Beobachtetes Signal · 7. Mai 2026 · Industry Agreement · Quelle: persoenlich.com News · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Neutral

VSM: Verlegerverband beschließt neues Branchenabkommen gegen externe Bedrohungen

Zusammenfassung des Signals

Der Verlegerverband Schweizer Medien (VSM) hat an seiner Mitgliederversammlung am 7. Mai 2026 ein neues Branchenabkommen mit der Gewerkschaft Syndicom und dem Berufsverband Impressum mit deutlicher Mehrheit von 73 zu 4 Stimmen bei 3 Enthaltungen angenommen. Die Vereinbarung zielt darauf ab, einheitliche Mindestarbeitsbedingungen für rund 4.000 redaktionelle und technische Mitarbeitende in privaten deutschsprachigen Schweizer Medienhäusern zu etablieren. Sie tritt in Kraft, sobald Verleger, die drei Viertel der betroffenen Belegschaft repräsentieren, unterzeichnet haben. Während Syndicom das Abkommen bereits ratifiziert hat und Impressum Zustimmung signalisierte, verbleiben Freiberufler auf Basis von Einzelverträgen. Ähnliche Regelungen existieren bereits in der Romandy, während der Tessiner Verband Media Svizzeri den Vorschlag zeitnah prüfen wird. Die VSM-Führung betonte, dass das auf drei Jahre bis 2029 befristete Abkommen die Verlässlichkeit und Attraktivität des Journalismus angesichts sinkender Mediennutzung, rückläufiger Werbeumsätze und ungelöster KI-Urheberrechtsfragen stärken soll.

Polaris7 AgentStrategische Einordnung
Hohe Konfidenz

Ein nationales Branchenabkommen zwischen Verlegern und Gewerkschaften setzt verbindliche Arbeitsstandards für rund 4.000 Medienprofis in der Schweiz, stärkt die politische Position im Parlament und demonstriert Sektor-Kohäsion gegenüber externen Bedrohungen wie KI.

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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz

  • VSM-Mitglieder nahmen das Branchenabkommen mit 73 Ja-Stimmen, 4 Nein-Stimmen und 3 Enthaltungen an.
  • Das Abkommen umfasst rund 4.000 Journalistinnen und Journalisten sowie technisches Redaktionspersonal in deutschsprachigen Schweizer Medienhäusern.
  • Syndicom hat das Abkommen bereits genehmigt; Impressum signalisierte ebenfalls Unterstützung.
  • Die Vereinbarung gilt nach Unterzeichnung durch Verleger von 75 % der betroffenen Mitarbeitenden; Freiberufler behalten Einzelverträge.
  • Die Romandy verfügt bereits über einen Gesamtarbeitsvertrag, und Media Svizzeri im Tessin prüft den Vorschlag demnächst.
Primäre Quellenbasis & Herkunftsnachweis
Verifizierter Herkunftsnachweis
Primärquelle: persoenlich.com News•Veröffentlicht: 7. Mai 2026
Ursprünglicher Berichttitel: “VSM: «Wir haben genug Bedrohungen von aussen»”

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Publisher & Media Owner12. Mai 2026

One Year On: SRG–VSM Agreement Delivers Little

One year after SRG and the Swiss publishers' association VSM signed a high‑profile framework agreement (15 May 2025) promising cooperation to strengthen the Swiss media market, implementation has been limited. The Swiss Competition Commission (Weko) raised antitrust concerns in December 2025 and removed or flagged several provisions from the original text. Measures that did take effect include SRG supplying audio and video material to private media (since Feb 2026) and an online/social‑media marketing rule effective 1 April 2026. VSM says it would still have signed the agreement despite partial implementation and emphasises continued constructive talks with SRG, while some large publishers (Tamedia/TX Group, CH Media) push for stronger restrictions on SRG. Both sides point to external pressure on the Swiss media market and note other levers—such as the SRG concession renewal—could be used to pursue changes.

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Media Policy8. Sept. 2026

Schweizer Medienverband lanciert Verhaltenskodex gegen Content Scraping

Der Verband Schweizer Medien (VSM) hat einen freiwilligen Verhaltenskodex eingeführt, um faire Bedingungen bei der Nutzung journalistischer Inhalte zu fördern. Das Memorandum of Understanding verpflichtet Medienhäuser dazu, bei der Weiterverwendung Originalquellen klar zu benennen und direkt zu verlinken. Bei exklusiven Recherchen ist besondere Sorgfalt geboten, um die ursprüngliche journalistische Leistung anzuerkennen. Die Vereinbarung unterscheidet zwischen der Weiterbearbeitung mit eigener Wertschöpfung und der reinen Zweitverwertung. Sie untersagt die vollständige oder paraphrasierte Übernahme von Artikeln sowie die systematische Nutzung fremder Inhalte. Zu den Erstunterzeichnern gehören Ringier Medien Schweiz, NZZ, CH Media, Somedia, Freiburger Nachrichten und Gammeter Media. Der Kodex steht allen Medienunternehmen offen und wird alle zwei Jahre überprüft.

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Content Syndication & Copyright9. Sept. 2026

Schweizer Medien etablieren Branchenkodex gegen Content-Scraping und Textübernahmen

Die Schweizer Medienbranche hat über den Verband Schweizer Medien (VSM) ein «Memorandum of Understanding» gegen die systematische Übernahme und Paraphrasierung fremder Artikel verabschiedet. Die freiwillige Selbstverpflichtung untersagt das Kopieren ganzer Beiträge oder wesentlicher Textteile und fordert eine überwiegend eigenständige redaktionelle Leistung. Eine unabhängige Schlichtungsstelle soll Beschwerden zwischen Unterzeichnern prüfen; formelle Sanktionen sind jedoch nicht vorgesehen. Wichtige Branchenakteure fehlen: Die TX Group mit ihren reichweitenstarken Titeln wie 20 Minuten und Tamedia hat die Erklärung nicht unterzeichnet. Das Dokument tangiert zudem KI-generierte Inhalte, wobei die Verwertungsgesellschaft ProLitteris bekräftigt, dass für rein KI-generierte Texte ohne menschliche Urheberschaft keine Vergütungsansprüche entstehen. Trotz fehlender Durchsetzungsmechanismen gilt die Initiative als wichtiger Schritt zur Festigung von Qualitätsstandards.

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