Beobachtetes Signal · 9. Okt. 2024 · Regulation · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 4/5 · Sentiment: Neutral
US-Justizministerium treibt Zerschlagung von Google-Monopolen voran
Das US-Justizministerium (DOJ) strebt eine gerichtlich angeordnete Zerschlagung von Google an, um Einheiten wie Chrome und Android abzuspalten und die Monopolmacht einzuschränken. Laut Medienberichten wird das DOJ konkrete Maßnahmen vorlegen, während Google bis Dezember Gegenmaßnahmen zur Behebung der angeblichen Monopole vorschlagen kann. In einem verwandten Urteil stufte US-Bundesrichter Amit Mehta Google als Monopolisten ein, der seine Dominanz bei der allgemeinen Suche und Textwerbung gehalten hat. Das DOJ hatte Google zuvor bereits wegen wettbewerbswidrigen Verhaltens im AdTech-Markt verklagt, und auch Yelp reichte Klage wegen Googles Praktiken im Bereich Local Advertising ein. Eine partielle Zerschlagung von Alphabet könnte den Wettbewerb in den Bereichen Suche, Apps und Advertising grundlegend neu gestalten und neue Dynamiken für Marktteilnehmer im gesamten digitalen Werbeökosystem auslösen.
Bedeutende kartellrechtliche und regulatorische Entwicklung mit tiefgreifenden Auswirkungen auf Google und das gesamte digitale Werbeökosystem.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- DOJ strebt gerichtlich angeordnete Zerschlagung von Google inklusive Chrome und Android an.
- Konkrete Maßnahmen des DOJ erwartet; Google kann bis Dezember eigene Vorschläge einbringen.
- Richter Amit Mehta stuft Google offiziell als Monopolisten für Suche und Search Text Advertising ein.
- Frähere DOJ-Klagen betrafen bereits den AdTech-Markt; Yelp klagte wegen Local Advertising.
- Eine partielle Alphabet-Zerschlagung würde den Wettbewerb in Search, Apps und Advertising grundlegend verändern.
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Google bringt agentische KI in Gemini für Unternehmen
Bei einer Google-Cloud-Veranstaltung am Donnerstag kündigte Google an, seine Gemini-KI ins agentische Zeitalter zu führen. Ein einheitlicher Agent kann nicht nur Fragen beantworten, sondern Aufgaben eigenständig planen und ausführen. Zunächst für Unternehmen gedacht, kann der Agent mit internen Systemen verbunden werden, benutzerdefinierte Fähigkeiten nutzen und sogar Modelle von Drittanbietern wie Anthropics Claude auswählen. Er verfügt über ein eigenes Workspace-Konto mit E-Mail-Adresse und schreibt ein eigenes Audit-Protokoll. Zu den frühen Testern gehören On, Shopify und PayPal. Gemini hat über 1 Milliarde monatlich aktive Nutzer, und fast 90% der Fortune-100-Unternehmen nutzen Gemini Enterprise.
US-Regierung schließt Microsoft von Visa-Programm aus
Die US-Regierung hat Microsoft von der Beantragung dauerhafter Aufenthaltsgenehmigungen für ausländische Fachkräfte mit H-1B-Visa ausgeschlossen und wirft dem Unternehmen Missbrauch des Programms vor. Vizepräsident JD Vance erklärte, Microsoft habe im vergangenen Jahr 6.000 amerikanische Mitarbeiter entlassen, aber von 6.300 H-1B-Visainhabern profitiert. Das Arbeitsministerium unter Keith Sonderling wird keine neuen Anträge von Microsoft, mehreren Beratungsunternehmen und Adobe annehmen. Dieser Schritt erfolgt wenige Wochen vor den Parlamentswahlen und spiegelt die Kritik der Trump-Regierung am H-1B-Programm wider, das angeblich amerikanische Arbeiter benachteiligt. Microsoft hat noch nicht reagiert. Der Schritt könnte die Fähigkeit der Tech-Branche beeinträchtigen, qualifizierte ausländische Talente zu halten.
US sperrt Microsoft, Adobe und IT-Giganten von Green-Card-Programm aus
Die Trump-Administration hat Microsoft, Adobe und sechs weitere große Technologieunternehmen von einem US-Programm ausgesetzt, das qualifizierten ausländischen Arbeitskräften die dauerhafte Aufenthaltserlaubnis (Green Card) erleichtert, und wirft den Unternehmen Betrug vor. Vizepräsident JD Vance kündigte die Sperre an, die auch Capgemini, Cognizant, HCL, Infosys, Tata und Wipro betrifft. Das Arbeitsministerium wird keine neuen oder laufenden Anträge auf dauerhafte Arbeitszertifizierung dieser Unternehmen mehr annehmen. Die Unternehmen gehören zu den größten Nutzern von H-1B-Visa, die für hochqualifizierte Positionen gedacht sind, die von US-Arbeitern möglicherweise nicht besetzt werden können. Microsoft reagierte mit der Aussage, dass die meisten seiner US-Mitarbeiter Amerikaner seien und seine H-1B-Anträge größtenteils für bestehende Mitarbeiter und nicht für Neueinstellungen gelten. Die Regierung will außerdem neun Universitäten, darunter Harvard, Yale und Stanford, wegen mutmaßlichen Missbrauchs von Studentenvisumprogrammen untersuchen.
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