Beobachtetes Signal · 26. Mai 2026 · Campaign Launch · Quelle: persoenlich.com News · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Neutral
Wingo-Kampagne setzt auf KI-generierte «digitale Zwillinge» aus Referenzfotos
Die Swisscom-Zweitmarke Wingo hat in Zusammenarbeit mit der Agentur Bold eine neue Werbekampagne lanciert, bei der echte Models zunächst als Referenz fotografiert und anschliessend als vollständig KI-generierte «digitale Zwillinge» für die Werbemittel umgesetzt wurden. Christian Beck, Redaktionsleiter von persoenlich.com, bewertete diesen Workflow als rechtlich deutlich sauberer im Vergleich zu generativen KI-Modellen, die auf fremdes Bildmaterial ohne explizite Freigabe zurückgreifen. Redakteurin Sandra Porchet forderte zugleich eine transparente Kennzeichnungspflicht in der Werbelandschaft, um KI-generierte Figuren klar von realen Models abzugrenzen. Der Vorstoss verdeutlicht den zunehmenden Wandel in der Creative Production durch generative KI, wirft jedoch zeitgleich ethische sowie regulatorische Fragen bezüglich Kennzeichnung und Urheberrecht auf, die werbetreibende Unternehmen und Agenturen künftig intensiv beschäftigen dürften.
Der Case demonstriert die praktische Implementierung von generativer KI in der Creative Production und adressiert rechtliche sowie ethische Kennzeichnungsfragen, bleibt jedoch vorerst ein singuläres Kampagnenbeispiel ohne unmittelbare Branchenstandardisierung.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Wingo (Swisscom) launcht eine neue, gemeinsam mit der Agentur Bold entwickelte Werbekampagne.
- Reale Models wurden als Referenz abgelichtet, um daraus vollwertige, KI-generierte «digitale Zwillinge» für die Creatives zu erstellen.
- Branchenexperten stufen den Ansatz als rechtlich sicherere Alternative zum Scraping fremder Bildquellen ein.
- Fachredakteure plädieren für eine klare Kennzeichnungspflicht von KI-generierten Models in Werbemitteln.
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Bold-Partner über Wingos KI-gestützte Markenkampagne und neue Produktions-Workflows
Die Bold-Partner Philippe Hansen und Moritz Adler erläutern die Entstehung der neuen Markenkampagne von Wingo. Die Schweizer Telco-Marke verabschiedet sich von Testimonial-basierter Comedy und setzt auf den Claim „Weil's einfach geht“ sowie ein visuelles System aus einem „variablen Raum“ und einem flexiblen Logo. Die Kampagne nutzte einen hybriden Produktionsansatz: Reale Studioaufnahmen von Models dienten als Ausgangsmaterial für KI-generierte „Digital Twins“ und finale Assets; kein Studiobild wurde unverändert übernommen. Die Wingo-Muttergesellschaft Swisscom setzt dabei auf Transparenz und kennzeichnet alle Werbemittel explizit als „AI-Umsetzung“. Laut der Agentur transformierte dieses Setup die Rollenprofile zwischen Kreativen, Fotografen und Produktionspartnern grundlegend und beschleunigte das iterative Creative Testing mittels generativer Tools erheblich.
Swisscom startet KI-gestützte Werbekampagne „Devicemonials“ mit Mona und Mateo
Swisscom hat die seit Juli laufende Kampagne „Devicemonials“ gestartet, in der Endgeräte wie Smartphones, Laptops und Tablets ihren Alltag schildern, um Angebote des Telekommunikationsanbieters zu bewerben. Das Konzept, die Charaktere und das Storytelling stammen von der Basler Leadagentur Mona und Mateo (Mandat seit Juni 2025), während die Zürcher Produktionsfirma Stories für die filmische Umsetzung verantwortlich zeichnet. Das visuelle Rohmaterial wurde mittels generativer KI-Videomodelle erstellt, wohingegen Schnitt, Postproduktion, Synchronisation und Sounddesign von einem rund zwölfköpfigen Team übernommen wurden. Die Ausspielung erfolgt bis Dezember monatlich über Digital- und Social-Media-Kanäle, blue Cinemas sowie das lineare Fernsehen. Swisscom wies den KI-Einsatz in Pressemitteilungen transparent aus, verzichtete jedoch auf ein On-Screen-Labeling in den TV-Spots. Die Beteiligten betonen, dass KI zwar Workflows verändert, menschliche Kreativentscheidungen jedoch unverzichtbar bleiben.
KI-generierte TV-Spots positionieren die Bank Cler zum Thema Klarheit
Die Schweizer Agentur Neu Creative Agency hat für die Bank Cler zwei KI-generierte TV-Spots im Interview-Stil (auf Deutsch und Französisch) realisiert, die das Finanzinstitut rund um das Thema „Klarheit“ positionieren. Die vollständig in-house mit KI-Tools erstellten Bewegtbildformate wurden im TV ausgestrahlt – unter anderem während des WM-Halbfinales Schweiz–Norwegen auf SRF – und transparent als KI-generiert deklariert. Gregor Eicher, Marketingleiter der Bank Cler, betonte, man gehe bei der KI-gestützten Darstellung von Menschen weiterhin behutsam vor; die konkret eingesetzten Tools wurden nicht offengelegt. Auf Agenturseite zeichnen Simon Rehsche, Nico Ammann und Fadi Nemr verantwortlich, die Mediaplanung übernahm phd. Das Projekt steht exemplarisch für die wachsende Akzeptanz von KI-generiertem Creative-Content in linearen TV-Kampagnen auf dem Schweizer Werbemarkt.
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