Beobachtetes Signal · 22. Okt. 2026 · Strategic Investment · Quelle: Trending Topics (DACH/CEE Innovation & Tech) · Relevanz: 1/5 · Sentiment: Positiv
Viessmann-Familie kauft 6,7% an FC Bayern für 250 Mio. Euro
Die Unternehmerfamilie Viessmann erwirbt über ihre Holding Viessmann Generations Group knapp 6,7 Prozent der FC Bayern München AG im Rahmen einer Kapitalerhöhung – das letzte Aktienpaket, das der Verein laut Satzung verkaufen darf. Der Preis wurde nicht genannt, das Manager Magazin berichtet jedoch von rund 250 Millionen Euro. Dies verwässert die bestehenden Aktionäre: Der FC Bayern München e.V. sinkt von 75 auf 70 Prozent, Adidas, Audi und Allianz jeweils von 8,33 auf knapp 7,8 Prozent. Damit wird FC Bayern mit fast 4 Milliarden Euro bewertet – fast dreimal so viel wie 2014. Max Viessmann wird in den Aufsichtsrat einziehen. Der Klub meldete für 2024/25 einen Rekordumsatz von 978,3 Millionen Euro. EQT hatte zuvor Gespräche geführt, die jedoch scheiterten. Das Geld stammt aus dem Verkauf von Viessmann Climate Solutions an Carrier für rund 12 Milliarden Euro.
Diese Investition betrifft einen Fußballverein und steht in keinem Zusammenhang mit Werbe-, Marketing- oder Technologiebranchen. Sie hat keine Auswirkungen auf das AdTech/MarTech-Ökosystem.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Die Viessmann Generations Group erwirbt knapp 6,7% der FC Bayern München AG für rund 250 Millionen Euro.
- Die Kapitalerhöhung verwässert den FC Bayern München e.V. von 75% auf 70%; Adidas, Audi, Allianz sinken jeweils von 8,33% auf knapp 7,8%.
- FC Bayern wird mit fast 4 Milliarden Euro bewertet – fast dreimal so viel wie 2014.
- Max Viessmann wird in den Aufsichtsrat einziehen, der auf zehn Mitglieder erweitert wird.
- Das Geld stammt aus dem Verkauf von Viessmann Climate Solutions an Carrier für rund 12 Milliarden Euro im Jahr 2024.
Verknüpfte Unternehmen
5 verknüpfte Unternehmen“Die Viessmann Generations Group erwirbt knapp 6,7 Prozent der FC Bayern München AG.”
“Adidas wird von 8,33 Prozent auf knapp 7,8 Prozent verwässert.”
“Audi wird von 8,33 Prozent auf knapp 7,8 Prozent verwässert.”
“Allianz wird von 8,33 Prozent auf knapp 7,8 Prozent verwässert.”
“Der FC Bayern führte 2025 Gespräche mit der schwedischen Beteiligungsgesellschaft EQT über eine Minderheitsbeteiligung.”
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Viessmann und FC Bayern starten gemeinsame Kampagne „Heimvorteil“
Viessmann Climate Solutions, offizieller Klimapartner des FC Bayern München seit 2021, hat die gemeinsame Marketingkampagne „Heimvorteil“ gestartet. Im Zentrum steht ein Hero-Film, der die Klimatechnologie des Stadions – 19 Viessmann Wärmepumpen in der Allianz Arena – mit Wärmepumpen für private Endverbraucher verknüpft. Die Mediaplanung und Paid Placements (YouTube, Instagram, TikTok, Facebook) erfolgen Inhouse durch die Teams von Viessmann Climate Solutions und dem FC Bayern, während die Filmproduktion von der Hamburger Agentur 27KM verantwortet wurde. Der Artikel merkt zudem an, dass Viessmann sein Kerngeschäft 2023 an die Carrier Global Corporation veräußerte und der Viessmann Generations Group Verhandlungen über eine Beteiligung an der FC Bayern München AG nachgesagt werden.
Bayern-CEO Dreesen zu D2C-Daten und Medienrechte-Strategie
In seinem ersten Podcast-Interview skizziert FC-Bayern-München-Chef Jan-Christian Dreesen die Finanz- und Direct-to-Consumer-Strategie des Vereins, um die Wettbewerbslücke zur Premier League zu schließen. Der Fokus liegt auf finanzieller Unabhängigkeit, diszipliniertem Kostenmanagement und der Monetarisierung einer globalen Fanbasis über eigene Kanäle: Bayern verfügt über rund zehn Millionen E-Mail-Adressen, betreibt einen Newsletter mit rund einer Million Abonnenten bei einer wöchentlichen Open-Rate von fast 40 Prozent und hat eine MyFCB-Plattform zur Personalisierung des Fan-Engagements aufgebaut. Dreesen betont den strategischen Wert der Minderheitsgesellschafter Adidas, Audi und Allianz im Vergleich zu Private Equity und erklärt, dass Bayern direkte Marktansätze prüft – darunter den Aufbau eigener Kanäle zum Verkauf von Medienrechten in ausgewählten Märkten – als Alternative zum zentralisierten Bundesliga-Rechtevertrieb.
Bundesliga-Fernsehgelder: Detaillierte Ausschüttungen und Verteilungsschlüssel veröffentlicht
Die Deutsche Fußball Liga hat die TV-Verteilungssummen für die Vereine vor der neuen Saison berechnet. Die nationalen Medienrechte belaufen sich auf rund 1,121 Milliarden Euro pro Saison, wobei die Liga in dieser Spielzeit 50 Millionen Euro für zentrale Investitionen abzieht. Der Verteilungsschlüssel sieht vor, dass 50 Prozent gleichmäßig, 43 Prozent nach sportlicher Leistung in der Vergangenheit und 4 Prozent für Einsatzminuten von in Deutschland ausgebildeten U23-Spielern ausgeschüttet werden. Bayern München führt das TV-Geld-Ranking an, gefolgt von Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen. Das Einnahmenverhältnis zwischen 1. Bundesliga und 2. Bundesliga ist auf 80:20 festgelegt, und das aktuelle zentrale Verteilungsmodell gilt noch bis zur Saison 2028/29.
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