Beobachtetes Signal · 15. Juli 2021 · Acquisition · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Positiv
Verve Group übernimmt Smaato für 170 Millionen US-Dollar
Die Verve Group, eine datenschutzkonforme Omnichannel-Advertising-Plattform, hat die Übernahme von Smaato über eine Tochtergesellschaft ihrer Muttergesellschaft Media and Games Invest SE (MGI) bekannt gegeben. Die Transaktion bewertet Smaato mit 170 Millionen US-Dollar und umfasst den Erwerb von 99,99 Prozent der Anteile an Shanghai Yi Qiu Business Management Co., Ltd. Der Kaufpreis wird vollständig in bar beglichen; der Abschluss wird vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen innerhalb von zwei Monaten erwartet. Smaato, 2005 gegründet mit Hauptsitzen in Hamburg und San Francisco, ist im Bereich Mobile Ad Tech tätig und bietet eine Self-Service-Plattform zur Publisher-Monetarisierung. Durch den Zusammenschluss wollen Verve Group und Smaato weltweit rund zwei Milliarden Nutzer über Mobile Web, In-App, Desktop, DOOH und Connected TV erreichen und damit Verves Omnichannel-Strategie signifikant ausbauen. Zuvor stärkte Verve seine Position bereits durch die Akquisition von Beemray für kontextuelles Targeting sowie die Einführung von ATOM.
Bedeutende M&A-Transaktion im AdTech-Sektor, die die Marktpräsenz und das Exchange-Ökosystem im Bereich Mobile deutlich erweitert.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Smaato wird im Rahmen der Übernahme durch die Verve Group mit 170 Millionen US-Dollar bewertet.
- MGI erwirbt 99,99 % von Shanghai Yi Qiu Business Management Co., Ltd. in einer reinen Cash-Transaktion.
- Der Transaktionsabschluss wird vorbehaltlich behördlicher Freigaben innerhalb von zwei Monaten erwartet.
- Smaato betreibt eine etablierte Self-Service-Plattform zur Publisher-Monetarisierung im Bereich Mobile Ad Tech.
- Die kombinierte Reichweite von Verve Group und Smaato beläuft sich weltweit auf rund zwei Milliarden Nutzer über Mobile Web, In-App, DOOH und Connected TV.
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Deutsche bevorzugen KI-Beratung vor KI-Werbung
Laut einer aktuellen Studie von Criteo, die Commerce-Daten von Hunderten CPG-Marken und einer Befragung von über 6.300 Verbrauchern in sechs Märkten kombiniert, treibt ChatGPT zunehmend Traffic auf Produktseiten: Der Anteil an Einstiegen lag von Januar bis Juli durchschnittlich 60 Prozent über dem klassischer Suchmaschinen. Im Juli verzeichneten 86 Prozent dieser Kunden mindestens eine über ChatGPT vermittelte Transaktion. Deutsche Verbraucher sind jedoch bei automatischen Nachbestellungen zurückhaltend: 39 Prozent lehnen dies ab, im Durchschnitt der Märkte sind es 32 Prozent. Eine separate Umfrage von Censuswide für Verve unter 2.000 Erwachsenen in Deutschland zeigt, dass etwa zwei Drittel bereit sind, aufgrund von KI-Chatbot-Empfehlungen einzukaufen, insbesondere bei Reisen, Lebensmitteln und Mode. Die Reaktionen auf KI-generierte Werbung sind polarisiert: 35 Prozent verlieren Vertrauen in die Marke, während etwa 19 Prozent solche Anzeigen positiver bewerten. Jüngere Verbraucher (18-24) sind kritischer: 45 Prozent verlieren Vertrauen, aber 30 Prozent reagieren positiv.
ShopMy, Google und WordPress unter den Finalisten der Digiday Technology Awards
Die Digiday Technology Awards haben ihre Finalisten für 2026 bekannt gegeben und spiegeln damit die aktuellen Branchenschwerpunkte wider: KI-fähige Infrastrukturen, First-Party Data, Datenschutz und operative Effizienz. Zu den namhaften Nominierten gehört WordPress VIP in der Kategorie Best Content Management System (CMS), gewürdigt für eine Partnerschaft mit dem Pew Research Center zur KI-gestützten Auffindbarkeit von Inhalten. ShopMy steht als Finalist für Best E-Commerce Technology für den Trend zu Creator-led Commerce. Google wurde für Best Sell-Side Programmatic Platform nominiert, basierend auf der Zusammenarbeit mit The Guardian zur datenschutzkonformen Monetarisierung ohne Third-Party-Cookies. Die zahlreichen Kategorien – von Agentic AI Tools bis hin zu Buy-Side und Sell-Side Programmatic Platforms – verdeutlichen den strategischen Wandel digitaler Medien und Commerce-Modelle von reiner Anpassung hin zu grundlegender technologischer Neuerfindung.
Captify-Daten: Gaming etabliert sich als Kanal für Brand Discovery und Commerce
Eine Analyse von Captify (Teil von Verve) auf Basis britischer Suchdaten von Januar bis Juli 2026 sowie Fandom-Umfragedaten belegt, dass Gaming zunehmend als Kanal für Brand Discovery und Commerce fungiert. Rund 33 % der britischen Gamer ziehen eine Marke nach einer In-Game-Interaktion eher in Betracht – bei den 18- bis 24-Jährigen steigt dieser Wert auf 47 %. Zudem entdecken 55 % dieser jüngeren Zielgruppe neue Marken direkt im Spiel (Gesamtdurchschnitt: 27 %). Der Bericht dokumentiert messbare Search-Lifts durch In-Game-Kooperationen: Eine Partnerschaft in Die Sims 4 steigerte die Suchanfragen nach Coach um 40 %, während Fortnite-Spieler Lamborghini deutlich häufiger suchten als Porsche. Zudem treibt die Vorfreude auf GTA VI bereits die Konsolen-Recherche an: 20 % der GTA-VI-Suchenden recherchierten zu Xbox und 16 % zu PlayStation. Die Ergebnisse unterstreichen das wachsende Potenzial für werbetreibende Marken, hochgradig involvierte Zielgruppen im Gaming-Umfeld zu erreichen.
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