stellen bezifferten die Zahl der Toten auf etwa 80, während Menschenrechtsorganisationen von einer höheren Opferzahl ausgehen.
- •EU-Digitalkommissarin Henna Virkkunen macht Plattformen wie TikTok, Facebook und Instagram (ByteDance, Meta) wegen viraler Desinformation mitverantwortlich.
