Beobachtetes Signal · 17. Juni 2026 · Market Data Release · Quelle: DWDL · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Neutral

Deutscher Werbemarkt im Mai: TV wächst, Print und Radio verlieren

Zusammenfassung des Signals

Laut den aktuellen Bruttowerbedaten von Nielsen erreichte der deutsche Werbemarkt im Mai 2026 ein Gesamtvolumen von 3,03 Milliarden Euro (+2,8 % YoY), maßgeblich getrieben durch das Fernsehen. Die TV-Bruttowerbeeinnahmen stiegen um 4,5 % auf 1,39 Milliarden Euro, womit TV das stärkste Segment blieb und seinen YTD-Rückstand auf -0,2 % reduzierte. Print und Radio verzeichneten deutliche Einbußen: Zeitungen fielen im Mai um 7,8 % (YTD: -3,2 %), Radio sank um 6,1 % (YTD: -3,5 %). Out-of-Home (OOH) und Online-Publisher legten dagegen um 7,5 % bzw. 12,8 % zu. Das Kinosegment verzeichnete mit 12,5 Millionen Euro ein Plus von rund 140 %. Unter den TV-Vermarktern wuchs Ad Alliance um 9,3 %, während Seven.One Media ein Minus von 2,2 % hinnehmen musste. Die Nielsen-Zahlen basieren auf Listenpreisen ohne Rabatte.

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Hohe Konfidenz

Die Nielsen-Bruttowerbedaten verdeutlichen die Budgetverschiebungen im deutschen Markt hin zu TV, Online und OOH bei anhaltenden Verlusten für Print und Radio. Diese Dynamik beeinflusst direkt die Mediaplanung, das Pricing von Inventar und die Erlösstrategien der Publisher.

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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz

  • Gesamter Bruttowerbemarkt im Mai 2026: 3,03 Mrd. Euro (+2,8 % im Jahresvergleich, Quelle: Nielsen).
  • TV-Werbeumsätze im Mai 2026: 1,39 Mrd. Euro (+4,5 % YoY); TV-YTD (Jan–Mai) verbleibt bei -0,2 % ggü. Vorjahr.
  • Zeitungen (-7,8 % Mai / -3,2 % YTD) und Radio (-6,1 % Mai / -3,5 % YTD) weiterhin unter Druck.
  • Out-of-Home (OOH) und Online-Publisher wuchsen im Mai 2026 um 7,5 % bzw. 12,8 %.
  • Kino-Bruttoerlöse stiegen im Mai 2026 auf 12,5 Mio. Euro (+140 % ggü. Mai 2025).
Primäre Quellenbasis & Herkunftsnachweis
Verifizierter Herkunftsnachweis
Primärquelle: DWDL•Veröffentlicht: 17. Juni 2026
Ursprünglicher Berichttitel: “Fernsehen im Mai im Plus, Radio und Zeitungen leiden - DWDL.de”

Verwandte Marktsignale & Trends

Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.

Advertising Market / Financials17. Juli 2026

Deutscher Werbemarkt wächst im Juni – lineares TV verliert deutlich

Laut aktuellen Nielsen-Daten erzielten deutsche Medien und Vermarkter im Juni 2026 Brutto-Werbeumsätze von 2,78 Milliarden Euro, was einem Zuwachs von 4,1 Prozent im Vorjahresvergleich entspricht. Kumuliert liegt der Werbemarkt im ersten Halbjahr 1,1 Prozent über dem Vorjahresniveau. Gegen den Trend entwickelte sich das lineare Fernsehen negativ: Die Bruttoumsätze im Linear-TV sanken im Juni um 7,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Hauptursache war die Sendeplanung zur Fußball-Weltmeisterschaft, die Reichweiten privater Broadcaster schwächte, während ARD und ZDF nur begrenzte Vermarktungspotenziale realisieren konnten. Die übrigen Gattungen zeigten ein gemischtes Bild: Zeitungen, Publikumszeitschriften und Radio blieben im Minus, erholten sich jedoch gegenüber Mai. Digitale Vermarkter, Out-of-Home sowie das stark wachsende Kinosegment trugen hingegen maßgeblich zu den Marktgewinnen bei. Die Nielsen-Werte erfassen Bruttovolumina ohne Berücksichtigung von Rabatten oder Barter-Geschäften.

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Market data17. Sept. 2026

Deutscher Werbemarkt: TV verliert weiter, Online und OOH wachsen dynamisch

Laut aktuellen Nielsen-Zahlen für den Zeitraum Januar bis August 2026 verzeichnete der deutsche Werbemarkt ein moderates Gesamtwachstum von 1,6 %. Haupttreiber dieser Entwicklung waren Online-Vermarkter mit einem Plus von 16,9 % sowie der Bereich Out-of-Home mit einem Zuwachs von 5,8 %. Das lineare Fernsehen musste hingegen im selben Zeitraum ein Minus von 2,3 % im Jahresvergleich hinnehmen. Besonders deutlich zeigte sich der Abwärtstrend im August: Die Bruttowerbeumsätze der TV-Sender sanken um 4,9 % auf 977 Millionen Euro, womit der TV-Markt den zweiten Monat in Folge unter der Schwelle von einer Milliarde Euro blieb. Auch die klassischen Gattungen Print und Radio verloren an Boden: Zeitungen verzeichneten ein Minus von 0,7 %, Publikumszeitschriften gaben um 4,1 % nach und Radio sank um 1,0 %. Das gesamte Marktvolumen belief sich im August auf 2,39 Milliarden Euro, was einem leichten Zuwachs von 0,9 % gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht.

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TV (linear)14. Aug. 2026

TV-Vermarkter geraten im Juli durch deutliche Brutto-Umsatzverluste massiv unter Druck

Laut aktuellen Nielsen-Daten beliefen sich die Bruttowerbeumsätze über alle Mediengattungen hinweg im Juli auf 2,42 Milliarden Euro, was einem Rückgang von 1,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Haupttreiber dieser Entwicklung war das TV-Segment mit einem Einbruch von 7,3 Prozent. Besonders die führenden privaten Vermarkter verzeichneten spürbare Einbußen: Seven.One Media (ProSiebenSat.1) fiel um 11,6 Prozent, während die Ad Alliance (RTL) ein Minus von 6,6 Prozent hinnehmen musste. Der Vermarkter El Cartel Brothers gab um 3,0 Prozent auf rund 139 Millionen Euro nach. Die öffentlich-rechtlichen Angebote entwickelten sich uneinheitlich mit einem Plus bei ARD Media (+6,9 Prozent) und Verlusten beim ZDF Werbefernsehen (-3,8 Prozent). Zuwächse verzeichneten hingegen Digital (+13,6 Prozent ohne Social, Search und YouTube), Out-of-Home (+4,2 Prozent) sowie Kino (+14,0 Prozent). Die Nielsen-Werte basieren auf Bruttolistenpreisen ohne Berücksichtigung von Rabatten.

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