Beobachtetes Signal · 14. Jan. 2022 · Regulation · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Negativ
Großbritannien: FCA verklagt Meta auf 3,2 Milliarden US-Dollar
Eine britische Sammelklage fordert von Meta bis zu 3,2 Milliarden US-Dollar Schadensersatz wegen angeblichen Missbrauchs der Marktbeherrschung. Die Kläger werfen dem Konzern vor, persönliche Daten von 44 Millionen britischen Nutzern systematisch abgegriffen und monetarisiert zu haben. Im Fokus stehen dabei der Einsatz des Facebook Pixel auf Drittwebsites sowie die kontinuierliche Datenerhebung auf der eigenen Plattform. Reuters berichtete begleitend über Metas langjährige Marktmacht im Vereinigten Königreich. Unabhängig davon hat ein US-Gericht ein bedeutendes Kartellverfahren zugelassen, in dem die US-Wettbewerbsbehörde FTC und 48 Bundesstaaten eine Beschränkung der Marktmacht sowie mögliche Abspaltungen von WhatsApp oder Instagram anstreben. Diese Entwicklungen unterstreichen den massiv verschärften regulatorischen Druck auf Datenpraktiken und Plattformmonopole, was direkte Auswirkungen auf AdTech-Datengovernance und Monetarisierungsstrategien hat.
Massive regulatorische und rechtliche Interventionen in Kernmärkten erhöhen den Druck auf die Datengovernance von Werbetreibenden und Plattformen erheblich. Dies signalisiert eine branchenweit verschärfte Prüfung von Datenmonopolen und Monetarisierungspraktiken.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Die britische Finanzaufsicht FCA bzw. deren Vertreter reichte eine Sammelklage gegen Meta ein.
- Meta wird beschuldigt, seine Marktbeherrschung ausgenutzt zu haben, um Daten von 44 Millionen britischen Nutzern zu erfassen.
- Die Klage stützt sich unter anderem auf die Nutzung des Facebook Pixel auf externen Websites.
- Die drohende Geldstrafe beläuft sich auf bis zu 3,2 Milliarden US-Dollar.
- In den USA ließ ein Gericht ein FTC-Kartellverfahren zu, das möglicherweise die Abspaltung von WhatsApp oder Instagram fordert.
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Meta verliert Cambridge-Analytica-Fall in New Mexico
Eine Jury in New Mexico befand Meta für haftbar, Nutzer im Zusammenhang mit dem Cambridge-Analytica-Skandal in die Irre geführt zu haben. Das Urteil könnte erhebliche Geldstrafen nach sich ziehen, mit bis zu 5.000 Dollar pro Verstoß für schätzungsweise 1,3 bis 2,1 Millionen Verstöße je Klagepunkt. Der 2021 eingereichte Fall betraf auch Vorwürfe im Zusammenhang mit Inhaltsmoderation und Meinungsfreiheit. Meta erklärte, mit dem Urteil nicht einverstanden zu sein und sich weiter verteidigen zu wollen. Dieses Urteil erhöht die anhaltenden rechtlichen und finanziellen Folgen für Meta nach dem Datenskandal von 2018, von dem 87 Millionen Nutzer betroffen waren und für den das Unternehmen bereits 6 Milliarden Dollar an US-Behörden zahlte.
US-Bundesstaaten fordern 1,4 Billionen US-Dollar Strafe gegen Meta
29 US-Bundesstaaten haben Meta wegen mutmaßlicher Verstöße gegen den Children’s Online Privacy Protection Act (COPPA) verklagt. Dem Konzern wird vorgeworfen, Kinderdaten ohne elterliche Zustimmung erhoben und verarbeitet sowie Apps mit suchtförderndem Design entwickelt zu haben. Ein US-Bundesprozess ist für August 2026 vor Bundesbezirksrichterin Yvonne Gonzalez Rogers in Kalifornien angesetzt, nachdem Metas Abweisungsantrag Ende Juni abgelehnt wurde. Vier Bundesstaaten (Kalifornien, Colorado, Kentucky und New Jersey) fordern eine maximale Gesamtsumme von 1,4 Billionen US-Dollar, was in etwa Metas aktuellem Marktwert entspricht. Meta weist die Vorwürfe zurück und argumentiert, es gebe keine Beweise für eine bewusste Täuschung über Suchtrisiken. Weitere Klagen von 14 Bundesstaaten auf Basis staatlicher Gesetze sollen im Februar 2027 verhandelt werden. Weitere betroffene Plattformen im Verfahrensumfeld sind Snap, Alphabet und ByteDance.
US-Bundesstaaten fordern 1,4 Billionen Dollar von Meta wegen Plattformsucht
Vier US-Bundesstaaten – Kalifornien, Colorado, Kentucky und New Jersey – fordern in einem für August angesetzten Prozess Strafzahlungen in Rekordhöhe von 1,4 Billionen US-Dollar von Meta. Den Plattformen Facebook und Instagram wird vorgeworfen, gezielt darauf ausgelegt zu sein, Kinder und Jugendliche abhängig zu machen. Die Klage ist Teil eines umfassenderen Verfahrens von 29 Generalstaatsanwälten wegen mutmaßlicher Verstöße gegen den Children’s Online Privacy Protection Act (COPPA) und bundesstaatliche Verbraucherschutzgesetze. Ein US-Bundesrichter lehnte kürzlich Metas Antrag auf Klageabweisung ab. Meta wies die geforderte Summe als beispiellos und unbegründet zurück. Auch andere Tech-Konzerne wie Alphabet, Snap und ByteDance sehen sich ähnlichen Klagen gegenüber. Erst im März verurteilte eine Jury in New Mexico Meta zu einer Strafzahlung von 375 Millionen US-Dollar wegen Verbrauchertäuschung.
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