Beobachtetes Signal · 29. Juni 2026 · Policy Update · Quelle: PocketGamer.biz · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Positiv
Britische Games-Industrie setzt auf Wachstum durch verstärkte staatliche Unterstützung
UKIE-CEO Nick Poole und TIGA-CEO Richard Wilson analysieren die Stärken und Herausforderungen des britischen Gaming-Sektors im Hinblick auf ein starkes Jahr 2026. Die Verbraucherausgaben erreichten 2025 beeindruckende 8,76 Milliarden GBP, während die Beschäftigung auf 27.347 Arbeitsplätze sank und die Gründung neuer Start-ups drastisch zurückging. Branchenverbände verweisen auf akuten Fachkräftemangel, eine Finanzierungslücke für Studios beim Übergang von der Mikro- zur Mittelgröße sowie den Bedarf an verbesserten Steuervorteilen. Die Regierung hat 30 Millionen GBP zugesagt, darunter 28,5 Millionen GBP für den UK Games Fund. Maßnahmen wie die SIC-Code-Klassifizierung und die Einstufung als Frontier Industry werden begrüßt, während Verbände eine Aufstockung der Video Games Expenditure Credit fordern, um weiteres Investment und Wachstum zu generieren.
Staatliche Fördermittel, die SIC-Klassifizierung und steuerliche Anreize wie die VGEC beeinflussen direkt die Finanzierung von Studios, die Datenvisibilität und den Talentpool. Dies wirkt sich maßgeblich auf Investitionen sowie die Verfügbarkeit von Gaming-Inventar und IP für die Medien- und Werbemärkte aus.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Britische Konsumenten gaben 2025 laut UKIE 8,76 Milliarden GBP für Videospiele aus.
- Die Beschäftigung in der britischen Games-Industrie sank von Mai 2024 bis September 2025 auf 27.347 Personen (erster Rückgang seit 14 Jahren).
- Es gibt noch 2.110 Games-Unternehmen im UK (Rückgang vom Höchstwert 2.170); Neugründungen fielen im gleichen Zeitraum von 281 auf 137.
- Die britische Regierung sagte 30 Millionen GBP zur Unterstützung von Spieleentwicklern zu, davon 28,5 Millionen GBP für den UK Games Fund.
- TIGA empfiehlt spezifische Verbesserungen der VGEC, darunter höhere Entlastungsraten und angepasste Produktionsbudgets.
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1 verknüpfte Unternehmen“This article is part of our UK region report, published in association with Xsolla, which offers insights from regional experts on the state...”
Ontologie & Marktkonzepte
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UK-Games-Branche: Hoher Stolz, aber niedrige Weiterempfehlungsrate bei Fachkräften
Die von Professor Mark Taylor in Partnerschaft mit Ukie veröffentlichte Studie zur Befragung der britischen Games-Industrie 2025 analysiert 1.610 Antworten von Fachkräften. Die Ergebnisse belegen eine hohe Branchenerfahrung – 97 Prozent sind seit über einem Jahr im Sektor tätig –, offenbaren jedoch signifikante Herausforderungen bei Mitarbeiterbindung und Diversität. So gaben 22 Prozent an, in den letzten drei Jahren ihren Job verloren zu haben, 29 Prozent arbeiteten in mindestens einer Woche über 50 Stunden, und lediglich 38 Prozent würden die Branche als Arbeitgeber weiterempfehlen, obwohl 81 Prozent stolz auf ihre Tätigkeit sind. Zudem verzeichnet die Erhebung Verschiebungen bei der regionalen Konzentration, diverse Diversitätsmetriken sowie geringere Karrierechancen für ethnische Minderheiten. Ukies Initiative Raise The Game plant als Reaktion darauf einen konkreten Aktionsplan sowie einen zweckgebundenen Fonds.
UK Games Fund vergibt Rekordsumme an Indie-Entwickler
Der UK Games Fund hat seine bislang größte Kohorte für den Prototype Fund vorgestellt und 29 unabhängige britische Gaming-Unternehmen nach einer Antragsphase im Jahr 2026 mit Fördermitteln ausgestattet. Höhere Zuschüsse und ein klarer Fokus auf Audience Development haben laut der Organisation die Qualität der Bewerbungen deutlich gesteigert. Die geförderten Studios arbeiten an origineller IP, neuen Projekten und schaffen qualifizierte Arbeitsplätze mit hohem Potenzial für Folgeinvestitionen. Direktorin Kirsty Gibson hob das starke Interesse von Teams hervor, die ambitionierte Projekte entwickeln. Im Rahmen der Regierungsstrategie Growth for Games erhält der UK Games Fund über die nächsten drei Jahre zusätzliche 28,5 Millionen Pfund (37,9 Millionen US-Dollar), um den unabhängigen Gaming-Sektor nachhaltig zu unterstützen und das Wachstum der Branche zu fördern.
Großbritannien erweitert IP-basierte Kreditvergabe für Gaming-Studios
Die britische Regierung hat umfassende Maßnahmen zur Stärkung der KMU-Finanzierung angekündigt, darunter gezielte Unterstützung für IP-basierte Kredite zugunsten von Gaming-Studios. Das Paket stellt 500 Millionen Pfund für das ENABLE-Garantieprogramm der British Business Bank bereit und erweitert das Growth Guarantee Scheme. Dadurch soll die Kreditvergabe an KMU bis zum Geschäftsjahr 2028/29 um zusätzliche 2 Milliarden Pfund jährlich steigen. Das Schema bietet eine 70-prozentige staatliche Garantie auf kommerzielle Darlehen von bis zu 2 Millionen Pfund und soll künftig rund 20.000 Unternehmen pro Jahr unterstützen (zuvor 8.000). Der Branchenverband Ukie und der UK Video Game Council kooperierten mit der British Business Bank, um Intellectual Property (IP) als Kreditsicherheit zu etablieren und Studios einen erweiterten Zugang zu Fremdkapital zu ermöglichen.
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