Beobachtetes Signal · 2. Sept. 2026 · Regulation · Quelle: Manager Magazin · Relevanz: 4/5 · Sentiment: Positiv

US-Gericht lehnt Zerschlagung von Googles AdX ab

Zusammenfassung des Signals

Ein US-Bundesgericht hat den Antrag von Kartellbehörden abgelehnt, Google zur Veräußerung seiner Werbebörse AdX zu zwingen. Das Verfahren geht auf eine Klage des US-Justizministeriums und mehrerer US-Bundesstaaten aus dem Jahr 2023 zurück, die Google ein illegales Monopol im Bereich der Online-Werbung vorwerfen. Im April 2025 stellte Richterin Leonie Brinkema fest, dass Google Publisher unzulässig an seinen Ad-Server gebunden und zur Nutzung von AdX gedrängt hatte. Das Gericht sieht nun jedoch von einer strukturellen Zerschlagung ab. Google hatte argumentiert, ein erzwungener Verkauf sei technisch hoch komplex und würde lang anhaltende Unsicherheiten für Werbetreibende schaffen; stattdessen schlug der Tech-Konzern vor, den Wechsel zu konkurrierenden Exchanges zu erleichtern. Die Entscheidung markiert den jüngsten Rückschlag für US-Behörden im Bemühen, die Marktmacht von Big Tech einzudämmen, nachdem Google zuvor bereits eine Zerschlagung von Chrome und Android abwenden konnte.

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Hohe Konfidenz

Wk-Kartellentscheidung, die Googles AdTech-Stack und die AdX-Börse schützt und eine strukturelle Zerschlagung verhindert, welche den Markt für digitale Werbung grundlegend umgestaltet hätte.

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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz

  • Ein US-Gericht lehnte den Antrag von Kartellbehörden auf einen erzwungenen Verkauf der AdX-Werbebörse ab.
  • Die Klage wurde 2023 vom US-Justizministerium und zahlreichen US-Bundesstaaten eingereicht.
  • Im April 2025 urteilte Richterin Leonie Brinkema, dass Google illegale Monopole bei Publisher Ad-Servern und Ad Exchanges innehat.
  • Google argumentierte, eine erzwungene Veräußerung von AdX sei technisch schwierig und sorge für Unsicherheiten im Markt.
  • Das Urteil folgt auf Googles vorherigen Erfolg, den Verkauf von Chrome und Android zu verhindern.

Verknüpfte Unternehmen

3 verknüpfte Unternehmen

“Google achieved a major success in the US antitrust case over its online advertising business; the court rejected the forced sale of AdX....”

“The article refers to Google as an Alphabet subsidiary that previously avoided the forced sale of Chrome and Android....”

Primäre Quellenbasis & Herkunftsnachweis
Verifizierter Herkunftsnachweis
Primärquelle: Manager Magazin•Veröffentlicht: 2. Sept. 2026
Ursprünglicher Berichttitel: “Online-Werbebörse „AdX“: Sieg vor US-Gericht – Google muss Werbegeschäft nicht zerschlagen”

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Antitrust2. Sept. 2026

Urteil: Google entgeht Zerschlagung seines AdTech-Geschäfts

US-Bundesrichterin Leonie Brinkema stellte zwar eine illegale Monopolisierung bei Publisher-Ad-Servern und Ad Exchanges fest, lehnte jedoch die vom DOJ geforderte Zerschlagung von Google AdX und DFP ab. Stattdessen verhängte sie Verhaltensauflagen: Google muss AdX via API-Integrationen für Prebid öffnen, diskriminierungsfreies Bidding für Google Ads gewährleisten, Unified Pricing Rules (UPR) in den USA abschaffen sowie First/Last-Look-Vorteile beenden. Zudem muss Google Publishern Echtzeit-Gebotsdaten bereitstellen und verhindern, dass AdWords direkt in DFP bietet oder eigene Tools bevorzugt. Die global gültigen Auflagen klammern Video, In-App und Retail Media aus; auch die Offenlegung der Auktionslogik entfällt. Ein technischer Monitor wird die Einhaltung sechs Jahre lang überwachen. Google behält seinen integrierten Stack, plant jedoch Berufung. Das Urteil stärkt vor allem technisch versierte Publisher und große SSPs, während weitere Verfahren auf Bundes- und EU-Ebene andauern.

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Antitrust22. Nov. 2025

Richterin wägt Googles Ad-Tech-Zukunft nach Plädoyers im Kartellverfahren ab

Die Schlussplädoyers im US-Kartellverfahren gegen Google im Bereich Ad Tech sind abgeschlossen, und Richterin Leonie Brinkema entscheidet über das Schicksal von Googles Sell-Side Ad-Tech-Geschäft AdX. Das DOJ drängt auf eine strukturelle Maßnahme in Form einer Entflechtung von AdX und argumentiert, dass rein verhaltensbezogene Auflagen Google Spielraum lassen würden, das Urteil zu unterminieren. Google hingegen hält Vertrauen für den Kern der Angelegenheit und hält eine vollständige Trennung für unnötig. Googles Anwältin Karen Dunn verwies auf das Google Search-Kartellverfahren und plädierte für mildere Auflagen. Die Richterin äußerte Bedenken hinsichtlich der Umsetzungsgeschwindigkeit von Abhilfemaßnahmen angesichts der rasanten Innovation im Ad-Tech-Sektor. Ein potenzieller Käufer wie Microsoft wurde ins Gespräch gebracht, allerdings ohne konkreten Interessenten, und eine Entflechtung könnte weitere kartellrechtliche Prüfungen nach sich ziehen. Ein Urteil wird im kommenden Jahr erwartet, wobei Berufungen als wahrscheinlich gelten.

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Antitrust8. Jan. 2026

Googles Kartellverfahren 2025: Schuldsprüche ohne Zerschlagung

AdExchanger analysiert Googles kartellrechtliche Entwicklung im Jahr 2025: Das Unternehmen wurde sowohl wegen eines Suchmonopols als auch wegen eines Publisher Ad Tech-Monopols für schuldig befunden, und Europa verhängte Geldbußen, doch nennenswerte Entflechtungen blieben aus. Im Suchverfahren des DOJ ordnete Richter Amit Mehta an, dass Google Suchdaten mit qualifizierten Wettbewerbern teilen muss, verfügte jedoch keine Zerschlagung oder gravierende Änderungen an Google Search. Im Verfahren zur Publisher Ad Tech fordert das DOJ die Abtrennung von AdX und möglicherweise DFP innerhalb von Google Ad Manager, doch Beobachter der Remedies-Phase bleiben skeptisch, ob ein Gericht eine Zerschlagung anordnet. Europäische Regulierungsbehörden verharren in einer Warteschleife bis zur Entscheidung von Richterin Brinkema. Der Beitrag verweist auf eine mögliche Entflechtung von AdX im Jahr 2026, die den Ad Exchange vom Ad Server entkoppeln und die Marktdynamik neu formen könnte. Unabhängig davon hat Europa die Unified Pricing Rules abgeschafft; die USA erwägen ein teilweises Ende der UPR für Open-Web Display Ads mit potenziellen Vorteilen für Publisher und Entwickler.

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