Beobachtetes Signal · 7. Sept. 2026 · Interview · Quelle: Adzine · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Positiv
Video-Wirkung: Attention und Interaktion lösen reine Viewability-Metriken ab
In einem Fachgespräch analysiert Olaf-Norman Brandt die Evolution der Wirksamkeitsmessung im Video Advertising. Klassische KPIs wie Viewability und View-Through Rate (VTR) greifen zu kurz und müssen durch Attention Metrics sowie Interaktionssignale ergänzt werden. Neben dem redaktionellen Kontext spielen interaktive Videoformate auf Basis des IAB-Standards SIMID eine zentrale Rolle, da sie granulare Engagement-Messungen ermöglichen. Best Practices wie ein interaktiver Vorher-Nachher-Slider für Velux oder Retail-Media-Integrationen demonstrieren, wie Videoanzeigen näher an den Point of Sale rücken. Brandt betont das Potenzial von Connected TV (CTV) und Retail Media für eine stärkere Performance-Orientierung, warnt jedoch vor dem bloßen Recyceln klassischer TV-Spots. Künstliche Intelligenz steigert zwar die Effizienz in der Kampagnenoptimierung und Kreation, erfordert aber weiterhin menschliche Qualitätskontrolle für kontextuell passgenaue Ausspielungen.
Die Abkehr von reinen Sichtbarkeitsmetriken hin zu Attention- und Interaktionsdaten definiert die Erfolgsmessung im programmatischen Video neu. Für AdTech-Entscheider gewinnen SIMID-Standards und CTV-Retail-Media-Verknüpfungen essenzielle Relevanz für datengetriebene Mediastrategien.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Video-Wirkungsmessung verschiebt sich von Viewability und VTR hin zu Attention und Interaktionssignalen.
- SIMID-basierte interaktive Videoformate ermöglichen ein granulares Tracking des Nutzerengagements.
- Konvergenz von Video, Connected TV und Retail Media treibt die Performance-Orientierung voran.
- Kampagnenbeispiele wie Velux belegen den Mehrwert interaktiver Produktinszenierungen.
- KI optimiert Workflows und Dynamic Creative Optimization, bleibt aber auf Human-in-the-Loop-Freigaben angewiesen.
Verknüpfte Unternehmen
1 verknüpfte Unternehmen“Brandt ist Vertreter der Score Media Group.”
Ontologie & Marktkonzepte
Verwandte Marktsignale & Trends
Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.
Medienvertrauen beeinflusst Werbewirkung stärker als Nachrichtenkontext
Eine neue Studie der Score Media Group mit dem Titel 'Faktor Vertrauen – Werbewirkung in Nachrichtenumfeldern regionaler News Brands' zeigt, dass das Vertrauen in die Medienmarke der wichtigste Treiber der Werbewirkung ist und den Einfluss des umgebenden Nachrichtenkontexts bei weitem übertrifft. Basierend auf einer Befragung von 3.856 Internetnutzern im Juni erklärt das Medienmarkenvertrauen 24 Prozent der Unterschiede im Markenimage und 23 Prozent der Unterschiede in der Werbewirkung, während der Nachrichtenkontext nur 0,2 Prozent beiträgt. Negative Nachrichten wirkten sich nicht negativ auf die Markenwahrnehmung aus. Hohes Vertrauen steigerte Werbeerinnerung und Wiedererkennung um bis zu elf Prozentpunkte und erhöhte signifikant Kaufimpuls und Informationsinteresse. Die Studie empfiehlt Werbetreibenden, Nachrichtenumfelder nicht pauschal auszuschließen, sondern auf vertrauenswürdige Medienmarken zu setzen, insbesondere regionale Nachrichtenmarken, die bei ihren Lesern hohes Vertrauen genießen.
Werbewirkung im News-Umfeld: Medienvertrauen schlägt Nachrichtenkontext
Die aktuelle Studie „Faktor Vertrauen“ von Score Media untersucht das komplexe Zusammenspiel zwischen Nachrichten-Inhalten, ausgeprägtem Medienvertrauen und der tatsächlichen Werbewirkung in den Umfeldern etablierter regionaler News Brands. Die Untersuchung analysiert, wie stark das Vertrauen der Leserschaft in journalistische Medien die Wahrnehmung und Akzeptanz von Werbung beeinflusst. Im Fokus steht dabei die Erkenntnis, dass nicht zwingend der spezifische Nachrichtenkontext den Ausschlag für den Werbeerfolg gibt, sondern vielmehr die Glaubwürdigkeit und Verlässlichkeit des Mediums als Ganzes. Für Werbetreibende und Media-Planer liefert die Analyse wertvolle Einblicke, um Budgets effizienter in werbefreundlichen und vertrauenswürdigen Umfeldern zu platzieren. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass Regionalmedien durch ihre starke Leserbindung ideale Voraussetzungen bieten, um Werbebotschaften nachhaltig und ohne Streuverluste zu transportieren, wodurch Marken von einem spürbaren Halo-Effekt profitieren.
Christopher Kaiser übernimmt als neuer CEO die Score Media Group
Der erfahrene Medien- und Digitalmanager Christopher Kaiser übernimmt die Geschäftsführung der Score Media Group. Kaiser bringt eine langjährige Vermarktungsexpertise sowie umfassende Erfahrung in der digitalen Transformation mit in das Unternehmen. Die Score Media Group, als führender crossmedialer Vermarkter regionaler Tageszeitungen in Deutschland, setzt mit dieser Personalie auf Kontinuität und Innovationskraft im Werbemarkt. Kaiser soll insbesondere die Weiterentwicklung digitaler Vermarktungsansätze, datengetriebener Werbelösungen und programmatischer Angebote vorantreiben, um die Reichweiten und Werbeformate regionaler Presseverlage noch effektiver und zukunftssicherer im nationalen Wettbewerb zu positionieren. Durch die Bündelung von Print- und Digitalinventar soll das Angebot für Werbetreibende und Agenturen weiter optimiert und die crossmediale Relevanz der Gattung nachhaltig gestärkt werden.
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