Beobachtetes Signal · 29. Aug. 2024 · Regulation · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Negativ
Yelp verklagt Google wegen Wettbewerbsverstößen im Local Search Advertising
Yelp hat vor einem Bundesgericht in San Francisco eine Kartellrechtsklage gegen Google eingereicht. Das Unternehmen wirft dem Tech-Giganten vor, seine Monopolstellung bei der Websuche zu missbrauchen, um den Markt für Local Search Advertising zu verzerren und Wettbewerber zu schädigen. Laut Yelp-CEO Jeremy Stoppelman nutzt Google seinen Marktanteil von über 90 Prozent zur systematischen Bevorzugung eigener lokaler Suchangebote, was zu sinkenden Klickzahlen bei Konkurrenten führt. Die Klage verweist darauf, dass Desktop-Suchen mit lokalem Bezug rund ein Drittel und mobile Suchen knapp die Hälfte aller Suchanfragen ausmachen, wobei viele Ergebnisse direkt auf Google-eigenen Properties verbleiben. Demgegenüber steht Yelps Q2-Umsatz von 357 Millionen US-Dollar und rund 32 Millionen monatlich aktiven App-Geräten im Vergleich zu Googles massiven Werbeumsätzen von 64,6 Milliarden US-Dollar im selben Quartal. Google weist die Vorwürfe zurück. Der Fall reiht sich in eine Serie behördlicher Kartellverfahren von US-Justizministerium und EU ein.
Die Kartellrechtsklage von Yelp gegen Google hat direkte Relevanz für den Wettbewerb und die Preisbildung im Segment Local Search Advertising sowie für die breitere Diskussion um Self-Preference-Praktiken von Big Tech.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Yelp hat eine Kartellrechtsklage gegen Google vor einem Bundesgericht in San Francisco eingereicht.
- Yelp beschuldigt Google des Missbrauchs seiner Monopolstellung zur Verzerrung des Marktes für Local Search Advertising.
- Yelp verzeichnete im zweiten Quartal 2024 einen Umsatz von 357 Millionen US-Dollar und rund 32 Millionen monatliche App-Geräte.
- Googles Werbeumsatz lag im Q2 2024 bei 64,6 Milliarden US-Dollar; YouTube-Werbeerlöse übertreffen Yelps Gesamtumsatz um das fast 25-Fache.
- Die Klage erfolgt vor dem Hintergrund laufender Kartellverfahren des US-Justizministeriums und der EU gegen Google.
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Google bringt agentische KI in Gemini für Unternehmen
Bei einer Google-Cloud-Veranstaltung am Donnerstag kündigte Google an, seine Gemini-KI ins agentische Zeitalter zu führen. Ein einheitlicher Agent kann nicht nur Fragen beantworten, sondern Aufgaben eigenständig planen und ausführen. Zunächst für Unternehmen gedacht, kann der Agent mit internen Systemen verbunden werden, benutzerdefinierte Fähigkeiten nutzen und sogar Modelle von Drittanbietern wie Anthropics Claude auswählen. Er verfügt über ein eigenes Workspace-Konto mit E-Mail-Adresse und schreibt ein eigenes Audit-Protokoll. Zu den frühen Testern gehören On, Shopify und PayPal. Gemini hat über 1 Milliarde monatlich aktive Nutzer, und fast 90% der Fortune-100-Unternehmen nutzen Gemini Enterprise.
US-Regierung schließt Microsoft von Visa-Programm aus
Die US-Regierung hat Microsoft von der Beantragung dauerhafter Aufenthaltsgenehmigungen für ausländische Fachkräfte mit H-1B-Visa ausgeschlossen und wirft dem Unternehmen Missbrauch des Programms vor. Vizepräsident JD Vance erklärte, Microsoft habe im vergangenen Jahr 6.000 amerikanische Mitarbeiter entlassen, aber von 6.300 H-1B-Visainhabern profitiert. Das Arbeitsministerium unter Keith Sonderling wird keine neuen Anträge von Microsoft, mehreren Beratungsunternehmen und Adobe annehmen. Dieser Schritt erfolgt wenige Wochen vor den Parlamentswahlen und spiegelt die Kritik der Trump-Regierung am H-1B-Programm wider, das angeblich amerikanische Arbeiter benachteiligt. Microsoft hat noch nicht reagiert. Der Schritt könnte die Fähigkeit der Tech-Branche beeinträchtigen, qualifizierte ausländische Talente zu halten.
US sperrt Microsoft, Adobe und IT-Giganten von Green-Card-Programm aus
Die Trump-Administration hat Microsoft, Adobe und sechs weitere große Technologieunternehmen von einem US-Programm ausgesetzt, das qualifizierten ausländischen Arbeitskräften die dauerhafte Aufenthaltserlaubnis (Green Card) erleichtert, und wirft den Unternehmen Betrug vor. Vizepräsident JD Vance kündigte die Sperre an, die auch Capgemini, Cognizant, HCL, Infosys, Tata und Wipro betrifft. Das Arbeitsministerium wird keine neuen oder laufenden Anträge auf dauerhafte Arbeitszertifizierung dieser Unternehmen mehr annehmen. Die Unternehmen gehören zu den größten Nutzern von H-1B-Visa, die für hochqualifizierte Positionen gedacht sind, die von US-Arbeitern möglicherweise nicht besetzt werden können. Microsoft reagierte mit der Aussage, dass die meisten seiner US-Mitarbeiter Amerikaner seien und seine H-1B-Anträge größtenteils für bestehende Mitarbeiter und nicht für Neueinstellungen gelten. Die Regierung will außerdem neun Universitäten, darunter Harvard, Yale und Stanford, wegen mutmaßlichen Missbrauchs von Studentenvisumprogrammen untersuchen.
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