Beobachtetes Signal · 8. Sept. 2023 · Policy Update · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 4/5 · Sentiment: Neutral
X: Aus Tweets werden offiziell Posts unter neuen Richtlinien
Die Social-Media-Plattform X, früher bekannt als Twitter, führt am 29. September neue Nutzungsbedingungen ein, die Tweets offiziell in Posts umbenennen. Dieser Schritt markiert eine breitere Markenveränderung hin zu einer sogenannten 'Everything App' und zielt darauf ab, den Begriff Tweet vollständig aus den Richtlinien zu verbannen. Nutzer erhalten entsprechende Pop-ups, die auch den Begriff 'Retweet' durch 'repost' ersetzen. Zudem werden Verweise auf den Namen Twitter reduziert, während Periscope-Referenzen komplett entfernt wurden und X.com weiterhin auf twitter.com weiterleitet. Die Richtlinien verschärfen zudem die Regeln gegen Missbrauch: Scraping wird untersagt, und Crawling ist nur noch im Rahmen von robots.txt gestattet. Darüber hinaus plant X, die Datenerfassung auszuweiten und diese Daten für das Training von KI-Systemen zu nutzen. Elon Musk treibt damit den Umbau der Plattform voran.
Richtlinienupdate einer großen Plattform (X) mit strategischem Branding-Wandel und erweiterten Datennutzungsrechten für KI-Training.
Marktsignale zu X in Echtzeit verfolgen
Polaris7 erfasst behördliche Registrierungen, Primärquellen, Führungswechsel und Deal-Aktivitäten rund um die Uhr. Erstellen Sie Ihren kostenlosen Explorer-Workspace, um automatisierte Executive Briefings zu erhalten.
Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Neue X-Nutzungsbedingungen treten am 29. September in Kraft und wandeln Tweets in Posts um.
- Der Begriff 'Retweet' wird in den neuen Bedingungen durch 'repost' ersetzt.
- X.com leitet weiterhin auf twitter.com weiter; Referenzen auf Periscope wurden entfernt.
- Crawling ist gemäß robots.txt erlaubt, unautorisiertes Scraping hingegen wird untersagt.
- X plant die Ausweitung der Datenerfassung zur Nutzung für das Training von KI-Systemen.
Verknüpfte Unternehmen
2 verknüpfte UnternehmenOntologie & Marktkonzepte
Verwandte Marktsignale & Trends
Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.
X führt natives Post-Scheduling direkt in der mobilen App ein
Die Social-Media-Plattform X hat eine native Funktion zur Beitragsplanung direkt in ihrer mobilen App eingeführt. Damit entfällt für Nutzer die bisherige Notwendigkeit, auf die Webversion oder externe Third-Party-Tools auszuweichen. Das neue Feature ermöglicht eine Vorausplanung von Beiträgen um bis zu zwei Jahre, was die Content-Planung und Batch-Produktion für Social Media Manager, Unternehmen und Creator spürbar optimiert. Der Rollout startet zunächst auf iOS und wird schrittweise in Europa ausgerollt, bevor Android und eine globale Verfügbarkeit folgen sollen. Parallel dazu treibt die Plattform ihre Monetarisierungs- und Werbetechnologien weiter voran: Mit dem 'X Ads MCP' ermöglicht das Unternehmen Werbetreibenden künftig die vereinfachte Erstellung von Werbemitteln über generative AI-Tools mittels natürlicher Sprachbefehle.
Gericht untersagt X-Rivalen Nutzung des Namens Twitter
Ein Bundesgericht in Delaware hat in einem Markenrechtsstreit zwischen Elon Musks X und dem Startup Operation Bluebird entschieden und X eine einstweilige Verfügung für den Namen ‚Twitter‘ gewährt. Die Nutzung von ‚Tweet‘ sowie des Twitter-Vogel-Logos wurde jedoch unter Hinweis auf eine wahrscheinliche Rechtsaufgabe abgelehnt. Musks eigene Tweets über die Entfernung von Vögeln und dem Logo beeinflussten diese Entscheidung maßgeblich. Operation Bluebird, das sich in Tweet.app umbenannt hat, darf ‚Twitter.now‘ nicht verwenden, kann aber den Begriff ‚tweet‘ weiter nutzen. Das von Anwälten gegründete Startup zielt darauf ab, aufgegebene Twitter-Marken zu erwerben, und verlangt 20 US-Dollar für die Reservierung von Handles, wozu über 172.000 Anfragen vorliegen. Das Verfahren läuft weiter; ein endgültiges Urteil wird für November 2027 erwartet. Der Fall verdeutlicht den massiven Einfluss öffentlicher Äußerungen auf den Markenschutz und die anhaltenden rechtlichen Auseinandersetzungen um die Marke Twitter.
US-Regierung schließt Microsoft von Visa-Programm aus
Die US-Regierung hat Microsoft von der Beantragung dauerhafter Aufenthaltsgenehmigungen für ausländische Fachkräfte mit H-1B-Visa ausgeschlossen und wirft dem Unternehmen Missbrauch des Programms vor. Vizepräsident JD Vance erklärte, Microsoft habe im vergangenen Jahr 6.000 amerikanische Mitarbeiter entlassen, aber von 6.300 H-1B-Visainhabern profitiert. Das Arbeitsministerium unter Keith Sonderling wird keine neuen Anträge von Microsoft, mehreren Beratungsunternehmen und Adobe annehmen. Dieser Schritt erfolgt wenige Wochen vor den Parlamentswahlen und spiegelt die Kritik der Trump-Regierung am H-1B-Programm wider, das angeblich amerikanische Arbeiter benachteiligt. Microsoft hat noch nicht reagiert. Der Schritt könnte die Fähigkeit der Tech-Branche beeinträchtigen, qualifizierte ausländische Talente zu halten.
Marktsignale & Strategische Shifts in Echtzeit verfolgen
Erstellen Sie benutzerdefinierte Watchlists, um automatisierte, evidenzbasierte Executive Briefings zu erhalten, sobald wesentliche Signale oder Marktverschiebungen auftreten.
