Beobachtetes Signal · 17. Okt. 2023 · Policy Update · Quelle: Trending Topics · Relevanz: 4/5 · Sentiment: Negativ
X/Twitter drosselt weiterhin gezielt Links zu acht Wettbewerbern
Laut einer Untersuchung von The Markup verlangsamt X (ehemals Twitter) weiterhin gezielt die Weiterleitung zu konkurrierenden Plattformen. Betroffen von den mehrsekündigen Verzögerungen sind unter anderem Facebook, Instagram, Substack, Bluesky, Threads, Patreon, WhatsApp und Facebook Messenger. Die Drosselung erfolgt über den internen URL-Shortener t.co von X, der Links üblicherweise innerhalb von Millisekunden auflöst. The Markup stellte ein Tool bereit, mit dem Nutzer diese Latenzen messen können. Bereits im August 2023 verlangsamte X Links zu Medien wie der New York Times und Reuters um rund 4,5 Sekunden und begründete dies als technischen Fehler. Eine zitierte Google-Studie belegt, dass eine Verlängerung der Ladezeit von einer auf drei Sekunden die Absprungrate um 32 Prozent erhöht. Dies birgt erhebliche Risiken für den Referral-Traffic sowie die Werbeeinnahmen der betroffenen Publisher und Netzwerke.
Die gezielte Drosselung von Wettbewerber-Links durch X schwächt den Referral-Traffic und gefährdet damit unmittelbar die Monetarisierung und Werbeumsätze betroffener Publisher und Plattformen.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- X drosselt Weiterleitungslinks zu acht Wettbewerbern, darunter Facebook, Instagram, Substack, Bluesky, Threads, Patreon, WhatsApp und Messenger.
- The Markup veröffentlichte ein Online-Tool zur Messung der mehrsekündigen Latenzen.
- Die Verzögerungen entstehen direkt bei der Weiterleitung über den URL-Shortener t.co von X.
- Bereits im August 2023 verzögerte X Links zur New York Times und Reuters um etwa 4,5 Sekunden.
- Laut einer Google-Studie steigt die Bounce Rate um 32 %, wenn sich die Ladezeit von 1 auf 3 Sekunden verlängert.
Verknüpfte Unternehmen
9 verknüpfte Unternehmen“Meta owns Facebook, Instagram, WhatsApp, and Facebook Messenger, which are among the affected platforms....”
“Substack, a blog portal, is affected by the delays....”
“Patreon is among the platforms whose links are delayed....”
“The New York Times' links were delayed in August....”
“Reuters' links were also delayed....”
“Reuters' links were also delayed....”
“Heise, a German tech news site, reported on the delays....”
“Google's study on page load times is cited in the article....”
Ontologie & Marktkonzepte
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Google bringt agentische KI in Gemini für Unternehmen
Bei einer Google-Cloud-Veranstaltung am Donnerstag kündigte Google an, seine Gemini-KI ins agentische Zeitalter zu führen. Ein einheitlicher Agent kann nicht nur Fragen beantworten, sondern Aufgaben eigenständig planen und ausführen. Zunächst für Unternehmen gedacht, kann der Agent mit internen Systemen verbunden werden, benutzerdefinierte Fähigkeiten nutzen und sogar Modelle von Drittanbietern wie Anthropics Claude auswählen. Er verfügt über ein eigenes Workspace-Konto mit E-Mail-Adresse und schreibt ein eigenes Audit-Protokoll. Zu den frühen Testern gehören On, Shopify und PayPal. Gemini hat über 1 Milliarde monatlich aktive Nutzer, und fast 90% der Fortune-100-Unternehmen nutzen Gemini Enterprise.
AWNY & Jupiter Fest: Agentic Ads und Open Web im Fokus
Die Advertising Week New York und das erste Jupiter Festival Miami zeigten die Branchenentwicklung hin zu agentischer Werbung und die Besorgnis über die Zukunft des Open Web. Zu den wichtigsten Ankündigungen gehörten Tiktoks Off-Platform-Werbeexpansion und ein neuer KI-Einkaufsagent, Metas Test eines KI-Kampagnenassistenten und die Einführung visueller Anzeigen durch OpenAI. Die Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount im Wert von 110 Milliarden Dollar wurde abgeschlossen und bildet nun Skydance. Zentrale Themen waren die Bedrohung des Publisher-Traffics durch KI, der Aufstieg von KI-Sichtbarkeitstools, das frühe Stadium des agentischen Medienkaufens, ungelöste Cross-Platform-Messung und der boomende Sport- und Retail-Media-Sektor. Zu den Deals gehörten PubXs Übernahme von Compliant und eine 5-Millionen-Dollar-Series-A sowie OpenAIs gemeldete 30-Milliarden-Dollar-Runde mit BlackRock und Investoren aus den VAE.
ICANN erhält 1.615 Anträge für neue Top-Level-Domains
Die Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) hat erstmals seit 2012 wieder Anträge für neue generische Top-Level-Domains (gTLDs) angenommen. Insgesamt wurden 1.615 Anträge von 481 Antragstellern eingereicht, mit einem starken Fokus auf KI-bezogene Domains. Zehn Unternehmen, darunter Meta und OpenAI, bewarben sich um .agent, sieben um .agi und sechs um .asi. Meta reichte 21 Anträge ein, darunter .instagram und .threads, während OpenAI 15 Anträge stellte, darunter .chatgpt und .codex. Auch deutsche Unternehmen wie Adidas, Biontech und Allianz bewarben sich um markenbezogene Domains. Die Antragsgebühr kann bis zu 227.000 US-Dollar pro Domain betragen. Der Artikel hebt auch den finanziellen Erfolg von Ländercode-Domains wie .ai hervor, die Anguilla bis November 2025 rund 59 Millionen Euro einbrachte.
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