Beobachtetes Signal · 9. Juni 2026 · Survey · Quelle: W&V · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Positiv
WM bleibt TV-Ereignis: Fast 80 Prozent schauen zu Hause
Eine von W&V gemeldete Bitkom-Umfrage zeigt, dass linearer TV-Empfang und das private Wohnzimmer für grosse Fussballturniere in Deutschland weiterhin das primäre Sehverhalten prägen. Demnach verfolgen 77 Prozent der Befragten die Spiele zumindest teilweise zu Hause, 64 Prozent schauen im Kreis von Freunden oder Familie, 50 Prozent besuchen Gaststätten oder Bars und 33 Prozent gehen zu Public Viewings oder Fanfesten. Mobile Nutzung spielt eine geringere Rolle: Lediglich 13 Prozent nutzen unterwegs Smartphones oder Tablets. Bitkom-Experte Konstantin Peveling betont, dass mobile Endgeräte das klassische TV-Erlebnis im Wohnzimmer lediglich ergänzen, aber nicht ersetzen. Diese Ergebnisse unterstreichen die unverminderte Bedeutung der klassischen TV-Reichweite für Sender und Werbetreibende bei Live-Sportereignissen und bieten wichtige Planungsgrundlagen für das Advertising-Budget.
Die Studie bestätigt die enorme Reichweite des linearen Fernsehens bei Live-Sportevents – ein wichtiger Datenpunkt für Broadcaster, Advertiser und Media-Planer bei der Verteilung von Werbebudgets und der Kampagnenplanung für Weltmeisterschaften.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Bitkom-Umfrage: 77 Prozent der Befragten in Deutschland verfolgen grosse Fussballturniere zumindest teilweise zu Hause.
- 64 Prozent der Befragten schauen Spiele in privaten Gruppen wie Freunden oder Familie.
- 50 Prozent besuchen Restaurants oder Kneipen, während 33 Prozent Public Viewings oder Fanfeste besuchen.
- Nur 13 Prozent verfolgen die Spiele unterwegs über Smartphone oder Tablet.
- 45 Prozent ärgern sich über zeitliche Signalverzögerungen, wenn Nachbarn Torjubel früher hören als die eigene Übertragung.
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WM 2026: Fernsehen bleibt das Leitmedium bei Live-Übertragungen
Eine von Dmexco in Auftrag gegebenen repräsentative Civey-Umfrage verdeutlicht, dass das klassische Fernsehen bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in Deutschland das unangefochtene Leitmedium bleibt. Rund 75 Prozent der Fans planen demnach, die Spiele auf dem herkömmlichen TV-Gerät zu verfolgen. Mobile Endgeräte wie Laptops, Tablets (9 Prozent) oder Smartphones (8 Prozent) sowie Public Viewing (6 Prozent) spielen eine deutlich untergeordnete Rolle. Interessant für das Media-Planning ist zudem das veränderte Second-Screen-Verhalten: 56 Prozent der Befragten nutzen ihr Smartphone während der 90 Spielminuten selten oder sehr selten. Auch der soziale Aspekt hat Gewicht: Für 41 Prozent steht das gemeinsame Schauen im Vordergrund, während der digitale Austausch in Echtzeit (12 Prozent) dahinter zurückbleibt. Dmexco-Sprecherin Verena Gründel hebt in diesem Zusammenhang die einzigartige Kraft des Fernsehens hervor, große Publikumsmassen simultan zu erreichen, was dessen strategischen Werbewert bei Großereignissen untermauert.
Deutschland-Spiel bindet Mehrheit der TV-Fans bis zum Spielende
Laut DWDL-Berichten verfolgten im Schnitt 18,26 Millionen Zuschauer die ZDF-Übertragung des Deutschland-Spiels gegen die Elfenbeinküste. Gerätespezifische Daten von All Eyes On Screens (AEOS) aus rund einer Million von fast neun Millionen Vodafone-Haushalten belegen, dass die Mehrheit trotz eines spürbaren Rückgangs in der Halbzeitpause bis etwa Mitternacht dranblieb. Viele Nutzer schalteten erst Minuten vor dem Anpfiff ein, während andere nach der Pause nur zögerlich zurückkehrten. Konkurrenzsender spielten über den Abend kaum eine Rolle, wenngleich Das Erste um 20:15 Uhr mit dem „Zürich-Krimi“ messbare Nutzung verzeichnete. Die AEOS-Daten sind nicht bevölkerungsrepräsentativ, bilden jedoch die gemessene Geräteaktivität innerhalb der Vodafone-Stichprobe ab.
Nicht alle Fans kehren nach der Halbzeitpause zurück
DWDL berichtet, dass gerätebasierte Daten von All Eyes On Screens – abgeleitet aus analysierten Vodafone-Haushalten – zeigen, dass die Mehrheit der Zuschauer das letzte deutsche WM-Gruppenspiel bis zum Ende verfolgte. Dennoch schaltete ein messbarer Anteil während der Halbzeitpause ab, und ein kleinerer Rückgang trat bei einer kurzen Trinkpause auf. Das Erste dominierte die Vorberichterstattung nach einer vorgezogenen, verlängerten Berichterstattung aufgrund von Eilmeldungen. ZDF hielt das Publikum mit einem Drama bis 21:55 Uhr, während RTL nach einem späten 'RTL aktuell Spezial' viele Zuschauer verlor und diese mit 'Die Bachelors' nicht halten konnte. Der Datensatz von All Eyes On Screens ist nicht bevölkerungsrepräsentativ: Er erfasst gemessene Gerätedaten von etwa 1 Million der rund 9 Millionen Vodafone-Haushalte, weshalb Trends vor allem für senderinterne Entwicklungen und Umschaltmomente aussagekräftig sind.
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