Beobachtetes Signal · 22. Mai 2026 · Regulation · Quelle: persoenlich.com News · Relevanz: 1/5 · Sentiment: Neutral
UBI: SRF-Impfbeitrag wies zu einseitige Berichterstattung auf
Die Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen (UBI) hat entschieden, dass ein SRF-Radiobeitrag zum fünfjährigen Jubiläum der ersten COVID-Impfung ein unkritischpositives und einseitiges Bild des mRNA-Impfstoffs vermittelte, da weder Kritik, Nebenwirkungen noch offene Forschungsfragen diskutiert wurden. Zudem stellte die UBI fest, dass eine wiederholte SRF-Sendung zur Erbschaftssteuer aufgrund ihrer Einseitigkeit und des zeitlichen Abstands von drei Wochen vor einer eidgenössischen Abstimmung gegen Programmvorgaben verstoss, wobei jedoch nach Einsichtnahme durch SRF von Massnahmen abgesehen wurde. Unabhängig davon rügte die UBI einen westisolierten RTS-Radiobeitrag zu Masern und COVID-Impfungen wegen Verletzung des Gebots der ausgewogenen Berichterstattung. Beschwerden über zwei SRF-Beiträge mit dem ehemaligen Impfchef Christoph Berger sowie vier Berichte zum Nahen Osten wurden hingegen abgewiesen.
Das medienrechtliche Urteil zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk betrifft die generelle Medien glaubwürdigkeit, hat jedoch keinen direkten Einfluss auf das Werbetechnologie- oder Marketing-Ökosystem.
Marktsignale zu RTS in Echtzeit verfolgen
Polaris7 erfasst behördliche Registrierungen, Primärquellen, Führungswechsel und Deal-Aktivitäten rund um die Uhr. Erstellen Sie Ihren kostenlosen Explorer-Workspace, um automatisierte Executive Briefings zu erhalten.
Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Die UBI wertete einen SRF-Radiobeitrag zum fünfjährigen Jubiläum der ersten COVID-Impfung als einseitig und ohne kritische Perspektive auf den mRNA-Impfstoff.
- Laut UBI wurden in dem SRF-Impfbeitrag weder Kritikpunkte, Nebenwirkungen noch offene Forschungsfragen thematisiert.
- Ein wiederholter SRF-Beitrag zur Erbschaftssteuer verststiess gegen Programmvorgaben; wegen des Fehlereingeständnisses von SRF wurden jedoch keine Sanktionen verhängt.
- Ein Beitrag von Radio Télévision Suisse (RTS) über Masern und COVID-Impfungen verletzte ebenfalls das Gebot der ausgewogenen Berichterstattung.
- Beschwerden über zwei SRF-Beiträge mit dem ehemaligen Impfchef Christoph Berger sowie vier Berichte zum Nahen Osten wurden abgewiesen.
Verknüpfte Unternehmen
2 verknüpfte UnternehmenVerwandte Marktsignale & Trends
Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.
UBI rügt SRF-«Tagesschau»-Bericht über die AfD als einseitig
Die Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen (UBI) hat am 3. Juli 2026 entschieden, dass ein Beitrag der SRF-«Tagesschau» über Proteste gegen die AfD in Gießen zulasten der Partei einseitig war. Die Beschwerde wurde von SVP-Nationalrat Thomas Matter eingereicht und mit knappem Resultat von 5 zu 4 Stimmen gutgeheissen. Die UBI stellte fest, dass Moderation, Filmbeitrag und die Einschätzung des SRF-Deutschlandkorrespondenten die Partei durchgehend negativ darstellten, wodurch die freie Meinungsbildung des Publikums beeinträchtigt worden sei. Matter hatte den Fall zuvor bereits vor die SRG-Ombudsstelle gebracht, die im Januar ebenfalls eine Verletzung des Sachlichkeitsgebots festgestellt hatte. Gegen UBI-Entscheide kann beim Bundesgericht Beschwerde geführt werden.
SRG-Ombudsstelle weist Beschwerden gegen SRF-Tourismus-Doku ab
Die Ombudsstelle der SRG Deutschschweiz hat zwei Beanstandungen gegen die SRF-Dokumentation „Überrannt – Overtourism in der Schweiz“ vom 7. Mai 2026 zurückgewiesen. Die Beschwerdeführenden hatten eine einseitige Darstellung moniert, insbesondere mit Blick auf den Luzern-Beitrag, die prominente Rolle von SP-Nationalrat David Roth sowie ausgelassene Aspekte wie das blockierte Musegg-Parkhausprojekt und wirtschaftliche Vorteile des Tourismus. SRF verteidigte die Ausgewogenheit des Beitrags. Die Ombudsstelle stellte keinen Verstoss gegen das Sachgerechtigkeitsgebot fest und verwies auf eine repräsentative Studie der Hochschule Luzern zur touristischen Belastung sowie auf die redaktionelle Freiheit bei der Auswahl von Themenaspekten. Der rund 50-minütige, grösstenteils mit einem iPhone gedrehte Film widmet dem Thema Luzern rund ein Viertel seiner Laufzeit. Gegen den Entscheid steht der Weg zur Unabhängigen Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen (UBI) offen.
Rechtsbürgerliche Kräfte erhöhen den Druck auf die SRG
Eine Untersuchung des Magazins Republik belegt den wachsenden politischen Druck auf die SRG trotz eines klaren Votums gegen die Halbierungsinitiative. Der neu gegründete Verein SVFAB analysierte angeblich rund 30'000 SRF-Sendungen mittels Künstlicher Intelligenz auf eine linkslastige Schlagseite hin und übergab die Daten an die neue Bakom-Direktorin Gianna Luzio. Der SVFAB fordert die Schaffung eines unabhängigen Mediengerichts mit Sanktionsbefugnissen und Bussen von bis zu 500'000 CHF. Medienminister Albert Rösti unterstützt die Debatte über eine angeblich unausgewogene Berichterstattung und erwägt, der Unabhängigen Beschwerdeinstanz (UBI) ebenfalls Bussenkompetenzen zu verleihen, was eine Gesetzesänderung erfordern würde. Medienexperten kritisieren die SVFAB-Methodik als intransparent und wissenschaftlich nicht haltbar. Die Diskussion verlagert sich zunehmend auf strukturelle Hebel wie Konzessionsbedingungen, Aufsichtsstrukturen und die künftige Finanzierung.
Marktsignale & Strategische Shifts in Echtzeit verfolgen
Erstellen Sie benutzerdefinierte Watchlists, um automatisierte, evidenzbasierte Executive Briefings zu erhalten, sobald wesentliche Signale oder Marktverschiebungen auftreten.
